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Seelze Ortsrat lobt Pflegeheim, hatte aber auf Fläche anderes vor
Aus der Region Region Hannover Seelze Ortsrat lobt Pflegeheim, hatte aber auf Fläche anderes vor
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00:20 16.02.2019
Ortsbürgermeister Wilfried Nickel hätte an dieser Stelle gerne die Grundschule gebaut. Für ein Pflegeheim könnte das Gründstück in Ortsrandlage ebenfalls in Frage kommen. Quelle: Patricia Chadde
Lohnde

Den Plan eines Investors, an der Calenberger Straße am westlichen Ortsrand von Lohnde in Höhe des Kiesteiches ein Wohn- und Pflegeobjekt zu bauen, begrüßt Ortsbürgermeister Wilfried Nickel grundsätzlich. „Seit Jahren fordere ich, dass ältere Lohnder im Ort bleiben können“, sagt Nickel. Der Ortsbürgermeister wünscht sich deshalb mehr seniorengerechte Wohnungen.

Zuletzt hatte er eine Art Tauschbörse ins Gespräch gebracht, bei der allein in Häusern oder größeren Wohnungen lebende ältere Menschen diese Immobilien zu Gunsten junger Familien aufgeben und in kleinere Wohnungen ziehen können. Denn er erhalte immer wieder Anfragen von Menschen, die entweder neu oder wieder nach Lohnde ziehen wollen. Umgekehrt würde Senioren der Unterhalt größerer Objekte häuft zu kraftraubend. Deshalb könne er sich das geplante Wohn- und Pflegeobjekt mit immerhin 90 Wohneinheiten gut vorstellen. „Die Idee ist hervorragend“, sagt Nickel. Aber: „Wir fühlen uns vorgeführt.“ Denn der Ortsrat habe schon mit der Verwaltung über das Grundstück gesprochen, weil dieses auch ideal für die sogenannte West-Schule sei.

Auch auf der Südseite der K 356 eignen sich Flächen für die Bebauung mit Schule oder Pflegemheim, wie Ortsbürgermeister Wilfried Nickel findert. Quelle: Patricia Chadde

Die Verwaltung hatte im vergangenen Jahr einen neuen Schulstandort für die westlichen Stadtteile Lohnde, Gümmer und Dedensen ins Gespräch gebracht. Der Hintergrund ist, dasst die Grundschule Dedensen angesichts steigender Schülerzahlen und Inklusion zu klein sei, und auch die Grundschule Lohnde bei einer Einführung des Ganztagsbetriebs nicht mehr alle Schüler aus Lohnde und Gümmer aufnehmen könne. Details hatte die Verwaltung noch nicht genannt. Die Kommunalpolitiker der drei Ortsteile reagierten aber dennoch: So wurde in Dedensen der Erhalt der dortigen Grundschule gefordert, Gümmer brachte einen eigenen Schulstandort ins Gespräch, und in Lohnde wurde über die Zukunft des Bürgerhauses und der benachbarten Schule diskutiert. Denn für den bisherigen Lohnder Schulstandort gibt es kaum Erweiterungsmöglichkeiten – und schon gar nicht, wenn das Bürgerhaus erhalten bleiben soll.

Inzwischen habe der Ortsrat für die Fläche an der Calenberger Straße in Höhe des Kiesteiches ins Auge gefasst. Wenn die Schule an ihrem bisherigen Standort nicht bleiben könne, böte sich das Grundstück an, sagte Nickel. Auch die Schüler aus Gümmer hätten es bis dahin nicht weit. „Wir haben auch schon die Verwaltung angesprochen, ob dort nicht die neue Schule gebaut werden könnte.“ Deshalb sei der Ortsrat sehr überrascht gewesen, dass dort nun das Wohn- und Pflegeobjet gebaut werden soll.

Der Ortsbürgermeister wünscht sich jetzt ein Gesamtkonzept für die künftige Bebauung Lohnde. „Wir müssen das Paket komplett sehen“, sagt Nickel. In dieses müssten neben Flächen für die neue Grundschule und das Wohn- und Pflegeheim auch für Wohnungen oder Häuser verfügbare Grundstücke einbezogen werden. Denn im vergangenen Jahr seien auch in den Dörfern wieder Baumöglichkeiten genehmigt worden, nachdem die Stadt jahrelang auf Seelze-Süd gesetzt hatte.

Von Thomas Tschörner

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