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Seelze RoboCup: Schüler aus Letter belegen zweiten Platz
Aus der Region Region Hannover Seelze RoboCup: Schüler aus Letter belegen zweiten Platz
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00:39 08.06.2018
Mithilfe von Sensoren sucht sich der Roboter den Weg durch das Labyrinth. Quelle: Linda Tonn
Letter/Montesilvano

Von der italienischen Adria hat der 14-jährige Fabian Kettler in der vergangenen Woche nicht viel gesehen. Zu beschäftigt war er damit, seinen Roboter fit für die Europameisterschaft zu machen. Zusammen mit seinem Teamkollegen Stephan Swiatek hatte sich der Schüler aus Letter für den Wettbewerb RoboCup European Open in Montesilvano qualifiziert. „Wir haben jeden Tag geackert“, sagt Kettler. Das futuristisch aussehende Gefährt haben die Schüler in der Roboter AG des Georg-Büchner-Gymnasiums zusammengebastelt und programmiert. Nach einem zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Magdeburg ging es für den Roboter jetzt nach Italien.

Roboter soll fiktive Opfer retten

In der Kategorie „Rescue Line Entry“ tastet das Fahrzeug mit Sensoren Linien und Punkte ab und sucht sich so seinen Weg durch ein großes Labyrinth. „Die Schüler haben quasi einen Rettungs-Roboter entworfen“, sagt AG-Leiter Leonhard Möhring, der die beiden 14-Jährigen ans Mittelmeer begleitet hat. Das Szenario ist fiktiv, der praktische Nutzen sei aber auch für größere Roboter anwendbar. „Erst sucht sich das Gefährt den Weg durch das Labyrinth, dass muss es Opfer in Form von Metallkugeln retten“, sagt Möhring.

Stephan Swiatek (links) und Fabian Kettler haben in Italien den zweiten Platz belegt. Quelle: privat

Aus Legosteinen, kleinen Motoren, Kabelbindern und vor allem viel Heißkleber setzt sich der Roboter von Swiatek und Kettler – die in dem Wettbewerb als Robobros 4.0 angetreten sind – zusammen. Swiatek hat vor allem am Bau des panzerähnlichen Fahrzeugs getüftelt. Er hat nach Möglichkeiten gesucht, wie man Steigungen und Hindernisse überwindet und in welcher Position die Sensoren am besten funktionieren. „Ich war eher für das Programmieren zuständig“, sagt Kettler. Seit Januar haben sie an ihren Roboter gebaut. Ein gutes Team habe eine gute Arbeitsteilung weiß Möhring. Bis zuletzt haben die Schüler sogar noch auf dem Hotelzimmer gewerkelt, damit der Roboter sich unbeschadet durch die Wettkampfstrecke manövrieren kann. Eingreifen durften sie nicht. „Nur, wenn er die schwarze Linie gar nicht mehr wiedergefunden hat“, sagt Kettler.

Internationale Kontakte knüpfen

Nach einigen guten Läufen mussten sich die beiden Schüler am Finaltag gegen das Team aus Kroatien geschlagen geben. Ein bisschen frustriert ist Kettler immer noch, wenn er an diesen Moment denkt: „Die Regeln wurden in kurz vorher verändert. Das war ein Nachteil für uns.“ Dennoch sei er stolz bei einem so großen Turnier dabeigewesen zu sein. Es seien auch Kontakte zu den anderen Teams aus Russland, Malta, Italien und Österreich entstanden, erzählt Möhring. An dem siegreichen Roboter werden die Schüler nicht mehr weiterbasteln. „Ich baue jetzt meinen eigenen Roboter, nicht aus Lego, sondern im Selbstbau“, sagt Kettler. „Und vielleicht bin ich damit ja dann in zwei Jahren wieder erfolgreich.“

Von Linda Tonn

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