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Ronnenberg Pläne für Neubaugebiet sind vorerst gestrichen
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Pläne für Neubaugebiet sind vorerst gestrichen
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14:52 01.11.2018
Südlich der Magdeburger Straße in Ronnenberg soll die Stadt vorläufig nun doch kein Wohngebiet entwickeln. Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Aufgeschoben, nicht aufgehoben: Südlich der Magdeburger Straße in Ronnenberg soll die Stadt nun vorläufig doch erst einmal kein neues Wohngebiet entwickeln. Dafür hat sich der Ausschuss für Stadtplanung in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich ausgesprochen. Die Pläne, dort auf einer etwa 20.000 Quadratmeter großen Ackerfläche ein Neubaugebiet für etwa 40 Wohneinheiten zu realisieren, sollen vorläufig aus dem dreijährigen Maßnahmenprogramm zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) gestrichen werden. Über die Nutzung des städtischen Grundstück als Neubaugebiet soll demnach erst ab 2019 zur Fortschreibung des Programmes wieder diskutiert werden.

Hintergrund des Vorstoßes ist ein Antrag der Grünen-Fraktion im Rat der Stadt. Warum die Grünen bei der im ISEK geplanten Entwicklung neuer Baugebiete auf die Bremse treten, erläuterte Fraktionschef Jens Williges. Demnach dürfe eine Neuausweisung von Wohngebieten erst erfolgen, wenn auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stehe. Im Stadtteil Ronnenberg sei jedoch nach den vorgelegten Entwicklungszahlen die Erweiterung des Kita-, Hort- und Grundschulangebotes notwendig. So lange es dafür noch keinen konkreten Zeitplan gebe, dürften neue Baugebiete nicht vorangetrieben werden. „Wir können doch nicht neue Leute anlocken, solange es beim Ausbau der Infrastruktur noch so großen Bedarf gibt“, sagte Williges.

Der Ausschuss stimmte diesem Antrag hinsichtlich der Fläche südlich der Magdeburger Straße mehrheitlich knapp zu – mithilfe der SPD, aber insgesamt fünf Gegenstimmen. Trotzdem erzielten die Grünen nur einen Teilerfolg. Laut Grünen-Antrag sollte nämlich auch eine etwa 20.000 Quadratmeter große Ackerfläche an der Empelder Straße als Neubaugebiet aus dem ISEK-Dreijahresplan gestrichen werden. Das Areal soll bisherigen Plänen zufolge zu einem Mischgebiet mit nicht störendem Kleingewerbe entwickelt werden – als Bestandteil des geplanten Gewerbegebiets Ronnenberg Nordost, das die Stadt in diesem Bereich entwickeln will. Für die Mischfläche wurde jedoch nach einem Mehrheitsbeschluss getrennt von dem Votum zur Magdeburger Straße abgestimmt. Dabei wurde deutlich, dass die Grünen mit ihrer Argumentation prinzipiell allein da stehen.

Bestandteil des geplanten Gewerbegebiets Ronnenberg Nordost ist auch die beschlossene Ausweisung einer rund 20 000 Quadratmeter großen Ackerfläche in unmittelbarer Nähe als künftiges Mischgebiet. Das Areal soll zu einem Wohngebiet mit nicht störendem Kleingewerbe entwickelt werden. Quelle: Ingo Rodriguez

Es sei doch wohl schließlich selbstverständlich, dass parallel zur Ausweisung von neuen Wohngebieten auch automatisch von der Stadt begleitend die notwendige Infrastruktur ausgebaut werde. Man könne doch nicht überall erst neue Kitas bauen und die Einrichtungen dann später mit Neubürgern aus nachträglich entwickelten Wohngebieten füllen – so lautete die einhellige Meinung aller anderen Fraktionen. Das wurde auch zahlenmäßig deutlich: Außer den beiden Grünen-Vertretern sprachen sich alle neun weiteren Ausschussmitglieder dagegen aus, das Mischgebiet aus dem ISEK-Plan zu streichen.

Für den kommunalen Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler ist die getrennte Entscheidung ein guter Kompromiss. Für die Wohngebietspläne südlich der Magdeburger Straße sei es angesichts der dort geplanten Lärmsanierung der Bahn und vor dem Hintergrund einer möglichen Rekultivierung der Kalihalde sinnvoll, mit einer Wohngebietsentwicklung zu warten, sagte er nach der Sitzung.

Im Nordosten von Ronnenberg will die Stadt ein rund 70 000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet entwickeln. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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