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Seelze 19 junge Feuerwehrleute absolvieren Lehrgang
Aus der Region Region Hannover Seelze 19 junge Feuerwehrleute absolvieren Lehrgang
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12:37 04.11.2018
Felix Rindfleisch (18), Arne Benning (17) und Max Burchardt (18) hörten dem Ausbilder gespannt zu. Quelle: Heike Baake
Seelze

Feuerwehrmann oder -frau zu werden, ist für viele ein Kindheitstraum, aber nicht ganz einfach. Ein erster Schritt ist die Truppmann-Ausbildung – eine Grundausbildung in zwei Teilen, die auch einen 80 Stunden-Einsatz in den Ortsfeuerwehren beinhaltet. Für 19 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr wurde es am Wochenende ernst: Am Sonnabend trafen sie sich zur Truppmann-Ausbildung II und bildeten sich in Menschenrettung mit technischer Hilfeleistung weiter. Der Lehrgang hatte bereits am Donnerstag begonnen.

„Immer wieder müssen Menschen mit Übergewicht gerettet werden, die nicht über das Treppenhaus transportiert werden können“, erklärt Stadtausbildungsleiter Frank Wollny. Das wird an diesem Tag auf dem Gelände der Ortsfeuerwehr Seelze geübt. Beispiele für den Drehleitereinsatz gäbe es viele, sagt Wollny und verweist auf verletzte Bauarbeiter auf Gerüsten oder hohen Gebäuden.

Krankentrage richtig einsetzen

Weil bei solchen Einsätzen häufig die Krankentrage eingesetzt werden muss, ist auch das Anbringen an der Drehleiter Bestandteil der Ausbildung. Die richtigen Handgriffe und das nötige Wissen ermöglichten auch das Befestigen einer Schleifkorbtrage sowie das notwendige Sichern der Verletzten, erklärt Wollny. Die unterschiedlichen Tragen würden an einem speziell dafür vorgesehenen Galgen befestigt. Dort könnten auch einzelne Personen der Feuerwehr oder Verletzte hängend befördert werden. Der 17-jährige Arne Berning übt an diesem Tag, wie er die Schutzausrüstung anlegen muss, wie die Gurte richtig sitzen und wie er Verschlüsse sichert. Berning der sich seit 2006 bei der Feuerwehr engagiert, hört gespannt zu und lässt sich von seinen Kollegen in die Höhe ziehen: „Ich habe Interesse an Technik und der Feuerwehrarbeit und mag die Gemeinschaft und Kameradschaft hier.“

Während sich eine Gruppe sich mit der Drehleiter beschäftigt, fliegen auf dem hinteren Teil des Geländes die Funken. Dort üben weitere Ausbildungsteilnehmer den Umgang mit Rettungssägen und Trenngeräten. „Das ist wichtig, denn es kann vorkommen, dass bei einem Autounfall die Leitplanke aufgesägt wird oder am PKW selbst Arbeiten vorgenommen werden müssen“, sagt Wollny.

Theorie und Praxis liegen bei der Ausbildung dicht beieinander und Themen wie das richtige Verhalten bei einem aufgeblasenen Airbag, die Stabilisierung des Fahrzeuges sowie das Heraustrennen von Scheiben wird dem Feuerwehrnachwuchs ebenfalls näher gebracht. „Das Sagen am Unfallort hat aber immer der Notarzt. Er entscheidet wo geöffnet wird“, erklärt Wollny. Neben ihm hatten sich noch zwei weitere Ausbildungskollegen auf den Lehrgang vorbereitet, um in den einzelnen Themen so viel Wissen wie möglich zu vermitteln.

Von Heike Baake

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