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Seelze So üben elf Ortsfeuerwehren für den Ernstfall
Aus der Region Region Hannover Seelze So üben elf Ortsfeuerwehren für den Ernstfall
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13:28 28.10.2018
Insgesamt waren 50 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz. Quelle: Heike Baake
Seelze

Der Alarm am Sonnabend erreicht die Ortsfeuerwehren um 13.30 Uhr. 15 Minuten später sind die ersten Fahrzeuge vor Ort. Alarmstufe B2 und ein Knopfdruck der Leitstelle reichen aus, um die Ortsfeuerwehren aus Letter und Lohnde sowie den Atemschutztrupp aus Gümmer anzufordern. Auf dem Gelände der Lebenshilfe Seelze im Bereich der Schlosserei habe es eine Rauchentwicklung gegeben, drei Personen seien vermisst, heißt es in der Alarmierung. Die Einsatzkräfte wissen zu dieser Zeit noch nicht, dass es sich um eine groß angelegte Übung handelt. Sie ist Teil eines vom Feuerwehrverband Region Hannover angebotenen Seminars für Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehren sowie für Pressesprecher der Städte und Gemeinden in der Region Hannover. „Übungen und Seminare finden regelmäßig statt, aber es ist das erste Mal, dass es eine Zusammenarbeit mit Städten, Kommunen und Feuerwehren gibt“, sagt Jens Köhler, Pressesprecher der Seelzer Feuerwehr.

Teilnehmer aus 21 Kommunen

Die Seminar-Teilnehmer aus 21 Kommunen und 11 Ortsfeuerwehren haben sich bereits in den frühen Morgenstunden im Seelzer Rathaus zum theoretischen Teil getroffen. Dort wird das richtige Verhalten und die korrekte Vorgehensweise bei einem „Schadensereignis mit großem Medieninteresse“ besprochen. Carsten Fricke, Pressesprecher der Stadt Seelze, und Jens Köhler erörtern die Zusammenarbeit von Stadt, Feuerwehr und Einsatzleitung. Nach der Mittagspause schlüpfen die Teilnehmer in die Rollen von Beobachtern und aktiven Pressesprechern und treffen fast zeitgleich mit den Feuerwehrfahrzeugen auf dem Gelände der Lebenshilfe ein. Nebelmaschinen sorgen dort bereits für eine realistisch wirkende Situation.

Für die 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr ist schnell klar, dass es sich um eine Übung mit großer Herausforderung handelte. Steven Battermann (18), Mitglied der Feuerwehr Seelze, war hoch konzentriert. „Wir behalten immer den Ernst der Lage im Hinterkopf und denken daran, dass hier Personen so schnell wie möglich gerettet werden müssen“, erklärt er. Battermann und seine Kollegen aus Letter, Lohnde, Gümmer und Seelze haben viel zu tun: Sie müssen Fahrzeuge positionieren, Schläuche ausrollen, Atemschutzmasken anziehen und das Gebäude in Suchqaudraten aufgeteilt durchsuchen. Übungsleiter Marek Wegner ist überzeugt, dass die Einsatzkräfte alles richtig machen. „Falsch gibt es nicht, nur anders. Wenn ein Mensch nicht gerettet wird, dann ist das falsch – aber ob ich die linke oder rechte Tür benutze, das ist egal“, sagt er.

Immer wieder neue Situationen

Wegner stellt anhand von Karteikarten, die im Laufe der Übung verteilt wurden, die Feuerwehrkräfte immer wieder vor veränderte Situationen. Wie bei einem realem Brand, kommen immer wieder unvorhergesehene Herausforderungen auf die Helfer zu. Dazu gehört bei dieser Übung unter anderem auch ein nicht funktionierender Hydrant, der dafür sorgt, dass eine weitere Feuerwehr alarmiert werden musste, die für eine Wasserzufuhr vom Kanal sorgen soll. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Michael Lorenz präsentiert Strategien und Maßnahmen für die im Ernstfall zu evakuierenden 270 Mitarbeiter der Lebenshilfe. Aufmerksam verfolgen die Seminarteilnehmer seine Ausführungen.

Ilka-Hannenkamp-Ley, Online-Redakteurin der Stadt Laatzen, gefällt das Zusammenspiel von Theorie und Praxis bei dem Seminar besonders gut. Ihrer Meinung nach sei es wichtig, dass sich die Pressesprecher der Städte und Kommunen untereinander kennen, um im Notfall optimal zusammen arbeiten zu können. Nach anderthalb Stunden haben die Feuerwehren ihre Arbeit getan und die Seminarteilnehmer nehmen an einer fiktiven Pressekonferenz vor Ort teil. Keine Schadstoffmessungen in der Luft und 270 erfolgreich evakuierte Personen – das sorgt für Erleichterung. Auch wenn es nur eine Übung war.

Von Heike Baake

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