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Seelze Sozialarbeiter arrangieren Sommerfest
Aus der Region Region Hannover Seelze Sozialarbeiter arrangieren Sommerfest
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00:18 27.06.2018
Murat (7) und Marwan (12) bauen mit ihrem Vater Monzer Alkebabe ein Vogelhaus zusammen. Quelle: Sandra Remmer
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Seelze

Auch wenn der Sommer zu seinem offiziellen Beginn gerade eine kurze Pause eingelegt hat, einem gelungenem Sommerfest im Jugendzentrum an der Marienwerderallee standen die kühlen Temperaturen nicht im Wege. Punkt 13 Uhr lotste leckerer Geruch vom Grill die ersten Gäste ins Jugendzentrum. In der Küche hatte das Team Sozialarbeit zusätzlich internationale Spezialitäten zubereitet, die das Büfett füllten. „Willkommensorte“, so lautet der Name des Projektes, mit dem die Region Hannover die Integration von Geflüchteten auf diese Art fördert.

Jede Familie hat einen festen Ansprechpartner

Etwa 600 Flüchtlinge leben derzeit in Seelze. Bedingt durch die intensive Sozialarbeit im Rathaus hat jede Familie dort einen persönlichen, festen Ansprechpartner. „Wir haben die Familien direkt angeschrieben und sie zu diesem Sommerfest eingeladen“, erzählt Sozialarbeiter Harun Celikten. Ziel sei, dass die Menschen sich untereinander kennen lernen. Eingeladen waren deshalb nicht nur Familien, die gerade erst nach Seelze gekommen sind, sondern auch solche, die schon seit längerer Zeit in der Stadt leben. Außerdem sollten die Kinder von den Angeboten des Jugendzentrums erfahren. „Etwa ab einem Alter von elf Jahren kommen die Kinder zu uns“, sagt Sven Schürmann vom Team Jugend. Schwieriger werde es ab 14 Jahren, wenn die Anziehungskraft der Stadt Hannover zunehme. Für die älteren Jugendlichen in Seelze leiste die mobile Jugendarbeit mit Ferhad Demirel und Arthur Mattheis eine hervorragende Arbeit, sagte Schürmann.

In wenigen Minuten wird Marwan zum Löwen

Die Angebote im Jugendzentrum am Sonntag haben den Kindern zumindest gefallen. „Ich bin zum ersten Mal hier und finde es gut “, sagte der zwölfjährige Marwan, der mit seiner Familie aus Syrien geflüchtet ist und nun in Harenberg lebt. Geschickt machte er sich mit seinem Vater Monzer Alkebabie und seinem Brunder Murat daran, ein Vogelhäuschen aus vorgefertigten Bauteilen zusammenzuschrauben. Zuvor hatte er sich beim Kinderschminken in einen bunten Löwen verwandeln lassen.

Während draußen fleißig gebastelt, geschminkt und gegrillt wurde, nutzten die Gäste im Inneren die Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Petra Fischer vom Ortsrat und ihr Mann Klaus, vertreten im Rat der Stadt, unterhielten sich angeregt mit Bashar Alkasem und Aesha Alhamond. Die beiden Rechtsanwälte sind mit ihren vier Kindern ebenfalls aus Syrien geflohen. „Wir sind seit Oktober 2017 hier“, erzählt Bashar Alkasem. Und wenn seine Deutschkenntnisse nicht ausreichen, kann er auf fließendes Englisch zurück greifen. „Die Sprache ist oft gar nicht das Problem. Wir haben Dolmetscher für Kurdisch und Arabisch. Und wenn es gar nicht anderes geht, kommunizieren wir mit Händen und Füßen“, berichtet Martina Krapp, Leiterin des Teams Sozialarbeit.

Von Sandra Remmer

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