Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Seelze Kita-Kinder üben evakuieren
Aus der Region Region Hannover Seelze Kita-Kinder üben evakuieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 27.10.2018
Die Mitarbeiter begleiten die Kinder zu den Notausgängen. Quelle: Patricia Chadde
Letter

Letter Ortsfeuerwehr bietet allen Einrichtungen des Ortes an, gemeinsam ein individuelles Konzept für Alarmsituationen zu erarbeiten. „Im Notfall ist man oft so in Panik, dass man etwas Entscheidendes vergisst“, weiß Tim Kloppmann aus Erfahrung. Der Gruppenführer ist auch im Hauptberuf bei der Feuerwehr, und zwar in Hannover. Auch Frank Sender, erster Gruppenführer bei Letter Ortsfeuerwehr, ist überzeugt: „Regelmäßige Übungen können Leben retten.“

Daher freuen sich die beiden Experten besonders über die Kita Rosenweg. Denn Einrichtungsleiterin Angela Trentepohl nutzt nicht allein die praktischen Tipps und das Räumungskonzept, das sie mit Kloppmanns und Senders fachlicher Unterstützung erarbeiten konnte, sondern nahm auch das Angebot einer möglichst realistisch wirkenden Übung an.

„Wir haben uns als Mitarbeiter mit den 19 Kindern der Hasengruppe, den 18 Kindern der Bärengruppe und mit unseren neuen Krippenkindern ein Codewort festgelegt, dass wir für Alarmsituationen nutzten“, berichtet Trentepohl. Welcher Ausgang im Alarmfall genutzt wird, wo sich der Sammelpunkt befindet und dass man Lieblingsspielzeug und Jacken liegen lässt, gehören ebenfalls zum Evakuierungstraining.

Doch wenn dann weiße Schwaden, die wie echter Rauch wirken, aus dem Abstellraum quellen, ist die Situation doch anders, nämlich aufregender. Um 10.07 hatten Kloppmann und Sender die Nebelmaschine unbemerkt in Gang gesetzt, kurz darauf entdeckte eine Mitarbeiterin die mutmaßliche Gefahrenquelle, rief das Codewort und los und brachte ihre Gruppe nach draußen, wobei die Jüngsten getragen wurden.

Am Sammelpunkt im Garten werden die Kinder durchgezählt, keines fehlt. Dann wählt Angela Trentepohl den Notruf. Weil sie und ihre Mitarbeiter exakt gezählt hatten, können sie auf Nachfrage der Einsatzleitstelle vermelden: „Alle Menschen haben das Gebäude verlassen, niemand ist zurückgeblieben“.

Letters stellvertretender Ortsbrandmeister Marco Becker ist mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden. „Niemand im Gebäude ist im Brandfall die beste Nachricht“, bekräftigt er bei der Abschlussbesprechung. Darüberhinaus gibt es viel Lob für die fürsorglichen Mitarbeiter, die alle Kinder in Decken einpackten. Schließlich sollen Jacken, Essen und Spielzeug im Notfall zurückbleiben, nur das Überleben zählt.

Der Ablauf klappt hervorragend. „Wie lange haben sie vom Hören des Codewort bis zum Wählen des Notrufs gebraucht“, fragt Tim Kloppmann die Einrichtungsleiterin. Die schätzt, dass es zwei Minuten dauerte. „Nein, es waren neun Minuten“, so Kloppmann. Er weiß, dass sich in Bedrohungssituationen das Zeitempfinden extrem verändert. Angela Trentepohl ist überrascht. „Alle gerettet“, fasst Frank Sender das wichtigste Ergebnis der Übung zusammen. Damit auch alles weitere klappt, empfiehlt Letters Freiwillige Feuerwehr regelmäßiges Training, bei dem man ganz praktisch erleben kann, wie sich ein Notfall so anfühlt.

Großes Lob gibt es übrigens für die Rettungskisten, die in der Kita Rosenweg an jedem Notausgang postiert sind. Sie enthalten neben goldfarbenen Rettungs- und schwer entflammbaren Wärmedecken auch die Telefonlisten der Angehörigen. „Jetzt fehlen nur noch Tröten und Bolzenschneider, aber die sind schon bestellt“, berichtet Angela Trentepohl. Mit der Tröte kann noch eindrucksvoller gewarnt werden und falls die Kita-Nutzer ihr Grundstück verlassen müssen, könnten sie zukünftig den Zaun mit Hilfe des Werkzeugs auftrennen. Die Kinder bestaunen noch mal das knallrote Feuerwehrauto, dann kehrt am Rosenweg wieder der Alltag ein mit kleinem Imbiss, Spielen und jeder Menge Gesprächsstoff.

Von Patricia Chadde

Der Palettengarten des Vereins „Letter-fit: Miteinander-Füreinander“ wird voraussichtlich in der nächsten Woche abgebaut. Hintergrund ist der Verkauf des Alten Rathauses samt Grundstück.

27.10.2018

Zwölf Austauschschüler aus Seelzes polnischer Partnerstadt sowie ihre Lehrerinnen hat die Stadt im Rathaus empfangen. Die Siebt- und Zehntklässler absolvieren ein sechstägiges Programm.

24.10.2018

Seit 13 Jahren ist Petra Ruppel in der DRK-Sozialstation tätig, davon drei Jahre als stellvertretende Pflegedienstleitung. Nun hat die Krankenschwester die Leitung der Einrichtung übernommen.

23.10.2018