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Sehnde Aus Schuhladen wird ein Irish Pub
Aus der Region Region Hannover Sehnde Aus Schuhladen wird ein Irish Pub
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17:32 26.10.2018
Die lange Theke ist Schwerpunkt des Konzepts, sagt Geschäftsführerin Claudia Klemme. Quelle: Oliver Kühn
Sehnde

Es tut sich was in Sehndes Gaststättenlandschaft. Mit dem „Windy Corner“ an der Breiten Straße hat bereits im Frühjahr die kleinste Kneipe im Ort aufgemacht. Nur zwei Türen weiter wird zudem gerade in einem ehemaligen Schuhladen ein deutlich größeres Irish Pub gebaut – beide zusammen firmieren unter dem Namen „Paddy’s“, benannt nach dem irischen Nationalheiligen St. Patrick. Dort soll es dann nicht nur Biere, Whiskys und traditionelle Gerichte von der grünen Insel, sondern auch kulturelle Angebote geben. Als Auftakt im Vorfeld findet dort am 1. November ein Poetry-Slam statt – draußen und umsonst, beleuchtet von Feuerkörben und Fackelschein.

Ein langer Tresen ist kommunikativer

Das Wort „pub“ leitet sich von „Public House“, einem der Öffentlichkeit zugänglichen Haus, ab. „Das ist wie ein öffentliches Wohnzimmer“, beschreibt Geschäftsführerin Claudia Klemme auch das Konzept ihrer bald zwei Lokale. Dazu gehört vor allem eine lange Theke, damit die Gäste nicht alleine sitzen. „Das ist kommunikativer“, hat die 58-Jährige festgestellt. Denn in Deutschland seien oft fünf Tische mit fünf Gästen besetzt. Wenn dann ein sechster komme, sage er: oh, alles voll und ginge wieder.

Auf der kleinen Bühne mit Sofa soll es auch Lesungen und Livemusik geben. Quelle: Oliver Kühn
Die kleine Kneipe Windy Corner gehört auch zu Paddy's. Quelle: Oliver Kühn
Auf dem Vorplatz soll der Poetry-Slam mit Feuer und Fackeln beleuchtet werden. Quelle: Oliver Kühn

Im „Windy Corner“ gibt es nur zehn Plätze „wenn alle doll kuscheln“, davon sechs am Tresen. Im „Paddy’s“ sollen sie sich deshalb auch bei fremden Menschen mit an den Tisch setzen. „Viele Leute kommen einfach so und allein vorbei und sagen hinterher, dass sie gar nicht wussten, dass so viele nette Leute in Sehnde wohnen.“ Der familiäre Charakter zeige sich auch, dass Stammgäste mit anpackten und neuen Besuchern etwa zeigten, wo etwa der Ketchup steht oder die Toilette ist.

Klemme legte aber Wert darauf, dass das „Paddy’s“ nicht nur eine Bar ist. Dort gibt es auch wechselnde traditionelle irische Hausmannskost wie Steaks, Rips, Stews (Eintöpfe) oder Pies mit Kartoffeln oder Kohl. Das war auch schon in Ilten so, wo Klemme und ihr Partner Werner Eggert, bekannt von der Mittelalterschänke „Excalibur“ in Hannover und der Kabel eins-Serie „Mein Lokal, Dein Lokal“, fünf Jahre lang die Vereinsgaststätte des MTV bewirtschafteten. „Das passte aber nicht, die Gäste dort wollten nur Bratwurst“, sagt Eggert.

Wo jetzt noch Handwerker wirbeln, sollen bald Gäste auf den Hochstühlen Platz nehmen. Quelle: Oliver Kühn

Deshalb sei man in die Kernstadt umgezogen, wo der Laden nun floriere. Der 64-Jährige hat schon acht Gaststätten gebaut und ist auch von einem Erfolg des größeren Ladens überzeugt. Für den Umbau lässt er einen Teil der Einrichtung eigens aus Irland kommen. „Das ist dann authentischer.“ Dazu gehört etwa eine Schankanlage mit einem speziellen Kohlen- und Stickstoffverhältnis fürs Zapfen der Biere. Oder Hochtische, sodass man auch direkt mit einem Thekennachbarn klönen kann. Aber auch irisches Fernsehen und Fußballspiele von der Insel will Eggert dort zeigen.

Whisky-Tastings und irische Feiern

Ursprünglich sollte das „Windy Corner“ ein Geschäft mit typisch irischen Artikeln werden. Jetzt ist es das „tiniest micro-pub in town“ geworden, wie Klemme schmunzelnd sagt. Nebenan, im großen Irish Pub, soll es auch Whiskey-Tastings und irische Feiern geben. Zudem steht in einer Ecke eine kleine Bühne mit Sofas etwa für Lesungen, und sogar Livemusik ist dort in Zukunft angedacht. Am nächsten Donnerstag haben allerdings erstmal die Schnellsprecher beim Dichterwettbewerb ihren Auftritt.

Der Poetry-Slam am Donnerstag, 1. November, beginnt um 19 Uhr vor dem Irish Pub, Breite Straße 35. Der Eintritt ist frei, das Programm ist eine Überraschung. Die irische Gaststätte ist ansonsten donnerstags offiziell von 17 bis 21 Uhr sowie freitags und sonnabends von 18 bis 23 Uhr geöffnet – wenn noch viele Gäste da sind, bleibt der Pub ganz im Sinne irischer Gepflogenheiten aber auch spontan länger geöffnet.

Von Oliver Kühn

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