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Ronnenberg Bücherschrank ist ein Integrationsprojekt
Aus der Region Region Hannover Ronnenberg Bücherschrank ist ein Integrationsprojekt
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00:18 27.06.2018
Verena Klein vom Kirchenkreis präsentiert mit Vertretern der Kirche, des Willkommenskreises, der Kunstschule und Ehrengästen den neuen Bücherschrank. Quelle: Ingo Rodriguez
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Weetzen

Gut erhaltene Lektüre, für jede Altersklasse und kostenlos: In Weetzen können künftig alle Dorfbewohner von diesem Angebot profitieren. Auf dem Parkplatz vor der Versöhnungskirche haben Vertreter der Kirchengemeinde jetzt gemeinsam mit dem Arbeitskreis (AK) Willkommen den neuen Bücherschrank der Ortschaft offiziell und feierlich in Betrieb genommen. „Das ist der ideale Platz im Dorf“,sagte Pastor Günter Koschel bei der Enthüllung.

Die Kirche und die Willkomensinitiative hatten anlässlich der symbolischen Eröffnungszeremonie zu einem kleinen Bücherfest eingeladen – und rund 50 Dorfbewohner waren gekommen, um die neue Errungenschaft des Ortes zu begutachten. Der Bücherschrank kann als Schmuckstück und Integrationsprojekt bezeichnet werden. Immerhin ist das Möbelstück unter Anleitung von Frank Plorin von der Kunstschule NoaNoa in Barsinghausen entstanden. Und an der Gestaltung in den Räumen der Kirchengemeinde haben gemeinsam mit Volkmar Heine vom Willkommenskreis etwa 20 Helfer mitgewirkt – Arbeitskreismitglieder, Geflüchtete und interessierte Dorfbewohner. „Sie haben sich an mehreren Wochenenden getroffen, um die kirchlich geförderte Aktion umzusetzen“, sagte Sylvie Röhrkasten vom AK Willkommen. Entstanden ist der selbst gebaute Schrank als Bestandteil eines Projekts mit dem Titel „Bauhütte“ und in Zusammenarbeit mit der Kunstschule – als Integrationsprojekt gefördert und bezuschusst vom Kirchenkreis, der Kirchengemeinde und dem Diakonischen Werk in Niedersachsen. „Wir haben wetterfestes Material verwendet und den Schrank mit Bodenankern installiert“, sagte Plorin.

Die Besucher des Eröffnungsfestes verfolgen die Ansprachen und bestaunen dann neugierig den neuen Bücherschrank. Quelle: Ingo Rodriguez

Dass der Bücherschrank künftig immer gut bestückt ist, dafür will Michaela Haarstik sorgen, die Leiterin der Stadtteilbücherei, die sich auch im Arbeitskreis engagiert. Sie will die Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur der Minibibliothek ehrenamtlich betreuen, Bücherspenden entgegen nehmen und auch regelmäßig aussortieren. Den Bestand können aber auch die Bürger mit gestalten, indem sie eigene Bücher zur Verfügung stellen.

Für die Benutzung des neuen Bücherschrankes gibt es einige Regeln. Quelle: Ingo Rodriguez

Gelesene Exemplare aus dem Schrank können nach dem Lesen zurück gebracht oder auch behalten werden. Das ist einer Nutzungsordnung geregelt, die am Schrank angebracht ist. „Hoffentlich wird das Angebot gut genutzt“, sagte Pastor Koschel – bevor anlässlich der feierlichen Inbetriebnahme Kaffee und Kuchen sowie Kreativaktionen für Kinder angeboten wurden.

Von Ingo Rodriguez

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