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Seelze CDU begrüßt Idee zur Stadtbahnverlängerung
Aus der Region Region Hannover Seelze CDU begrüßt Idee zur Stadtbahnverlängerung
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00:17 15.07.2018
Jens Willms (links) und Gerold Papsch wollen eine Verlängerung der Stadtbahn bis mindestens Velber. Quelle: Thomas Tschörner
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Seelze/Hannover

Unerwartete Unterstützung hat Seelzes CDU aus Hannover erhalten: Dort fordern Grüne und FDP die Verlängerung der Stadtbahn bis nach Seelze-Süd –eine Idee, die die Christdemokraten der Obentraustadt in abgeschwächter Form bereits Anfang Juli präsentiert hatte. „Das ist total genial“, sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerold Papsch am Donnerstag. Die CDU wolle jetzt mit den hannoverschen Parteien Gespräche führen. Papsch schwebt ein Gesamtkonzept vor, das auch Letter mit einbeziehen soll.

Vertreter der Regions-Grünen und Hannovers FDP-Ratsfraktion hatten erst vor kurzem einen neuen Anlauf unternommen, die geplante Wasserstadt in Limmer doch noch an die Stadtbahn anzubinden. Der Stadtbahnanschlusss für die Wasserstadt war eigentlich schon vom Tisch. Grüne und FDP holen jedoch weiter aus und schlagen die Weiterführung der Linie bis Seelze-Süd vor, womit auch Neubaugebiete erschlossen werden könnten.

Für die Verlängerung der Stadtbahnlinie 10 von Ahlem nach Velber hatte Anfang Juli die Seelzer CDU mit einem Antrag geworben, der noch von den politischen Gremien beraten werden muss. Darin fordert die CDU-Fraktion die Verlängerung der Stadtbahnlinie 10 bis zum Englischen Friedhof im Norden Velbers sowie den Bau eines Park-and-Ride-Parkplatzes an der Hasselfeldstraße. Möglich wäre ein Trassenverlauf nördlich oder südlich der Harenberger Meile. Die Verwaltung soll ein Konzept für die Stadtbahnverlängerung ausarbeiten und dem Rat vorstellen, forderte die CDU. Reaktionen aus dem politischen Raum stehen noch aus. Bislang hat sich als einziger Velbers Ortsbürgermeister Erhard Klein skeptisch zu dem Vorstoß geäußert.

Es sei klar, dass die hannoversche FDP und die Regions-Grünen nicht dasselbe wie Seelze wollten, sagte Papsch am Donnerstag. So sehe Seelze die Ausweisung neuer Baugebiete, besonders auf dem Heisterberg, kritisch. „Wir begrüßen ausdrücklich, wenn die Stadtbahnverlängerung kommt, haben aber kein Interesse an einer Heisterberg-Bebauung“, betonte Papsch. Er sei aber überzeugt, dass ein Interessenausgleich gefunden werden könne. Die Seelzer CDU wolle deshalb mit den hannoverschen Parteien Gespräche führen. Zuvor werde die CDU mit Grünen, FDP und Linken in Seelze das Gespräch suchen. Ein Thema müsse dabei auch die Verkehrsproblematik im Westen Hannovers sein. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Willms hatte Anfang Juli betont, dass die Straßen im Seelzer Bereich überlastet seien. Ein Trend, der sich eher fortsetzen werde. Die Verlängerung der Stadtbahn sei aber eine Möglichkeit, den Autoverkehr zu verringern.

„Wir müssen auch den Autoverkehr in Letter mit einbeziehen“, sagt Papsch. Denn Letter sei der am höchsten durch Verkehr belastete Stadtteil Seelzes. Dies sei eine unerträgliche Situation für die Letteraner. „Wir fühlen uns im Westen Hannovers stark vernachlässigt.“ Seelze habe jahrelang immer stärker werdenden Verkehr verkraften müssen. Jetzt gebe es die Chance, ein Paket zu schnüren. Neben der Anbindung der Wasserstadt in Limmer und des Neubaugebietes Seelze-Süd müsse dabei auch eine bessere Struktur für den Autoverkehr in Seelze berücksichtigt werden. „Wir sollten die Chance nutzen, bei der Diskussion über die Stadtbahnverlängerung auch die gesamte Verkehrsproblematik im Westen auf den Tisch zu bringen.“

Der SPD-Ortsverein setzt sich ebenfalls für den Anschluss Seelzes an das Stadtbahnnetz ein. „Wir müssen die Chance nutzen, da das Thema zur Anbindung der Wasserstadt in Limmer auf die Agenda kommt“, sagt der Vorsitzende Reinhold Heinz. Ziel müsse sein, Seelze anzubinden und so die Entwicklung der Stadt und ihrer neuen Wohngebiete zu unterstützen. Die Linie dürfe nicht in Limmer enden, sondern müsse mindestens bis Seelze-Süd geführt werden. „Unsere Chancen stehen nicht schlecht, da dies wohl selbst von der CDU unterstützt wird, auch wenn diese nur bis Velber bauen möchte“, sagte Heinz.

Von Thomas Tschörner

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