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Sehnde Civitan Club Sehnde besteht 20 Jahre
Aus der Region Region Hannover Sehnde Civitan Club Sehnde besteht 20 Jahre
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17:36 25.06.2018
Der Vorstand des Civitan Clubs Sehnde mit Gründungsmitgliedern von 1998: Kirsten Busche (von links), Ralph D. Ulrich, Renate Grethe, Bärbel Köneke, Klaus Köneke, Traute Peukert und Thorsten Kräft. Quelle: privat
Sehnde

Helfen, wo Menschen Hilfe brauchen: Seit 20 Jahren verfolgt der Civitan Club Sehnde mittlerweile dieses Motto. „Unser Schwerpunkt ist es, in Not geratene Menschen in Sehnde und Umgebung zu unterstützen. Und dort, wo staatliche Hilfen nicht (mehr) möglich sind, die Tafel in Sehnde zu betreiben sowie Projekte in den Bereichen Bildung und Prävention zu fördern oder selbst durchzuführen“, fasste es Präsidentin Renate Grethe beim Festakt am Sonntag zusammen.

70 Gäste, darunter Vertreter aus Politik, Vereinen und Verbänden, waren zur Feierstunde erschienen, die vom Orchester der 8. und 9. Klassen der KGS Sehnde unter der Leitung von Thiemo Fröhlich musikalisch ausgestaltet wurde. Gemeinsam mit ihnen und Gründungsmitgliedern ließ Grethe die Erfolgsgeschichte der aktuell 38 Mitglieder zählenden Organisation Revue passieren. Der Civitan Club Sehnde wurde am 9. Mai 1998 von Bärbel und Klaus Köneke vom Civitan Club Hannover gegründet. Als Mitbegründer des seit 2009 existierenden Sehnder Bündnisses für Familien ist der Club eng mit Vereinen, Verbänden, Kirchengemeinden und der Stadt vernetzt. Civitan arbeitet im Arbeitskreis Frauen für Sehnde mit, der Aktionen wie den Equal Pay Day und die Frauenkulturtage organisiert. Zudem beteiligt sich der Civitan Club Sehnde am 2015 von der Stadt gegründeten Netzwerk für Flüchtlinge (ENAS).

Die Tafelvorsitzende Renate Grethe (rechts) erklärt Besuchern den Ablauf der Lebensmittelausgabe. Quelle: privat

Der Civitan Club ist Träger der Sehnder Tafel und führt seit 2011 gemeinsam mit der Stadt und unterstützt vom Präventionsrat ein Präventionsprojekt zur Vermeidung sexualisierter Gewalt gegen Kinder an den Grundschule durch. Kinder aus einheimischen und Flüchtlingsfamilien wurden im vergangenen Jahr in den Winterzoo und zu einem Eishockeyspiel der Hannover Indians eingeladen. Es gibt Ferienpassaktionen und Frauenfrühstücke. Im vergangenen Winter gab es gemeinsam mit der AWO-Flüchtlingsunterkunft in Höver das Projekt „Kochen und Kennenlernen der Kulturen“. Dabei trafen sich vier Frauen des Civitan Clubs Sehnde mit sechs bis acht Frauen verschiedener Nationen.

Wie Grethe ausführte, unterstützten Civitan-Mitglieder im vergangenen Jahr vier Familien in schwierigen Lebenssituationen. Dazu gehört eine seit Jahren intensiv begleitete Sehnder Familie mit einem schwer kranken und mehrfach behinderten Sohn. Auch nach dem Tod des 18-jährigen wurde die Familie weiter unterstützt. Ebenfalls seit Längerem greift ein Mitglied einer seelisch kranken, alleinstehenden Frau bei der Bewältigung des Alltags unter die Arme. Keine leichte Aufgabe, führt die Krankheit doch immer wieder zu Krisen, die es gemeinsam mit dem amtlich bestellten Betreuer zu überwinden gilt. Desweiteren unterstützt wurden zwei allein erziehende Frauen in besonderen Notsituationen – eine mit einem Kind sowie eine schwer Erkrankte mit zwei Kindern.

Tanzen für den guten Zweck: Der Erlös des Balls kommt einem Präventionsprojekt in Sehnde zugute. Quelle: Michael Schütz (Archiv)

Mit Unterstützung des Clubs konnten in finanziell schwierigen Verhältnissen lebende Schüler der KGS an Klassen- und Studienfahrten teilnehmen. Grundsätzlich geht einer solchen Unterstützung eine genaue Prüfung voraus, zudem wird Geld nicht direkt an die Bedürftigen ausgezahlt, sondern – im Fall der Klassenfahrten – direkt an die für die geplante Fahrt verantwortlichen Lehrer. Finanziert werden die Hilfen, Aktivitäten und Projekte einerseits aus Mitgliedsbeiträgen und Club-Aktivitäten wie beispielsweise dem jährlichen Grill-Wettbewerb auf dem Sehnder Marktplatz sowie mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Wohltätigkeitsball. Ohne Spenden von Privatleuten, Firmen, Vereinen und Verbänden, Stadt, Banken und dem Lions-Club Lehrte wären diese aber nicht denkbar, dankte Grethe allen Unterstützern.

Von Sandra Köhler

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