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Sehnde Jüdischer Friedhof bekommt einen neuen Zaun
Aus der Region Region Hannover Sehnde Jüdischer Friedhof bekommt einen neuen Zaun
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00:15 19.02.2017
Drei Mitarbeiter einer polnischen Firma graben am jüdischen Friedhof bei Bolzum Löcher für die neuen Zaunpfähle. Quelle: Thomas Böger
Bolzum

Auf dem Gräberfeld nördlich der Ortschaft wurden bis zum Jahr 1934 Menschen jüdischen Glaubens begraben. 40 Grabsteine geben dort noch Zeugnis von den Beigesetzten. Das Gelände ist für jedermann zugänglich, und das soll auch so bleiben, wenn der neue Zaun fertig ist, betont Bodo Gideon Riethmüller vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden. Der alte Zaun sei kaputt gewesen und habe erneuert werden müssen, sagt er. Die Finanzierung werde ausschließlich vom Landesverband und ohne öffentliche Zuschüsse getragen.

Im Juli 2014 war der jüdische Friedhof bei Bolzum in die Schlagzeilen geraten. Damals hatten Unbekannte dort drei Grabsteine umgeworfen. Der Schaden wurde seinerzeit auf 2500 Euro taxiert. Der Landesverband der jüdischen Gemeinden stellte Strafanzeige wegen Störung der Totenruhe. Zuvor hatte es mindestens 40 Jahre lang keine deratigen Vorkommnisse auf dem Gräberfeld gegeben.

Ob die Grabschändung im Juli 2014 antisemitisch motiviert war, blieb offen. Trotzdem zeigten sich viele Bolzumer und Sehnder entsetzt. Schließlich hatte sich im Juli 2014 die ehemalige Sehnderin Gerda Wassermann zum Besuch in der Stadt angesagt. Die damals 92-jährige Jüdin und Überlebende des Holocuast kam, um die für ihre von den Nazis verschleppten und ermordeten Familienmitglieder verlegten Stolpersteine an der Mittelstraße zu begutachten. Auch ein Besuch auf dem jüdischen Friedhof war vorgesehen. Der Vorfall mit den umgeworfenen Grabsteinen geschah wenige Tage vor Wassermanns Ankunft.

Von Achim Gückel und Thomas Böger

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