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Seelze DLRG Seelze bildet immer weniger Retter aus
Aus der Region Region Hannover Seelze DLRG Seelze bildet immer weniger Retter aus
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00:22 09.06.2018
Immer weniger Jugendliche lassen sich zu Rettungsschwimmern ausbilden. Quelle: dpa
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Seelze

Retter am Badesee zu werden ist eigentlich ganz leicht: „Man muss zunächst nur schwimmen können und die Abzeichen absolvieren“, sagt Lars Lau von der Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Seelze. Ab dem Rettungsschwimmerabzeichen in Silber werde man dann eingesetzt. Dennoch plagen die Ortsgruppe wie viele andere in Niedersachsen Nachwuchsprobleme. „Vor knapp 20 Jahren hatten wir hier in Seelze noch doppelt so viele Rettungsschwimmer wie heute“, sagt der erste Vorsitzende Carsten Kretschmann. „Da konnten wir am Steinhuder Meer zwei Stationen zwei Wochen lang durchgängig besetzen.“ Heute zählt die Gruppe knapp zehn aktive Retter und kann pro Wochenende drei bis vier von ihnen nach Steinhude oder zum Altwarmbüchener See schicken. „Alle größeren Seen in der Region haben immer mehr Probleme, die Rettungsstationen zu besetzen“, sagt auch Vorstandsmitglied Wolfgang Goerges.

Zu wenig Trainingsmöglichkeiten

Gründe für den fehlenden Nachwuchs sieht die Ortsgruppe, die mit knapp 500 Mitgliedern immer noch die zweitgrößte in der Region Hannover ist, in den begrenzten Trainingsmöglichkeiten. An zwei Tagen in der Woche können die Schwimmer für ein paar Stunden drei Bahnen in der Kristalltherme nutzen. Das reicht nicht aus. Die Nachfrage nach Angeboten wie dem Kinder- und Jugendtraining und Aquajogging sei groß, sagt Goerges. „Wir können mittlerweile keine Teilnehmer mehr aufnehmen.“ Eine Lösung sei nicht in Sicht. „Das ist dann ein Teufelskreis“, sagt Kretschmann. Denn von den Jugendlichen blieben ohnehin höchstens eine Handvoll im Verein: „Dann haben wir immer weniger Trainer und auch weniger potentielle Rettungsschwimmer.“

Weiterbilden an der Küste

Jonas Erben ist einer der aktiven Rettungsschwimmer der Ortsgruppe. Er hat die Abzeichen absolviert und verbringt im Sommer viele Tage am Badesee oder an der Küste, um nach dem Rechten zu schauen. In diesen Sommerferien reist an die Ostseeküste nach Grömitz, um mit einigen Kollegen die örtlichen Rettungsstation am Strand zu unterstützen. „Grömitz hat eine der größten Wachen in Deutschland“, sagt Erben. Die Arbeit dort mache vor allem Spaß, man bilde sich aber auch weiter, werde als Sanitäter und Bootsführer eingesetzt und könne viel Gelerntes anwenden, sagt Erben. Er wirbt für das Ehrenamt des Rettungsschwimmers, denn aus eigener Erfahrung weiß er, wie brenzlig es oft am und im Wasser werden kann.

Im Oktober bietet die DLRG Ortsgruppe Seelze die nächste Ausbildungsmöglichkeit für Rettungsschwimmer an. In Theoriekursen werden die Rechtslage, Befreiungsgriffe und Hilfen bei Sonnenstich und Herz-Kreislauf-Problemen vermittelt. Zudem gibt es verschiedene Disziplinen im Wasser. Für das Bronzeabzeichen müssen die Teilnehmer mindestens 12 Jahre alt sein, Mindestalter für Silber ist 15, für Gold 16 Jahre.

25 Schwimmer kämpften um die Medaillen und Preise. Quelle: DLRG Seelze

25 Schwimmer kämpfen um Medaillen

Bei der alljährlichen Vereinsmeisterschaft der DLRG Ortsgruppe Seelze haben am vergangenen Wochenende 25 Schwimmer in der Kristalltherme um Medaillen und Preise gekämpft. Mitmachen durften aktive jugendliche Mitglieder. Die Sportler verglichen sich in mehreren Schwimmdisziplinen und insgesamt 19 Durchläufen. Zum Abschluss des Wettkampftages kamen die jungen Schwimmer mit ihren Familien und Helfern im DLRG-Zentrum zum gemeinsamen Grillen zusammen. Alle Teilnehmer bekamen eine Urkunde, die besten drei eine Medaille. „Wir sind froh, dass die Vereinsmeisterschaft in diesem Jahr stattfinden konnte“, sagt Wolfgang Goerges. Im vergangenen Jahr musste sie wegen zu weniger Anmeldungen ausfallen. ton

Von Linda Tonn

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