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Ronnenberg Der Entwurf für die neue Ortsmitte ist fertig
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Der Entwurf für die neue Ortsmitte ist fertig
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00:16 31.10.2018
Eine verheißungsvolle Idee: Aus der bisherigen Buswendeschleife könnte nach einer Verlegung des Haltepunkts vor das Heimatmuseum ein neuer Stadtplatz werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Die geplante und von vielen Ronnenbergern sehnlich gewünschte Umgestaltung der Ortsmitte rund um die Buswendeschleife und den Kirchplatz nimmt konkretere Formen an: Nach insgesamt drei Workshops mit großer Bürgerbeteiligung liegt der Stadtverwaltung nun seit wenigen Tagen der ausgearbeitete Entwurf des Planungsbüros Plan zwei vor.

Auf Initiative der Grünen im Rat der Stadt soll dieses Konzept mit den eingearbeiteten Ideen und Anregungen der Bürgerbeteiligung nun schon in Kürze vorgestellt werden. Das hat der Grünen-Fraktionschef Jens Williges in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung gefordert – und nach einer konstruktiven Diskussion einen Kompromiss erzielt: Der Abschlussbericht, auf dessen Grundlage der Rat später einen aktualisierten städtebaulichen Rahmenplan mit konkretem Maßnahmenprogramm beschließen soll, wird den Kommunalpolitikern in der nächsten Sitzung des Fachausschusses am Mittwoch, 28. November, in einer Kurzform vorgestellt.

Über diesen Vorgehensweise hatte zuvor in der Sitzung keineswegs Einigkeit geherrscht. Williges war es, der das Thema auf die Tagesordnung gerufen hatte. „Das Konzept liegt doch nun vor, deshalb sollten wir nicht zu viel Zeit verlieren“, sagte Williges. Er drückte aufs Tempo – auch, um in den bevorstehenden nächsten Haushaltsberatungen möglicherweise bereits einige der geplanten Maßnahmen als Positionen einbringen zu können. „Wir müssen ja auch Förderanträge stellen und sollten das Projekt nicht auf die lange Bank schieben“, sagte Williges. Immerhin seien auch die Sparkasse und Regiobus in das Verfahren einzubeziehen. Der Hintergrund: Zu den Ideen der Umgestaltung zählt auch eine Verlegung der Bushaltestelle vor das Heimatmuseum, um die Wendeschleife zu einem Stadtplatz mit Aufenthaltsqualität umzubauen.

Außerdem gibt es Gedankenspiele, die Räume der geschlossenen Sparkassenfiliale für eine Erweiterung der Schule zu nutzen. „Wir dürfen nicht zu lange warten, sonst kommen Sparkasse und Regiobus auf andere Ideen“, sagte Williges. Immerhin sei inzwischen bereits die Chance vertan worden, in der nahe liegenden geschlossenen Bäckerei an der Straße Lange Reihe ein Café anzusiedeln. Laut Williges ist der Laden bereits wieder für eine andere Nutzung vermietet.

Für die geschlossene Bäckerei gibt es inzwischen offenbar eine Nachfolgelösung. Quelle: Ingo Rodriguez

SPD-Fraktionschef Dieter Schur sah jedoch keinen Grund zur Eile. Die Umgestaltung der Ortsmitte sei schließlich langfristig auf zwei bis fünf Jahre angelegt. Auch der kommunale Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler von der Stadtverwaltung hatte zuvor um etwas Zeit gebeten. Die Stadt müsse das vom Planungsbüro auf Grundlage des gemeinsamen Verfahrens entworfene Konzept zunächst noch einmal redigieren und aus kommunaler Sicht fachlich bewerten. Angesichts dieser Aufgabe sei es sehr ambitioniert, schon in Kürze den gesamten Entwurf komplett und tauglich für eine Verfahrensfortsetzung zu präsentieren. Auch nach der Sitzung begründete Zehler noch einmal seinen Wunsch, für dieses Projekt keine Schnellschüsse zuzulassen. Immerhin solle der Rat später einen städtebaulichen Rahmenplan mit einem konkreten Maßnahmenprogramm und Zeitplan beschließen.

CDU-Ratsherr Hermann-Josef Mersch hatte deshalb vorgeschlagen, zunächst unstrittige Projektteile zu behandeln. „Um schon im Jahr 2019 etwas bewegen zu können.“ Nun soll der Entwurf für den neuen Ortskern erst einmal in Kurzform vorgestellt werden. Später will die Stadt dann zu einer Informationsveranstaltung für die Bürger einladen.

Aus der bisherigen Buswendeschleife könnte nach einer Verlegung des Haltepunkts vor das Heimatmuseum ein neuer Stadtplatz werden. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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