Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Seelze 18-jährige Dedenserin arbeitete mit Aborigines
Aus der Region Region Hannover Seelze 18-jährige Dedenserin arbeitete mit Aborigines
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 07.06.2018
Luca Wiggers und ihre Freundin Cedrina vergnügen sich im Pool des Internats Quelle: privat
Anzeige
Dedensen

Erfahrungen sammeln, was erleben, reifer werden – das waren die Beweggründe, die die Dedenserin Luca Wiggers vor knapp einem Jahr dazu veranlassten, nach dem Abitur am Georg-Büchner-Gymnasium in Letter nach Australien zu reisen. In Darwin, der nördlichsten Großstadt des Landes, arbeitete sie für fünf Monate an dem Internat „Kormilda College“ als Freiwillige, sogenannte Volunteer. Dort wurden auch die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, unterrichtet. Die Aufgabe der 18-Jährigen war es, die Lehrer beim Unterricht zu unterstützen, Schülern bei der Bewältigung ihrer Aufgaben zu helfen, oder auch mal eine Fahrt zum Arzt oder ins Krankenhaus zu übernehmen.

Liebevoll „Miss Luca“ genannt

„Am Anfang waren die Kinder sehr schüchtern und haben mich misstrauisch von der Seite angesehen“, erinnert sich Wiggers an ihre ersten Tage in Darwin. Es dauerte aber nicht lange, da hatte sie das Vertrauen der Schüler gewonnen und wurde von allen liebevoll „Miss Luca“ genannt. „Dass es besondere Kinder sind, das wurde mir von der ersten Stunde an klar. Die erste Begegnung mit einem schüchternen Mädchen endete in einer tiefen Freundschaft“, erzählt Wiggers. Cedrina war 14 Jahre alt – genauso alt wie Wiggers jüngere Schwester in Deutschland. „Mit dem Alter kannte ich mich aus, ich wusste wie sie tickt und wir verstanden uns einfach prima“.

Klassenfahrt im Urwald

Viele Eindrücke und tiefe Erfahrungen nimmt Wiggers von dieser Zeit im Internat mit nach Hause. Unvergesslich wird für sie die Klassenfahrt bleiben, bei der sie mit einem 25 Kilogramm schweren Rucksack eine Woche lang durch den Busch wandern musste. „Ich war die Unerfahrenste von allen. Ich war gerade erst angekommen, alles war so fremd und anders“, sagt Wiggers. Seen mit Krokodilen, giftige Frösche und Schlangen, nachts trampelnde Wildpferde neben dem Zelt, eine Woche ohne Badezimmer – Luca lernte alles kennen, was für eine australische Klassenfahrt normal ist: Dass man erst etwas Styropor ins Wasser wirft, als Köder für die Krokodile und danach entscheidet, ob man sich erfrischen kann oder nicht. Dass man keine Seife im See verwendet, weil das schlecht für das Wasser ist und dass man in Australien diese Klassenfahrten einmal im Jahr macht, um sich der Natur anzupassen.

Rundreise durch Australien

Der Abschied von der Schule und den Kindern fiel Wiggers nach fünfeinhalb Monaten sehr schwer. Im Anschluss daran reiste sie mit Freunden einige Monate durch das Land und lernte das kennen, was jeder Australientourist besucht. Mit einer Ausnahme: Sie besuchte ihre Aborigine-Freundin Cedrina in ihrer Community. Dort lernte sie deren Familienmitglieder kennen und bekam einen kleinen Eindruck über das Leben der Ureinwohner in ihren Gemeinden. „Von der Hauptstraße aus mussten wir fünf Stunden lang eine einspurige Straße ins Nichts fahren bis wir da endlich waren“, sagt die 18-Jährige. Beeindruckend waren für Wiggers auch die Eigenschaften der Aborigines. „Sie schauen in den strahlend blauen Himmel, sagen, es gibt Regen – und zehn Minuten später trifft die Vorhersage auch ein.“ Wiggers wird sich nun hier in Deutschland auf den ganz normalen Wetterbricht verlassen und hoffen, dass sie nach ihrem Lehramt-Studium Cedrina und Australien wiedersieht.

Von Heike Baake

Die städtische Friedhofsabteilung ruft die Seelzer dazu auf, für einen Wettbewerb Fotos von Friedhöfen einzusenden. Am 30. Juni ist Einsendeschluss. Es gibt Geld- und Sachpreise zu gewinnen.

04.06.2018

Die Störche in Lohnde sind scheinbar nicht länger zu zweit. Friedhelm Ilse vom Nabu glaubt, dass der Nachwuchs geschlüpft ist – und der hat großen Hunger. Dafür müsste es bald regnen.

07.06.2018

Zum fünften Mal haben Rolf Hackbarth, Gabi Bertram. Karin Schallhorn und Verena Wichary einen Flohmarkt organisiert. Hunderte nutzten am Sonnabend die Gelegenheit zum Schnäppchen machen.

06.06.2018
Anzeige