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Sehnde Hindenburgstraße wird ein Jahr zur Dauerbaustelle
Aus der Region Region Hannover Sehnde Hindenburgstraße wird ein Jahr zur Dauerbaustelle
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00:30 24.03.2018
An der Einmündung zur Berliner Straße beginnen im Juni die Bauarbeiten an der Hindenburgstraße. Quelle: Michael Schütz
Ilten

Mehr als ein Jahr Bauarbeiten stehen den Iltenern und insbesondere den Anliegern der Hindenburgstraße demnächst ins Haus. Das zeigte sich im Ortsrat, der am Montagabend im alten Rathaus zusammenkam. Experten der Stadt und der Region Hannover erläuterten den Lokalpolitikern, wie der Umbau der Hauptdurchgangsstraße Iltens vonstatten gehen soll. 

Der Anlass für die Bauarbeiten ist der Plan der Regionsverwaltung, das Radwegenetz in der gesamten Region zu verbessern. In Ilten ist davon die Hindenburgstraße betroffen, die die Region als Kreisstraße 139 führt. Bevor der Ausbau beginnt, tritt jedoch die Stadt in Aktion. „Es besteht die Notwendigkeit, etwas an der Kanalisation zu tun“, erklärte Godehard Kraft, Leiter des Fachdienstes Stadtentwicklung. „Und wenn die Region die Straße ohnehin umbaut, können wir das in einem Aufwasch machen.“

Drei Stellen in der Regenwasserkanalisation seien sanierungsbedürftig, ging Tilman Siegert von den Stadtwerken ins Detail. Diese würden abschnittsweise bearbeitet. Vom 11. bis 20 Juni gehe es um die Einmündung zur Berliner Straße. „Dort wird die Fahrbahn halbseitig gesperrt und der Verkehr mit einer Ampel geregelt.“ Im Anschluss, bis zum 28. Juni, wird der Bereich zwischen Jahn- und  Rathausstraße ebenfalls halbseitig gesperrt. Danach muss dieser Bereich bis zum 9. Juli komplett abgeriegelt werden.  Vom 10. bis 24. Juli schließlich wird der Bereich westlich der Einmündung Kirchstraße bearbeitet. „Dort muss wegen der Enge der Fahrbahn komplett gesperrt werden“, sagt Siegert. Die Sanierung der Regenwasserkanäle bezifferte er auf rund 250 000 Euro. Dort, wo an einzelnen Grundstücken die Erneuerung der Anschlussleitung notwendig ist, müssen die Anlieger diese Kosten übernehmen. 

Im August starten dann die Umbauarbeiten der Region, kündigte Wiebke Schepelmann vom Team Infrastruktur im Ortsrat an. Dabei geht es in erster Linie um die Führung der Radfahrer. Die Messung der Verkehrsdichte habe ergeben, dass es für Radler in der Hindenburgstraße am sichersten sei, auf der Straße zu fahren. Allerdings sei diese nicht breit genug, um einen Schutzstreifen anzulegen. Deswegen würden die Autofahrer mit Piktogrammen auf die Radfahrer hingewiesen.

Andreas Heinen (CDU) diskutiert Einzelheiten des Umbaus mit Wiebke Schepelmann von der Region (links, am Tisch) Quelle: Michael Schütz

Weiterhin werde die Verkehrsinsel am Ortsausgang Richtung Lehrte so umgebaut, dass die Radler ortseinwärts vom Radweg auf der Südseite der Kreisstraße auf die Nordseite gelenkt werden. Der Ortsrat regte hier an, dass es den Zweiradfahrern auch erlaubt sein soll, im Süden bis zur Ampel weiterzufahren.

Nach dem Umbau werde es drei sogenannte Dunkel-Dunkel-Ampeln auf der Hindenburgstraße geben, die bei Bedarf genutzt werden können. Auch für Fußgänger gebe es kein Dauerrotlicht, sodass man die Straße auch überqueren könne, ohne die Ampel zu betätigen, sagte Schepelmanns Kollege Conrad Vinken. Die Ampeln sollen in Höhe des Deutschen Hauses, in Höhe Jahnstraße und am Ortsausgang nach Lehrte installiert werden. Der Umbau soll bis Sommer 2019 abgeschlossen sein.

Die Parkülätze am Bäcker sollen erhalten bleiben, direkt vor dem Eingang aber ein Poller gesetzt werden. Quelle: Michael Schütz

Der Ortsrat schlug vor, bei der Sanierung vor dem Bäcker einen Poller aufzustellen. „Dort parken die Autos halb auf der Straße“, sagte Fritz Wilke von den Linken. Die anderen Parkflächen an der Stelle sollten aber erhalten bleiben, mahnte CDU-Ratsherr Andreas Heinen. „Wir wollen ja, dass der Bäcker Kundschaft hat.“ 

Am Thie gibt es keine Ampel

Die Situation am Thie hat den Ortsrat Ilten am Montagabend besonders umgetrieben. „Dort wohnen viele Menschen, die zum Einkaufen über die Hindenburgstraße müssen“, meinte Andreas Heinen (CDU). Dort könnte man noch eine vierte Bedarfsampel aufstellen, zumal es auf der nördlichen Seite zwischen Bäcker und Volksbank keinen Fußweg gebe. Die Region Hannover zeigte sich aber wenig aufgeschlossen. „Mehr als drei Ampeln wird es nicht geben“, betonte Conrad Vinken, Leiter des Teams Infrastruktur. „Und die sind auch schon freiwillige Leistungen“, erinnerte Sehndes Fachdienstleiter Godehard Kraft. Die Idee, die geplante Ampel am Deutschen Haus hin zum Thie zu verschieben, und so bei drei Ampeln zu bleiben, fand Zustimmung bei der CDU. Ortsbürgermeisterin Gisela Neuse (SPD) allerdings sprach sich dagegen aus: „Der Übergang am Deutschen Haus ist genauso wichtig.“ Ein Zebrastreifen als Alternative falle aus, sagte Wiebke Schepelmann vom Team Infrastruktur: „Die müssen so stark ausgeleuchtet sein, dass zu hohe Stromkosten anfallen.“ tz

Von Michael Schütz

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