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Ronnenberg Bürgerbeteiligung zur Ortskerngestaltung abgeschlossen
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Bürgerbeteiligung zur Ortskerngestaltung abgeschlossen
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13:39 22.06.2018
Statt einer Eisdiele am Ihmer Tor versorgte ein Eiswagen die Teilnehmer am Rundgang. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Das hatten sich viele Ronnenberger Bürger schon seit langem gewünscht: In einer langen Schlange standen sie am Ihmer Tor um ein Eis an. Die ersehnte Eisdiele gibt es zwar immer noch nicht, im Rahmen der 3. Planungswerkstatt zur Ortskerngestaltung hatte die Verwaltung die Teilnehmer aber an einer mobilen Eisdiele zu ein paar Kugeln eingeladen.

Die positive Stimmung der Veranstaltung wurde damit noch weiter angefacht. „Sie waren eine wunderbare Gruppe“, resümierte Brigitte Nieße vom Büro Plan zwei die Mitarbeit der Ronnenberger. „Das gibt es nicht so oft.“ Bürgermeisterin Stephanie Harms freute sich über die mutigen Vorschläge ihrer Mitbürger. „Es gab keine Tabus“, sagte sie. Man müsse nun sehen, was sich davon umsetzen lasse. Der Eiswagen sei dabei als eine Art Symbol zu sehen. Wie eine alternative Idee, wenn man an einer Stelle nicht mehr weiterkommt.

Die Mitarbeiter des Büros Plan zwei informierten die Bürger anhand von Schautafeln über eine mögliche Umsetzung der Ideen. Quelle: Uwe Kranz

Rund 50 Bürger hatten sich zuvor auf einen Rundgang begeben, um sich an vier markanten Punkten des Ortskerns erklären zu lassen, welche konkreten Vorschläge Plan zwei aus den Ideen der Ronnenberger entwickelt hatten. Dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, zeigte sich anhand der Diskussionen, die sich abschließend im Gemeinschaftshaus um die vier Planskizzen entwickelten. Harms forderte die Bürger daher auf, auch die Fachausschüsse des Rates zu besuchen, wenn die Planungen konkreter werden. „Es ist Ihre und unsere Stadt“, sagte sie.

Das Stadtbild verändern könnten vor allem die Vorschläge des Planungsbüros zum Bereich Lange Reihe/Buswendeschleife. Durch Verlegung der Haltestelle vor das Heimatmuseum könnte der frei werdende Raum zu einem Stadtplatz mit Torcharakter umgenutzt werden. Eine Freitreppe zur Marie Curie Schule könnte zudem den Platz optisch aufwerten. Das Sparkassengebäude biete zudem Möglichkeiten für eine Schulerweiterung und Unterbringung der Bücherei.

Der größte Eingriff: Aus der Buswendeschleife (4) soll ein Stadtplatz werden. Die Bushaltestelle wird vor das Heimatmuseum geschoben (1). Quelle: Uwe Kranz

In der Langen Reihe selbst, die sich die Planer zusammen mit der Straße Hagacker als Einbahnstraße vorstellen können, sollten Fußgänger und Radfahrer Vorrang erhalten. Aufpflasterungen und Fahrbahnverschwenkungen sollen hier die Geschwindigkeit der Fahrzeuge drosseln. Die Einrichtung eines Cafés in der leerstehenden Bäckerei hielten auch viele Bürger für eine gute Idee.

Wenige spektakulär gestalteten sich die Vorschläge auf dem Kirchhof: Eine neue Pflasterung, Beleuchtungen für Bäume und historische Gebäude und eine verkehrsberuhigende Aufpflasterung für den Schulweg Am Weingarten/Hinter dem Dorfe waren die wesentlichen Punkte.

So geht es weiter mit der Umgestaltung

Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung erstellt das Planungsbüro nun einen Rahmenplan, in dem die Ideen der Bürger aus der Planungswerkstatt zusammengefasst werden. „Wie machen nur Vorschläge“, sagt Brigitte Nieße. Die Politik müsse dann sagen, was sie davon umsetzen wolle. Die Verwaltungssicht machte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler deutlich: „Wir haben immer gesagt, dass wir nicht für die Schrankwand arbeiten“, sagte er. Es gehe nun um die konkrete Umsetzung, die nach der Sommerpause in Gang kommen könne. Kleinere Projekte könnten dabei relativ schnell umgesetzt werden. Bei größeren wie der Buswendeschleife müsste zunächst die Finanzierung geklärt und mögliche Fördergelder beantragt werden. Im weiteren Verlauf der Planung sei dann auch eine weitere Bürgerbeteiligung zu erwarten, sagte der Fachbereichsleiter.

Das Gemeinschaftshaus soll ein repräsentativerer Zugang und eine strukturiertere Aufteilung des Parkplatzes mit mehr Grün optisch aufwerten. Fahrbahnverschwenkungen und Aufpflasterungen könnten auch den Verkehr auf dem Weetzer Kirchweg beruhigen. Zudem soll eine zusätzliche Beleuchtung und ein Rundweg den Alten Friedhof interessanter machen. Überall im Ortskern wünscht sich Plan zwei mehr Sitzgelegenheiten und Ruhezonen sowie zusätzliche Mülleimer.

Von Uwe Kranz

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