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Kinder betreuen auf Sizilien

Harenberg Kinder betreuen auf Sizilien

Johanna Krug bricht bald nach Palermo auf - dort wird die 18-Jährige in einer kirchlichen Betreuungseinrichtung für Kinder ihren Freiwilligendienst ableisten.

Harenberg. Johanna Krug reist gern. Während der zehnten Klasse war sie ein halbes Jahr in Neuseeland. Auf Sizilien war die 18-Jährige auch schon einmal mit ihren Eltern. Bis Palermo sind sie aber nicht gekommen. Die Hauptstadt der autonomen Region Sizilien wird für ein Jahr der Aufenthaltsort der Abiturientin aus Harenberg.

Sie arbeitet ab September freiwillig im diakonischen Zentrum La Noce, einem Institut, das von den Waldensern betrieben wird. Den Dienst vermittelt hat das Gustav-Adolf-Werk in Stuttgart. Es ist in Deutschland für den Freiwilligendienst der evangelischen Kirchen zuständig.

Johanna Krug hat vor ein paar Wochen ihr Abitur am Matthias-Claudius-Gymnasium in Gehrden gemacht. Sie wollte aber nicht gleich studieren, sondern ins Ausland gehen und das Jahr sinnvoll mit einem Freiwilligendienst gestalten. „Ich habe im Internet recherchiert was es für Möglichkeiten gibt und bin das auf das älteste Hilfswerk Deutschlands gestoßen“, erzählt Krug. Für ein Taschengeld von 100 Euro im Monat bei freier Kost und Logis in einer Wohngemeinschaft wird sie vermutlich im evangelischen Kindergarten des Projekts Centro La Noce arbeiten.

„Ich freue mich sehr auf diese Aufgabe. Ich will neue Leute kennen lernen, italienisch lernen sowie selbständiger und selbstbewusster werden“, sagt Krug. Auch erhofft sie sich Einblicke in die Sozialarbeit in Italien. Solch ein Freiwilligendienst fällt einem nicht einfach in den Schoß. Auf die Bewerbung folgten ein Vorstellungsgespräch, Seminare, in denen den Kandidaten Aufgaben gestellt wurden. Zur Vorbereitung auf Sizilien musste Krug ein Praktikum in einem Kindergarten machen und nachweisen, dass sie mit Italienisch begonnen hat. Bevor sie in Palermo ist, gibt es noch ein Vorbereitungsseminar in Norditalien.

„Im Sozialzentrum werden auch Flüchtlinge betreut sowie Behinderte und Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Ich bin gespannt, was mich erwartet.“ Gebeten wurde sie, einen Unterstützerkreis aufzubauen. Das Gustav-Adolf-Werk übernimmt nur einen Teil der Aufenthaltskosten. Um jungen Leuten einen Freiwilligendienst anzubieten, wird ein solidarischer Obolus von 150 Euro im Monat erwartet. Krugs Eltern haben sich schon bereit erklärt, das Engagement ihrer Tochter zu fördern. Sie will ihnen ausführlich von ihrer Arbeit berichten.

Von Treeske Hönemann

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