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Seelze Döteberger wollen Feuerwehrhaus behalten
Aus der Region Region Hannover Seelze Döteberger wollen Feuerwehrhaus behalten
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14:52 25.10.2018
Ortsvorsteher Robert Kreimeyer setzt sich dafür ein, dass Döteberg Feuerwehrstandort bleibt. Quelle: Thomas Tschörner
Döteberg

Dötebergs Ortsvorsteher Robert Kreimeyer spricht sich für ein Feuerwehrhaus im Ort aus. Er unterstütze damit die Ortsfeuerwehr, die einen Neubau außerhalb der Ortschaft strikt ablehne, sagte Kreimeyer. Der Ortsvorsteher reagiert damit auf einen Vorschlag des SPD-Ratsherren Erhard Klein, der ein gemeinsames Gebäude für die Ortsfeuerwehren Harenberg und Döteberg angeregt hatte. Beide Wehren sollten aber eigenständig bleiben.

Ausgelöst worden ist die Diskussion von einer Informationsvorlage der Verwaltung, die dem Feuerwehrhaus in Döteberg etliche Mängel bescheinigt hatte. Das in die Jahre gekommene Gebäude genügt den aktuellen Anforderungen der Feuerwehrunfallkasse (FUK) nicht mehr. So ist das Haus zu klein für moderne Fahrzeuge. Deshalb kann das Tragkraftspritzenfahrzeug nur diagonal einfahren, obwohl die Stadt schon das kleinste Modell gekauft hatte. Die Stadt denkt deshalb über einen An- oder Neubau nach, der nach ersten Schätzungen wohl mit 440.000 Euro zu Buche schlagen würde. Die genauen Kosten will die Verwaltung noch errechnen lassen.

Die CDU-Fraktion im Rat hat die Idee bereits unterstützt, in Döteberg ein neues Feuerwehrhaus zu bauen. Es gibt aber noch einen anderen Vorschlag. In einem bislang nicht veröffentlichten Antrag hat SPD-Ratsherr Erhard Klein angeregt, die Feuerwehrstandorte Döteberg und Harenberg zusammenzulegen. Denn in Harenberg steht der derzeitige Feuerwehrstandort direkt an der Grundschule auf dem Prüfstand: Die Stadt will am westlichen Ortsrand eine neue Grundschule bauen und das bisherige Grundschulgrundstück verkaufen, das aber eben auch von der Feuerwehr genutzt wird. Klein hatte betont, dass beide Ortsfeuerwehren eigenständig bleiben sollen. Es ginge lediglich um ein gemeinsam genutztes Gebäude an einem Standort. Damit seien auch Synergieeffekte, etwa bei gemeinsamen Übungsabenden möglich, sagte Klein.

Kreimeyer hält von einer gemeinsamen Lösung für Harenberg und Döteberg nichts. Aus feuerwehrtechnischen Gründen gebe es gute Gründe, das Feuerwehrhaus in Döteberg zu belassen. So müsse die Einsatzbereitschaft in 15 Minuten hergestellt werden. Wenn die Döteberger Feuerwehrleute erst nach Harenberg fahren müssen, werde es schwierig. „Bei Einsätzen zählt jede Minute.“ Keimeyer erinnert an einen schweren Verkehrsunfall zwischen Döteberg und Seelze-Süd. „Hätten die Kameraden, unter ihnen ein Notarzt und zwei Rettungssanitäter, erst in Privatwagen nach Harenberg und sodann über Döteberg zum Einsatzort fahren sollen, während die Opfer verbluteten?“ Damit wäre nur wertvolle Zeit vergangen.

Die Feuerwehr sei integrierender Bestandteil der Döteberger Dorfgemeinschaft. Jeder zehnte Einwohner sei aktiv engagiert, fast in jedem Haushalt fände sich ein Förderer. Neubürger fänden sofort Anschluss an die Dorfgemeinschaft. Dieses Engagement für den Ort und damit auch die Stadt geriete mit dem Verschwinden der Feuerwehr in Gefahr. Mancherorts scheine die Vorstellung zu herrschen, die Döteberger Feuerwehr befasse sich „nur“ mit Tierrettungen. Tatsächlich verfüge die Ortsfeuerwehr mit einer jungen gut ausgebildeten Mannschaft von mehr als 30 Leuten über ein vollständig ausgestattetes Löschfahrzeug, auf dem bei Bedarf die Tierrettungsausrüstung zusätzlich mitgeführt werde.

Kreimeyer verweist darauf, dass Döteberger Interessen vom Rat lange stiefmütterlich behandelt worden seien. Es gebe im Ort keine Schule und keinen Kindergarten. Die Feuerwehr und das Dorfgemeinschaftshaus seien die einzige Infrastruktur Dötebergs. Der Ortsvorsteher ist überzeugt, dass sich auch die Stadtkasse weniger belastende Lösungen finden ließen als der aktuelle Architektenentwurf.

Von Thomas Tschörner

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