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Ronnenberg Ausschuss streitet über Hundekotbeutel
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00:17 14.02.2019
Die Beutelautomaten, wie dieser an der Normannischen Straße in Ronnenberg, haben die Lage merklich verbessert. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Von den Hundehaltern achtlos zurückgelassene Exkremente ihrer Lieblinge zählen zu den im Stadtgebiet am meisten beanstandeten Verschmutzungen. Mit Beutelautomaten gehen Kommunen das Problem vielerorts erfolgreich an. Die kostenlosen Tüten sollen die Besitzer animieren, die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Freunde richtig zu entsorgen. Die Aufstellung neuer Automaten hat jetzt im Fachausschuss des Rates der Stadt Ronnenberg für Diskussionen gesorgt. Dabei sind die Kosten der von den Grünen beantragten Maßnahme mit 3000 Euro vergleichsweise gering.

Im Jahr 2017 hatte die Stadt Ronnenberg fünf Spenderautomaten in Ronnenberg, Linderte und der Kernstadt aufstellen lassen, um deren Akzeptanz zu testen. Seither ist die Resonanz an allen Standorten durchweg positiv. „Wir haben überall eine Verbesserung festgestellt“, bestätigte auch Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Verwaltung. Zur Diskussion des Antrags der Grünen hatte er Übersichtskarten mitgebracht, auf denen weitere Plätze für Tütenspender markiert waren. „Das sind die Stellen, wo den Mitarbeitern beim Mähen der Dreck um die Ohren fliegt“, begründete Bauhofleiter Björn Gaschler die Auswahl der neuen Standorte. Vorschreiben wollte die Verwaltung mit diesen Vorschlägen aber nichts.

So sei zum Beispiel auch der Wohnpark am See in Empelde außen vor, wie Florentine Pramann vom Jugendparlament anmerkte. Zehler erklärte die Zusammenhänge: Für die private Anlage gelte demnach ein öffentliches Nutzungsrecht. Deshalb strebe die Stadt für diesen Bereich eine Kooperation mit den Eigentümern an, abseits der von den Grünen beantragten Anschaffung.

Der Fachbereichsleiter rechnete anschließend vor, dass mit den beantragten 3000 Euro etwa zehn neue Tütenautomaten aufgestellt werden könnten. Zwar müssten die zehn neuen Standorte später auch von städtischen Mitarbeitern betreut werden. Durch die personelle Aufstockung des Bauhofes auf Grundlage des kürzlich beschlossenen Grünflächenkonzeptes sei dies aber gewährleistet, sagt Zehler.

Offener Brief soll Halter ansprechen

Lilo Dudek wohnt nach eigenen Bekunden bereits seit 1960 im Ronnenberger Ortsteil Weetzen. Mit einem offenen Brief hat sie sich jetzt zum Thema Hundekot an die Halter in ihrem Umfeld gewandt. „Die Tiere können ja nichts dafür, denn sie verrichten ihre Notdurft dort, wo Frauchen und Herrchen stehenbleiben“, schreibt sie. Das Problem der oftmals mitten auf den Bürgersteigen zurückgelassen Kothaufen liegt ihrer Meinung nach unter anderem in der Dunkelheit. „Komme ich abends im Dunklen nach Hause, benötige ich eine Taschenlampe, um in schlecht beleuchteten Straßen nicht ins ,Glück’ zu treten“, erzählt sie. Aber auch die Entsorgung von gefüllten Tütchen in Hecken, auf Grundstücken oder in fremden Mülltonnen empfindet die Leiterin der Gruppe Aktiven Seniorinnen im Ort nicht als „die feine englische Art“. Die große Anzahl an wild entsorgten Tüten war auch bei mehreren Dorfputzaktionen im Ort bereits moniert worden. Über die Zustände ärgerten sich besonders Hausbesitzer, deren Häuser an kleinen Durchgängen lägen, meint Dudek. „Im Namen aller, die auch schon einmal betroffen waren, wende ich mich an die Hundeliebhaber mit der freundlichen Bitte um Verständnis.“

Den Erfolg der ersten Beutelspender erkannten alle Fraktionen einhellig an. Eine Erhöhung der Automatenanzahl nannte auch Volker Zahn (CDU) eine „wünschenswerte Maßnahme“. Allerdings sei der Spielraum des Haushaltsentwurfes für 2019 mit einem minimalen Überschuss von 5000 Euro zu klein, um 3000 Euro für Hundekotbeutel auszugeben. Antragsteller Jens Williges hielt dagegen, er könne die Ablehnung nicht nachvollziehen, wenn die Maßnahme als sinnvoll erachtet werde. Er erklärte, er rechne ohnehin mit mehreren Nachträgen zum Haushaltsentwurf, die das Ergebnis noch verändern würden.

Doch auch mit der Aufnahme eines Vorbehaltes in seinen Antrag konnte Williges die CDU-Mitglieder des Ausschusses nicht überzeugen. Die Beutelspender sollen nach dieser letzten Fassung des Antrags nur dann tatsächlich angeschafft werden, wenn der Etat für 2019 dadurch nicht ins Minus rutscht. Gemeinsam mit SPD und AfD stimmten die Grünen für ein solches Vorgehen. Drei CDU-Mitglieder stimmten dagegen, der Ausschuss-Vorsitzende Jörg Garbe enthielt sich.

Von Uwe Kranz

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