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Seelze Neues Windrad wird in Dedensen gebaut
Aus der Region Region Hannover Seelze Neues Windrad wird in Dedensen gebaut
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00:44 08.06.2018
Der Baustellenbereich mit der Altanlage, deren Schatten ziemlich genau die Stelle anzeigt, an der die neue Windkraftanlage gebaut wird. Quelle: privat
Dedensen

Die Bauarbeiten für den Ersatz einer Windenergieanlage in Dedensen haben begonnen. Verantwortlich für das Projekt sind Christian Stahl und Alexander Jäger-Bloh, die als Stahl & Bloh GbR die Anlage in der Nähe des Wasserwerks Forst Esloh errichten und betreiben wollen. Bei dem sogenannten Repowering weicht das im Jahr 1998 errichtete Windrad in den nächsten Wochen einer etwa doppelt so großen Anlage, teilt Unternehmens-Sprecherin Beate Roßbach mit. Die neue Anlage wird circa 8500 Megawattstunden elektrische Energie und damit etwa das 8,5-fache des alten Windrades erzeugen. Das Genehmigungsverfahren hat sich 55 Monate hingezogen.

Der Baustellenbereich mit der Altanlage, deren Schatten ziemlich genau die Stelle anzeigt, an der die neue Windkraftanlage gebaut wird. Quelle: privat

Die Stahl & Bloh GbR hatte bereits 1998 in Dedensens Feldmark ein Windrad mit einer Nennleistung von 0,75 Megewatt gebaut, das einen Rotordurchmesser von 48 Metern und eine Nabenhöhe von 60 Metern hat. Diese Anlage vom Typ NEG Micon wird nun durch ein Windrad vom Typ Vestas V 112 mit einer Nennleistung von 3,3 Megawatt, einem Rotordurchmesser von 112 Metern und einer Nabenhöhe von 119 Metern ersetzt.

Die Region Hannover hatte dafür bereits im Oktober 2016 die Genehmigung nach dem Bundesimmissionssschutzgesetz erteilt. Das Genehmigungsverfahren dauerte damals 55 Monate. Alexander Jäger-Bloh hatte 2016 diese lange Dauer mit vor allem zwei Problembereichen erklärt. So habe die militärische Luftfahrt, die den Luftraum nördlich der genehmigten Anlage als Tieffluggebiet für ihre Transporter und Jets benötigt, Ansprüche geltend gemacht. Dazu seien Auseinandersetzungen mit der Stadt Barsinghausen wegen ihrer benachbarter Logistikflächen und ihres in der Nähe liegenden Gastvogelgebietes gekommen. Dies habe mehrere Umplanungen erforderlich gemacht und für Verzögerungen gesorgt, erst der dritte Entwurf sei schließlich genehmigungsfähig gewesen, hatte Jäger-Bloh die Entwicklung skizziert.

Trotz der 2016 erteilten Genehmigung habe sich der Baubeginn verzögert, weil zuvor noch Widersprüche von Nachbarn ausgeräumt werden musste. So hatte die Bürgerinitiative Zukunft-Leben-Dedensen im Oktober 2016 gegen das Vorhaben protestiert, weil sie das Windrad für überdimensioniert hielt. Die Dedenser befürchteten Verschattungen durch die deutliche höhere Anlage. Der BI-Vorsitzende Jürgen Dzick sprach vor knapp zwei Jahren von einer „Monstrosität“. Die Dedenser waren auch empört, dass die Stadt Barsinghausen die Anlage befürwortet hatte, ohne die Bevölkerung zu informieren.

„Der Bau der neuen Anlage erfolgt im Einvernehmen und in enger Abstimmung mit dem Wasserverband Garbsen-Neustadt, um potenzielle Gefährdungen der Interessen des Wasserverbandes auszuschließen“, sagte Jäger-Bloh am Dienstag. Bauherr und Wasserverband hätten sich dazu auf konkrete Maßnahmen geeinigt. Insbesondere ist für das Projekt ein sogenanntes Flachgründungsfundament vorgesehen, so dass eine Einbindung in tiefere Schichten nicht erforderlich ist.

Derzeit laufen auf der Baustelle die Vorbereitungen wie die Erstellung von Zufahrten. Voraussichtlich im Oktober wird die neue Windkraftanlage in Betrieb gehen, die etwa die 8,5-fache Menge an elektrischer Energie im Jahr produzieren soll. Das alte Windrad wird im Zuge der Bauarbeiten abgebaut und an einen Wiederverwerter verkauft. Dabei wird auch das Fundament der alten Anlage entfernt, sagte Jäger-Bloh.

Von Thomas Tschörner

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