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Seelze Jongleur ist jetzt mit Hüpfburgen unterwegs
Aus der Region Region Hannover Seelze Jongleur ist jetzt mit Hüpfburgen unterwegs
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00:17 02.07.2018
David Sperlich gastiert auf Letters Schützenplatz mit seinen Hüpfburgen Quelle: Thomas Tschörner
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Letter

Acht Hüpfburgen hat David Sperlich auf dem Schützenplatz an der Straße Alte Aue in Letter aufgebaut. Mehr hätten die Platzverhältnisse nicht erlaubt. Denn eigentlich hat der Chef von „Robertos Hüpfburgen- und Freizeitpark“ 16 Burgen. Im Schnitt wiegen die aufblasbaren Burgen zwischen 300 und 500 Kilogramm. Sperlich hat aber auch die größte in Deutschland zugelassene Hüpfburg im Programm, die stolze 750 Kilogramm auf die Waage bringt. Doch egal, ob das aufblasbare Spielgerät klein oder groß ist, schweres Gerät ist auf jeden Fall erforderlich. „Ohne Radlader geht gar nichts“, sagt Sperlich.

Die größte in Deutschland zulässige Hübfburg wiegt 750 Kilogramm. Quelle: Thomas Tschörner

Der 26-jährige Schausteller ist erst seit Jahresbeginn im Hüpfburgengeschäft. Zuvor war er Jongleur im Zirkus Monaco, wo er auch Kamele und Friesenpferde vorführte. Doch der in fünfter Generation geführte Zirkus wurde personell zu groß, für den einzelnen blieb immer weniger vom Erlös übrig. „Das hat einfach nicht genug für alle abgeworfen.“ Da habe er sich mit seiner Frau Andrea für die Selbstständigkeit entschieden. Einige Verwandte seien bereits in Sachen Hüpfburgen unterwegs, da habe die Entscheidung nahe gelegen. Dennoch: „Es war eine Riesenumstellung, wenn man aus dem Zirkus kommt.“ Während im Zirkus immer genügend Leute vorhanden seien, arbeite er jetzt allein, während seine Frau auf die beiden Kinder aufpasse. „Ich bin nonstopp unterwegs.“ Seinen Hüpfburgenpark habe er nach seinem Sohn benannt. Für Sperlich ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem er sich von anderen Anbietern abheben will. „Viele nennen ihr Geschäft einfach nur Hüpfburgenland.“

Familienbetrieb: Andrea Sperlich sitzt an der Kasse, Cousin Antonio Sperlich hilft dem Ehepaar ein paar Tage. Quelle: Thomas Tschörner

In Letter sei glücklicherweise sein Cousin Antonio zu Besuch und unterstütze ihn, sagt der aus Schwerin stammende Schausteller. Ein Problem sei, geeignete Plätze zu bekommen. Gelegentlich seien die Entfernungen eher ungünstig. So sei er von Rostock nach Letter gekommen. Sperlich hat nicht nur einen Lastwagen mit Auflieger, der beladen knapp 30 Tonnen wiegt, sondern noch einen Kleinbus, der seinen Wohnwagen zieht. „Wir übernachten auf dem Platz.“ Anders ginge es wegen der großen Entfernung zu seinem Wohnort nicht. Immerhin ist Neustadt als nächste Station nicht so weit entfernt, danach geht es weiter nach Rotenburg/Wümme. Hüpfburgen seien beliebt. Es gebe aber viele Anbieter. Die Besucherzahlen schwanken. Sperlich nennt 30 bis 100 Gäste, die er pro Tag hat. Die Zahl sei nicht nur von der Größe der Stadt abhängig, sondern auch von den Auflagen der jeweiligen Verwaltung, etwa die Werbung betreffend. Und natürlich auch davon, ob Konkurrenz in der Nähe ist.

Sperlich ist mit seinem Geschäft zufrieden. In seine acht in Letter aufgebauten Hüpfburgen, die Namen wie Riesenrutsche, Wabbelberg oder Wasserrutsche haben, hat er 18.500 Euro investiert. Im Schnitt hielten die Burgen drei Jahre. Danach seien sie von der Sonne ausgeblichen, zum Teil auch geflickt. Dann seien Neuanschaffungen nötig.

Das Jonglieren habe er erst einmal abgehakt. „Aber das verlernt man eigentlich nicht.“ Vielleicht packe er irgendwann den Zirkus wieder aus. Doch vorerst hofft er, dass der Sommer hält. Denn Kälte und Regen seien schlecht fürs Geschäft, ebenso zu große Hitze. „Ab 36 Grad Celsius schließe ich den Park, weil das Plastik dann zu heiß ist.“

Von Thomas Tschörner

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