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Ronnenberg Handys gehören bei Viertklässlern schon zum Alltag
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Handys gehören bei Viertklässlern schon zum Alltag
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00:27 24.03.2018
Gut vernetzt: Eine Übung steht am Anfang des kleinen Workshops für die Grundschüler. Quelle: Rabenhorst
Ronnenberg

 Darf ich in Foto von einem Freund einfach so in den sozialen Netzwerken posten? Wie erkenne ich, dass ein YouTuber Werbung macht? Und welche Regeln gibt es eigentlich im Chat? All diese Fragen haben Christine Jakobus und Karin Philipp von der Familien- und Erziehungsberatungsstelle der Region Hannover in Ronnenberg jetzt mit den Viertklässlern der Grundschule Ronnenberg diskutiert. 

Die Klasse 4b lernt den richtigen Umgang mit sozialen Medien und dem Internet. Quelle: Rabenhorst

Nach einem kleinen Warmup zum Kennenlernen sollten die Kinder sich gegenseitig ein Wollknäuel zuwerfen, auffangen und die Fäden strammziehen. Schnell erkannten sie, was mit dieser Übung gemeint war. „Wir sind jetzt sozusagen alle vernetzt“, rief ein Mädchen in die Runde. Was aber passiert beim Loslassen der Fäden? „Das Netzt zerfällt. Das ist jetzt so, als ob das Internet nicht mehr funktioniert“, sagte ein Junge. Schnell stellte sich heraus, dass das Internet mit seinen zahlreichen Interaktionsmöglichkeiten bereits fest im Alltag der Viertklässler angekommen ist, und dass diese dabei nicht selten auf Situationen stoßen, in denen verantwortungsbewusstes Handeln gefragt ist. 

Neben dem Recht am eigenen Bild ging es bei dem Workshop unter anderem um Herausforderungen, vor denen Kinder beim Chatten, auf YouTube und in Social Media manchmal stehen. 

Im Rahmen eines Internetquizzes erarbeiteten die Jungen und Mädchen auch Fragen wie „Was ist eigentlich ein Browser?“, Wozu sind Passwörter wichtig?“ oder „Was ist überhaupt Facebook?“ Abgerundet wurde die Veranstaltung mit ausgewählten Präventionsübungen wie das Anlegen eines persönlichen Profils im Internet und das Besprechen von praktischen Fallbeispielen. 

Internetquizz: Karin Philip verrät Shayana die richtige Lösung. Quelle: Rabenhorst

Auch wenn alle bereits ein Handy oder ein Smartphone besitzen, ist dessen Nutzung sehr unterschiedlich. Die meisten dürfen nicht unbegrenzt im Internet surfen. „Ich darf mein Smartphone erst benutzen, wenn ich meine Hausaufgaben gemacht habe“, erzählt ein Junge. Eine Mitschülerin darf zwei Stunden pro Tag im Netz surfen. Erschreckenderweise sind auch einige Kinder dabei, die ihr Smartphone unbegrenzt in der Hand haben dürfen. Während die Jungen vorzugsweise Spiele ausprobieren, „whatsappen“ die Mädchen lieber in eigenen Gruppen.

Likes und Anerkennung in Social Media dürften niemals auf Kosten von Freunden, Klassenkameraden und anderen gehen, gaben die beiden Psychologinnen den Viertklässlern am Schluss mit auf den Weg. 

Von Heidi Rabenhorst

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