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Seelze Das sind die Tipps der Seelzer für den Herbst
Aus der Region Region Hannover Seelze Das sind die Tipps der Seelzer für den Herbst
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15:58 01.11.2018
Der Weg am Kanal liefert mit herbstlich gefärbtem Laub besondere Impressionen. Quelle: Patricia Chadde
Seelze

Die Bäume werden kahler, die Temperaturen frischer und es nieselt. Der Herbst ist da, das lässt spätestens seit dem kühlen Beginn dieser Woche nicht mehr leugnen. Wie stehen Seelzer zu der Jahreszeit? Machen sie das Beste daraus oder gewinnt Trübsinn die Oberhand? Ursula Decker hat jedenfalls jede Menge Spaß an der Herbstzeit, was auch an ihren Enkelkindern liegt. Die sind 18 Monate, zwei und fünf Jahre alt und stromern mit Oma derzeit am liebsten durch den Wald, weil man da so schön durch das raschelnde Laub stiefeln kann. „Wir sammeln auch Blätter, vielleicht pressen wir die Schönsten einfach mal“, sagt die 61-Jährige. Außerdem sind die Kinder voller Sammelleidenschaft und gehen regelmäßig auf Pirsch, um Nüsse, Kastanien und Eicheln aufzuheben. „Damit dekorieren wir den Tisch“, berichtet die Kirchwehrenerin. Auch Kai Krone und sein einjähriger Sohn Theo bewundern beim Spaziergang durch die Seelzer Innenstadt die bunten Blätter.

Bei Carina Stricker sind vor allem die Hunde vom frisch gefallenen Laub begeistert. Nach eine langen Spaziergang genießt die 31-jährige junge Mutter einen frisch gebrühten Rotbuschtee. „Aufs Spazierengehen hat mein 14-jähriger Sohn nicht so viel Lust, aber Süßkartoffel- und Kürbissuppe isst er richtig gerne und dafür ist jetzt die optimale Saison“, sagt die Seelzerin. Iris Stieber freut sich über Herbstblumen – vor allem die Klassiker von Alpenveilchen und Erika bis Heuchera.

Mit einer Suppe aufwärmen

Dem Herbst viele schöne Seiten abgewinnen kann auch Birgit Hoffmann. „Endlich wieder Kerzenduft und dazu ein feiner Stollen, das passt wunderbar“, findet die 62-Jährige. Wenn es noch ein bisschen kälter wird, wärmt sie sich mit Glühwein, aber vor allem freut sie sich auf ein Wannenbad. Gemütlich im heißen Wasser entspannen – auf die Idee wäre man im August bestimmt nicht gekommen. Auch Peter Oppermann ist guter Dinge, was die trübe Jahreszeit angeht. Denn dann gibt es endlich wieder Grünkohlsuppe im Angebot. Da packt sich Oppermann gleich gut gelaunt die doppelte Portion ein, denn „auf dieses klasse Essen habe ich schon richtig hingefiebert“. Da ist Thorsten Steinmeyer ein bisschen entspannter, Grünkohl muss es für ihn nicht sein, er erwärmt sich für die Erbsensuppe.

Für die 45-jährige Angelika Jaworek ist der Herbst auch Laternen-Zeit. Als Kind hat sie mit Omas Unterstützung einen Frosch gebastelt, der mittels Wachskerze im Dunkeln leuchtete – „Richtig schön in grün und braun. Das war ein ungewöhnliches Projekt für ein ungewöhnliches Mädchen“, sagt Jaworek. Der Grund der Frosch-Motivwahl: „Die Spinne, die ich am liebsten gemacht hätte, war leider zu kompliziert für mich“. Aktuell scheinen Kinder aber wieder im Bastelfieber zu sein, denn Zubehör vom Laternenstab mit elektrischer erleuchteter Birne sowie Drahtbügel und klassischer Holzstöcke mit Haken werden bei im Geschäft für Papier- und Bastelbedarf stark nachgefragt.

Erinnerungen ans Eichensammeln

Inge Ritzkopf aus Almhorst verbindet mit dem Herbstwald vor allem Eicheln sammeln. „Mit meinen vier Geschwistern bin ich als Kind auf Knien durch den Wald gerutscht, um ergiebige Stellen zu entdecken. An einer Sammelstelle haben wir die Eicheln dann zentnerweise abgegeben und dafür ein paar Pfennige bekommen“, erinnert sich die gebürtige Hermannsburgerin. Von dem Geld kauften sie dann ein Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter. Kerstin Hölscher (49) hielt dagegen nach aparten Blattformen Ausschau: „Die schönsten habe ich gepresst und damit Bilder gestaltet“, sagt die 49-Jährigen. Anstelle von ausgehöhlten Kürbissen gebe es bei außerdem geschnitzte Runkelrüben-Laternen.

Bleibt noch das Drachen steigen lassen: Roozbeh Abbasi vom Fachgeschäft Melody Schreibwaren in Letter hat jedenfalls jede Menge Bastelzubehör – und allein Fotokarton in 20 verschiedenen Farben in seinem Sortiment. Angefangen bei Servietten mit Kürbismotiv bis zu herbstlichem Laub gibt es eine Riesenauswahl. Auf den Wind muss man bestimmt nicht lange warten.

Von Patricia Chadde

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