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Seelze Unfall an Eisenbahnbrücke fordert schwindelfreie Ermittler
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15:59 07.02.2019
Polizeihauptkommissar Thomas Weimann sichert an der Eisenbahnbrücke in knapp vier Metern Höhe Abriebspuren an der Warnbake. Quelle: Patricia Chadde
Letter

 Die Höhe ist eine relative Größe. Zwar konnte Polizeihauptkommissar Thomas Weimann den Führer eines Lastwagens ermitteln, der am 30. Januar gegen 19.55 Uhr in Letters Magdeburger- und Elbinger Straße sechs geparkte Autos und ein Verkehrszeichen auf einer Strecke von 300 Meter beschädigte. Doch möglicherweise ist der Fahrer auch Verursacher eines weiteren Unfalls. Das demolierte Dach des ermittelten Fahrzeugs könnte beim Unterfahren der Eisenbahnbrücke auf dem Weg von der Klöckner- in Letters Industriestraße eingedellt worden sein. In diesem Fall hätte der Fahrer einen weiteren Unfall verursacht und eine weitere Fahrerflucht begangen.

„Wir konnten aufgrund der detaillierten Zeugenaussagen die Firma ermitteln, zu dessen Flotte der fahrerflüchtige LKW-Fahrer gehört“, berichtet Thomas Weimann vom Kriminal- und Ermittlungsdienst des Polizeikommissariats Seelze. „Wir vermuteten, dass sich der Lastwagen auf seinem Weg in Letters Gewerbegebiet verfahren hatte und deshalb in die engen Straßen des Wohngebietes geriet“, so der ermittelnde Polizeihauptkommissar. Daher konzentrierten sich die Nachforschungen auf Betriebe in Letters Industriestraße. Mit Erfolg, denn der Betriebsleiter eines Stahlpartnerunternehmens konnte sich an einen stark beschädigten LKW gut erinnern, wie die Polizei mitteilte. Laut Aussage des Betriebsleiters, war der fragliche Lastwagen aber nicht allein an der Fahrzeugseite beschädigt, sondern auch das Dach des Führerhaus war erheblich deformiert. Das hatte Konsequenzen. Denn die Metall-Lieferung konnte am 31. Januar um 8 Uhr nicht, wie üblich, über das Heck entladen werden, sondern musste über die Seite erfolgen“, so Thomas Weimann über die Erinnerungen des Betriebsleiters.

Aus diesem Grund informierte die Polizei Seelze umgehend das zuständige Polizeirevier im schleswig-holsteinischen Geesthacht über den Hergang. „Die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg hat super geklappt“, freut sich Ermittler Thomas Weimann. Die Geesthachter Beamten fuhren sofort zu dem Dassendorfer Unternehmen und nahmen den beschriebenen LKW in Augenschein. Dabei wurden laut Polizeibericht Beschädigungen in Höhe von 4000 Euro festgestellt. Weitere Ermittlungen ergaben, dass es sich bei dem Fahrer des LKW um einen 35-jährigen Mann aus Rumänien handelt, der von der Halterfimra umgehend entlassen wurde. „Die Personalien des Fahrers mit Wohnanschrift in Rumänien stehen fest“, so Polizeihauptkommissar Ralf Hantke, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Seelze.

Da der ermittelte LKW am Dach starke Beschädigungen hatte, vermuteten die ermittelnden Beamten, dass der Fahrer des LKW kurz vor der Irrfahrt durch das Wohngebiet oder unmittelbar danach versuchte, die Eisenbahnbrücken der Klöcknerstraße zu unterfahren. Allerdings sind drei der vier Brücken nur für eine Fahrzeughöhe von maximal 3,60 Meter ausgelegt. „Wir konnten am Dach der nördlichen Brücke diverse Beschädigungen feststellen, unter anderem eine verbogene Warnbake“, fand Thomas Weimann heraus.

Ob sie tatsächlich von dem Dassendorfer LKW stammen, werden die weiteren Untersuchungen zeigen. Um exakte Höhenmessungen und eine Abriebprobe der Warnbake zu nehmen, unterstützte die Ortsfeuerwehr Letter die Polizeiermittlungen mit einem Fahrzeug. Vom Dach des Löschfahrzeugs konnte Thomas Weimann die fotografische Dokumentation, Vermessung und Probenentnahme Donnerstag Mittag innerhalb einer Viertelstunde vollenden, so dass der Verkehr auf der Klöcknerstraße nur geringfügig eingeschränkt wurde. Weitere Ermittlungen bei der Deutschen Bahn zu diesem Schaden dauern ebenfalls noch an.

Von Patricia Chadde

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