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Ronnenberg KGS plant digitale Offensive
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00:36 21.04.2018
Für Ronnenberger Kommunalpolitiker längst Alltag: Wie in den städtischen Fachausschüssen sollen künftig auch an der KGS alle Schüler ab dem siebten Jahrgang mit Tablet-Computern ausgestattet werden, um die fortschreitende Digitalisierung in den Unterricht zu integrieren. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

 „Die Schüler sollen die Tablet-Computer wie einen Taschenrechner oder ein Geodreick benutzen und den Umgang auch so beherrschen.“ Mit diesen Worten hat Schulleiter Kay Warneke von der KGS Ronnenberg im städtischen Bildungsausschuss versucht, die zukunftsorientierten Pläne der Schule zusammenzufassen. „Mobiles Lernen – digitales Arbeiten“ – so lautete der Titel des Vortrages, mit dem der Leiter der Marie Curie Schule bei Kommunalpolitikern um Unterstützung für eine digitale Offensive warb. 

Demnach sollen – ab dem Schuljahr 2020/2021 und innerhalb von drei Jahren – alle Schüler ab dem siebten Jahrgang mit einem Tablet-Computer ausgestattet werden. So raten es die medienpädagogischen Berater des Niedersächsischen Landesamtes für Qualitätssicherung (NLQ). Ziel ist es, digitale Arbeitsweisen in den Unterricht zu integrieren. Warnekes unvermeidbarer Hinweis: Die Stadt soll als Schulträger die notwendige Infrastruktur finanzieren: Breitbandanschluss, gemeimsame Administration und flächendeckendes W-LAN.

„Die Oberschule Gehrden ist uns einen großen Schritt voraus. Die Konkurrenz ist bei den Anmeldungen spürbar“, warnte Warneke. Hintergrund des Vorstoßes sind laut Warneke aber vor allem zunehmend veränderte Lebens- und Arbeitsbedingungen durch die fortschreitende Digitalisierung. „Wir haben einen Bildungs- und Erziehungsauftrag und müssen die Schüler vorbereiten“, sagte Warneke. Auch Gefahren wie Mobbing und unzureichender Datenschutz müssten mehr thematisiert werden.

KGS-Leiter Kay Warneke verfolgt mit Elternvertreterin Anke Kleemann und dem KGS-Schüler Till Leander Schröder aus dem Jugendparlament die Diskussion über die geplante Digitalisierung. Quelle: Ingo Rodriguez

Warneke berichtet auch von Voraussetzungen: Demnach soll eine Arbeitsgruppe mit Lehrern, Eltern und Schülern ein pädagogisches Konzept erarbeiten – mit Unterstützung des NLQ. Für Lehrer seien Fortbildungen erforderlich. Digitale Klausuren, Filmschnitt im Fach Kunst, Pulsfrequenzmessungen beim Sport, abgespeicherte Tafelbilder in interaktiven Whiteboards. „Das Ende der Kreidezeit ist eigeläutet“, sagte Warneke. Die Digitalisierung könne in jeden Fachunterricht integriert werden. Ausgaben für Schulbücher und Taschenrechner würden sinken. Er betonte jedoch: Die mobilen Computer – im Regelfall finanziert von den Eltern – sollen nur etwa 20 Prozent des Unterrichts begleiten. Und: Vor dem siebten Jahrgang sei es pädagogisch sinnvoller, ohne technische Hilfsmittel haptische Schreibkompetenzen zu fördern.

Die Komunalpolitiker und Verwaltungskräfte reagierten verständnisvoll. Sie verwiesen aber auch auf hohe Kosten und eine schwierige Umsetzung. Derzeit gibt es laut Verwaltung an der KGS insgesamt 104 digitale Endgeräte – davon sind 22 Whiteboards. Flächendeckendes W-Lan gibt es nicht. 

Dustin Jung (Freie Wähler) verwies auf möglicherweise technisch überforderte Eltern. Wiebke Rohland (CDU) berichtet von Erfahrungen mit leer stehenden Computeräumen und Lehrern mit Vorbehalten gegenüber Fortbildungen. Der Erste Stadtrat Torsten Kölle betonte. „Die Geräte müssen einheitlich genutzt werden, sonst ist es rausgeschmissenes Geld.“ Warneke erwiderte: „Wenn die KGS weiterhin oben stehen soll, müssen Sie mitmachen.“ Die nun beginnenden Beratungen in den Fraktionen läutete die pensionierte Pädagogin Doris Eickemeyer aus dem Seniorenbeirat als beratendes Mitglied mit ihrer Prognose ein: „Die Stadt sollte nicht so kritisch sein, sondern auf die Welle aufspringen. Auf lange Sicht wird sich das lohnen.“

Von Ingo Rodriguez

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