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Sehnde Wahrendorff-Gärtnerei legt Baumlehrpfad an
Aus der Region Region Hannover Sehnde Wahrendorff-Gärtnerei legt Baumlehrpfad an
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00:21 07.06.2018
Inmitten des Iltener Friedhofes erscheint die Feldulme als mächtiger Solitärbaum. Quelle: Sandra Köhler
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Ilten

Wer durch den Park des Klinikums Wahrendorff oder über den an der Iltener Ortsdurchfahrt gelegenen kirchlichen Friedhof spaziert, soll künftig etwas lernen können. Denn welcher Sorte die dortigen alten und einzigartigen Baumriesen angehören, das wissen wohl nur wenige Iltener – und das soll sich jetzt ändern. Die Dorff-Gärtnerei des Klinikums hat zusammen mit der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt begonnen, einen Baumlehrpfad anzulegen. „Noch sind leider nicht alle Schilder geliefert worden“, sagt der stellvertretende Gärtnereileiter Jens Landschoof: „Aber die wollen wir jetzt bis zum Herbst nach und nach ergänzen.“ Im Internet ist das Projekt indes schon unter
zu finden.

Zwölf Bäume auf dem Iltener Friedhof und 13 im seit 155 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglichen Park werden dann mit Schildern versehen sein, die ihre Art ausweisen. Doch damit nicht genug. Anhand von sogenannten QR-Codes können Besucher mit ihren Handy nicht nur den Standort des nächsten Baumes und anderer Baumlehrpfade abrufen. Sie erhalten auch Auskunft über die Art des Baumes, seine Herkunft, sein Aussehen in allen vier Jahreszeiten sowie seine Früchte und sein Laub. „Zu manchen kann man sich sogar Videos ansehen“, wirbt Landschoof: „Das ist nicht nur für unsere Bewohner im Klinikum gedacht, sondern speziell auch für Kinder.“

Denn, so Landschoofs Idee, besonders der Nachwuchs soll vom Baumlehrpfad profitieren. Ältere Menschen, die kein Handy haben, könnten indes auch einen Ausflug mit ihren Kindern oder Enkeln machen und solcherart etwas gemeinsam erleben. Auch für Schulklassen könne der neue Baumlehrpfad ein Ausflugsziel sein: „Um 12 Bäume abzulaufen und sich damit zu beschäftigen, benötigt man etwa anderthalb Stunden“, sagt Landschoof. Dass man dafür auch über den Friedhof spazieren muss, sieht er als nicht allzu problematisch an: „Man muss den Kindern vorher natürlich erklären, dass sie dort nicht rennen und toben dürfen.“

Bei der Auswahl der Bäume für den Lehrpfad seien typische Arten wie etwa die Birke mit ihrem schwarz-weißen Stamm, die Eibe mit ihren schön anzusehenden aber giftigen Früchten, deren Holz früher zum Bogenbau benutzt wurde, und die von einem Wurzelpilz bedrohte Ulme ausgewählt worden. Aber auch örtliche Besonderheiten wie der wohl größte Buchsbaum in Niedersachsen und der Mammutbaum an der Juliane-Wahrendorff-Klinik, der jetzt schon über das Ortsbild hinaus rage, seien einbezogen worden.

Da nahezu alle Bäume auf dem um 1850/1860 angelegten Friedhof bei der Anlage der entsprechenden Grabanlagen gepflanzt worden seien, ließe sich deren Alter gut beziffern, sagt Landschoof: „Die Kanadische Hemlocktanne an der Grabanlage der Familie Prüße stammt etwa aus dem Jahr 1873/74. Dass sie sehr alt ist, sieht man auch am Efeu, das sich schenkeldick um den Baum herumrankt.“

Baumkletterer pflegen Ahorn an Barockkirche

Baumpflege ist eine notwendige, aber nicht immer eine einfache Aufgabe. Denn speziell auf Friedhöfen ist es nicht immer möglich, eine Arbeitsbühne einzusetzen. Und dabei gehe es nicht nur um Maßstäbe der Ethik und Pietät. „Meist ist der Platz sehr begrenzt. Und der Boden ist nicht tragfähig genug, wenn das Gewicht eines Ausliegers punktuell auf eine Stelle wirkt“, sagt Jens Landschoof von der Dorff-Gärtnerei Wahrendorff. An solchen Orten kommen dann, der Sicherheit wegen in Zweierteams, sogenannte Baumkletterer zu Einsatz. Wie etwa an der Barockkirche in Ilten. „Der Ahorn auf dem Friedhof hat in der Krone eine Bruchstelle. Dort könnte sich das Wasser sammeln und der Baum faulen. Deshalb schauen die Kollegen jetzt, ob sie die Verletzung mit einem gezielten Schnitt verkleinern können“, erklärt Landschoof die Pflegearbeiten. ks

Von Sandra Köhler

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