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Seelze Gymnasium feiert 50-jähriges Jubiläum
Aus der Region Region Hannover Seelze Gymnasium feiert 50-jähriges Jubiläum
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00:17 29.10.2018
Susanne Gieger dirigiert den Chor während des Festaktes. Quelle: Patricia Chadde
Letter

Schulleiter Andreas Schmidt begrüßt Mittwoch Abend die Gäste im voll besetzten Forum des Georg-Büchner-Gymnasiums. Zum Festakt des Schuljubiläums sind Mitglieder des Rates, Lehrer aus den Anfangsjahren und dem aktuellen Schulleben vertreten. Es ist ein großes Wiedersehen, das durch die Ausstellung „Mein Platz am GBG 2018“ von Mareike Engel, Detlef Kohnen, Jan Ruderisch und Corinna Siebert auf Bildebene erweitert wird. Je nach Perspektive treffen sich Anne, Hannes und Hauke, die Untertitel Lehrerin, Schulleiter und Regionspräsident sind ebenso korrekt. Eine Schule, die auf ein halbes Jahrhundert Entwicklung zurückblickt, verknüpft beinahe unzählbar viele Biografien miteinander. Je nach Jahrgang, haben einige Persönlichkeiten besonders tiefen Eindruck hinterlassen. Weshalb die Schule für Teilnehmer der ersten Jahrzehnte das „Georg-Büchner-Hans-Joachim-Matthias-Gymnasium“ ist und immer bleiben wird, auch wenn die nachfolgenden Schulleiter Wegener und Müller ebenfalls prägend wirkten.

Die Identifikation mit dem Namensgeber der Schule, dem inspirierten gleichwohl mit 23 Jahren früh verstorbenem Georg Büchner beeindruckt. Das Programmheft zitiert Lenz aus der gleichnamigen Novelle mit den Worten „Man muss die Menschheit lieben, um in das eigentümliche Wesen jedes einzudringen, es darf einem keiner zu gering, keiner zu häßlich sein, erst dann kann man sie verstehen; das unbedeutendste Gesicht macht einen tieferen Eindruck als die bloße Empfindung des Schönen, und man kann die Gestalten aus sich heraustreten lassen, ohne etwas vom Äußeren hinein zu kopieren.“

Eine Haltung, die nachwirkt und von weiteren Rednern des Festaktes, hervorgehoben wird. „In dieser Schule wurden die Stärken der Schüler gestärkt und Schwächen führten nicht zum Ausschluss“ so Jagaus persönliche Erinnerung. Er fordert: „Nur lernen aus dem Antrieb Wissbegierde und positiven Empfindungen schafft die erforderlichen neuronalen Verknüpfungen“. Als ehemaliger Schüler des GBG machte er 1980 Abitur und formulierte 1978 an der Festschrift zum zehnjährigen Bestehen mit. „Die Texte wollten wir als Erinnerung und als Unterrichtsmaterialen nutzen“, erinnert sich Johannes Brockmann, ebenfalls Autor der Festschrift, Lehrer am GBG und ab 1999 Oberstudiendirektor der Bismarckschule Hannover.

Visionen für zukünftige Lehrinhalte, die Gestaltung des Unterricht ebenso wie künstlerische Ausgestaltung der Räumlichkeiten - auch das zeichnet das lettersche Schulleben am Hirtenweg seit 50 Jahren aus. Moderator Johannes Kirchberg führt durch das zweistündige Abendprogramm, zitiert Kästner und Tucholsky. Kirchberg ging in der DDR zur Schule und wer in einem gewissen Zeitfenster das GBG besuchte, konnte sie in Klasse elf bereisen. Inzwischen gibt es Schulpartnerschaften mit Polen und Austausch mit Korea. Auch Carl-Clemens Andresen von der Landesschulbehörde spricht im Rahmen des Festaktes. „Grußwort“ steht im Programm, tatsächlich ist es die historisch scharfe und kenntnisreiche Einordnung, die in Sachen Bildungsgerechtigkeit keinen Raum für Naivität lässt: Nicht das Grundgesetz sorgte für bessere Bildungschancen, und führte 1968 zur Gründungswelle von Gymnasien auf dem Land. Sondern der „Stachel der internationalen Konkurrenz“, motivierte die zuständigen Minister – es ging und geht um Bildungsökonomie.

Das weiß auch Seelzes Bürgermeister Detlef Schallhorn, der die Schule „als Seelzes bestes Gymnasium“ würdigt und mit der Verwaltung den Neubau verantwortet, weil die Gebäude der Lehranstalt bei 1213 Schülern „aus allen Nähten platzen“. Die „50 Jahre GBG-Hymne“ aus der Feder von Mareike Engel, Schulchor und Lehrerband, Big-Band liefern den stimmungsvollen Rahmen, weil sie richtig gut sind und durch die Mitglieder der Technik AG engagiert betreut werden.

Der Abschluss des Festaktes setzt auf große Gefühle, als Englisch-Lehrer Alexander Sabolowski „Hey, Jude“ anstimmt. Da zücken sogar Ratsmitglieder die Taschenlampe ihres Smartphones und winken. „Die Möglichkeit der Begegnung bei Snacks und Getränken“, so das Programmheft, nutzen die Gäste gerne zum Dialog. Es geht lebendig zu, jeder erinnert sich ein bisschen anders, aber Aufgeschlossenheit ist ja der Markenkern des GBG.

Von Patricia Chadde

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