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Sehnde Baubetriebshof sammelt 32 Tonnen Müll
Aus der Region Region Hannover Sehnde Baubetriebshof sammelt 32 Tonnen Müll
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00:44 22.04.2018
Baubetriebshofleiter Steffen Bartelt (rechts) und sein Mitarbeiter Herbert Friedenhagen vor der Müll- und Vandalismusausbeute einer Woche. Quelle: Michael Schütz
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Sehnde

Es macht sich Frust breit auf dem Baubetriebshof der Stadt Sehnde. Der Grund dafür sind ansteigenden Mengen Müll, den die 30 Mitarbeiter von Leiter Steffen Bartelt regelmäßig im Stadtgebiet finden und einsammeln. „Das ist eigentlich nicht unsere Aufgabe“, sagt Bartelt.

Im vergangenen Jahr seien im Stadtgebiet rund 60 Tonnen Müll angefallen. Dazu gehört der Abfall, der regulär in Mülleimern entsorgt wird. Aber von den 60 Tonnen war über die Hälfte – genau 32 Tonnen – illegal entsorgter Müll. Und die Dunkelziffer sei höher, vermutet der Chef des Baubetriebshofes. „Verantwortungsbewusste Bürger, Landwirte und Jagdpächter sammeln ebenfalls.“ 

In manchen Fällen werde Hausmüll in billigen Plastiktüten in Mülleimer gegeben oder darauf abgelegt. In anderen Fällen würden Autoreifen, Altöl oder Haushaltsgeräte wie Geschirrspüler in der Feldmark abgeladen. Hierfür fehlt Bartelt jegliches Verständnis. „Wir haben hier die schöne Einrichtung des Wertstoffhofs“, erinnerte er an seine Nachbarn im Gewerbegebiet Borsigring. Dort könne man Haushaltsgeräte oder Altöl kostenlos abgeben. „Das Ganze in die Feldmark zu bringen, ist doch viel mehr Aufwand.“

Oft sei es nicht mehr möglich, den Verursacher festzustellen, bedauerte Bartelt. Man könne zwar Müllsäcke auf Hinweise durchsuchen, aber seine Mitarbeiter sind ihm hier wichtiger. „Man kann ihnen doch nicht zumuten, in Exkrementen oder Drogenbesteck zu wühlen.“ So etwas habe man bereits in den Tüten gefunden. Außerdem werde durch die Suche wertvolle Zeit für die eigentlichen Aufgaben des Baubetriebshofs vertan. Trotzdem gebe es durchaus Ermittlungserfolge. „Und bei den Verursachern kann man einen Schnitt quer durch die Gesellschaft feststellen.“ Es seien junge Leute ebenso darunter wie ältere. Deutliches Unverständnis zeigt er für Hundehalter, die Kotsäckchen nicht in die Behälter, sondern auf den Rasen werfen. „Das macht es doch noch schlimmer, denn dann verrottet es noch schlechter als ohne Sack.“

Die Mengen des illegalen Mülls seien in den letzten Jahren stetig angestiegen, sagt Bartelt. Die Ursachen seien sicher vielfältig, aber er macht vor allem einen generellen Verfall der Sitten verantwortlich. „Wenn ich früher etwas weggeworfen hätte, hätte mir mein Opa was erzählt“, so der 30-Jährige. Heute würden Eltern vor ihren Kindern Abfall auf die Straße werfen.

Zusätzlich zum Müllproblem hat der Baubetriebshof mit stetig steigendem Vandalismus zu tun. Der gehe vor allem von Jugendlichen aus, hat Bartelt festgestellt. Beschädigte Parkbänke, zerschlagene Scheiben an Bushaltestellen oder aus der Halterung gerissene Mülleimer beschäftigen den Baubetriebshof zunehmend. „Da wird Infrastruktur und Volksvermögen beschädigt“, zeigt sich Bartelt betroffen. „Außerdem können es die Bürger nicht nutzen.“ Immerhin eine kleine Gegenmaßnahme werde jetzt angegangen. Zerstörte Holzbänke werden durch solche ersetzt, deren Kunststoffstreben einen Metallkern haben. „Die kriegt man nicht so schnell kaputt.“

Von Michael Schütz

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