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Sehnde Verein Heimkehr zeigt seine Brieftauben
Aus der Region Region Hannover Sehnde Verein Heimkehr zeigt seine Brieftauben
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16:17 30.12.2018
Werner Winnefeld (links) und Rüdiger Kappei zeigen zwei ihrer Brieftauben. Quelle: Katja Eggers
Sehnde

Früher wurden Brieftauben verwendet, um Nachrichten zu übermitteln. Heute werden sie vor allem für Flugwettbewerbe gezüchtet. Auch die Brieftauben des Vereins Heimkehr Sehnde haben in ihrem Leben schon etliche Kilometer zurückgelegt. Anlässlich seines 70-jährigen Bestehens hat der Verein in seiner Einsatzstelle in ehemaligen Schachtgebäude der Firma K+S am Sonnabend 84 seiner Tiere in einer Ausstellung gezeigt.

Die Brieftaubenzüchter haben ihre Einsatzsstelle seit 1992 in einem ehemaligen Schachtgebäude der Firma K+S. Quelle: Katja Eggers

Die Tiere waren am Vortag von einem Preisrichter begutachtet worden. Die Leistung der Tauben hatte dabei allerdings keine Rolle gespielt. Bewertet wurden vielmehr Flügel, Federn Knochenbau, Augen und Muskeln. „Jede vierte Taube hat einen Preis bekommen“, sagte Vereinsmitglied Werner Jungmann. Unterteilt in sieben verschiedene Klassen gehörten die Tauben von Werner Winnefeld, Werner Jungmann, Gerhard Driehorst, Norbert Mogck und Dieter Kaune jeweils zu den Besten.

Den Reiz ihres Hobbys machen für die Züchter aber vor allem die Flugwettbewerbe aus. „Die Taube am Himmel zu sehen, wenn sie ihren Heimatschlag anfliegt und die Spannung, ob sie diesmal zu den schnellsten gehört – das ist jedes Mal wieder phantastisch“, schwärmte Vereinschef Rüdiger Kappei. Bei den Wettbewerben werden die Tiere von der Einsatzstelle aus in Reisekästen zu den jeweiligen sogenannten Auflassorten transportiert. Mit bis zu 2500 anderen Brieftauben werden sie gemeinsam aufgelassen und müssen dann so schnell wie möglich nach Hause finden. „Wie die Tauben es schaffen, auf direktem Weg ihren Heimatschlag anzusteuern, ist nicht eindeutig geklärt – zur Orientierung nutzen sie vermutlich den Stand der Sonne und das Erdmagentfeld“, sagte Günter Fleige, Ehrenvorsitzender des Vereins.

Damit keine Brieftaube abhanden kommt: Auf den elektronischen Fußringen sind die Telefonnummern der Züchter vermerkt. Quelle: Katja Eggers

Bei den Flugwettbewerben legen die Tiere weite Strecken zurück. Vom Auflassort im polnischen Klowada bis nach Sehnde sind es etwa mehr als 600 Kilometer. Je nach Wetter und Gegenwind erreichen die Tauben Geschwindigkeiten bis zu 90 Stundenkilometern. Gefährlich werden können den Tieren auf ihrer Reise neben dem Wetter vor allem Greifvögel wie Habichte, Sperber und Falken. „Die greifen die Brieftauben oft schon im Flug an und holen sich vor allem die schwächsten Tiere“, sagte Kappei. Zum Schutz sprühen Taubenzüchter daher die Flügel ihrer Vögel oft mit roter Signalfarbe ein. Damit keine Taube verloren geht, tragen die Tiere Ringe mit den Telefonnummern ihrer Züchter am Fuß. Auch die elektronische Wertung bei Flugwettbewerben erfolgt über einen Fußring.

Die Züchter des Vereins Heimkehr kommen zusammen derzeit auf an die 300 Brieftauben.Die Züchter halten sie in ihren Heimatschlägen in Sehnde, Rethmar, Evern, Dolgen, Laatzen und Ingeln-Oesselse. Seit seiner Gründung im November 1948 ist die Mitgliederzahl jedoch sehr geschrumpft. Während der Verein in seiner Blütezeit in den Siebzigerjahren noch um die 30 Züchter zählte, sind es mittlerweile nur noch zehn. Der Blick in die Zukunft falle daher nicht allzu rosig aus. „Wir sind nicht mehr die Jüngsten, und es fehlt der Nachwuchs“, bedauerte Kappei.

Von Katja Eggers

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