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Sehnde Kapelle in Evern wird zum Wohnhaus umgebaut
Aus der Region Region Hannover Sehnde Kapelle in Evern wird zum Wohnhaus umgebaut
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12:56 07.11.2018
Immobilienmakler und Bauträger Sebastian Fesser und seine Assistentin Laura Hagenow schauen auf der Baustelle nach dem Rechten. Quelle: Katja Eggers
Evern

Die frühere Magdalenenkapelle in Evern ist derzeit eine Baustelle. Immobilienmakler und Bauträger Sebastian Fesser lässt das ehemalige Gotteshaus seit Mitte Oktober aufwendig umgestalten. Bis Ende März soll aus der einstigen katholischen Kirche ein modernes Luxus-Loft werden. „Dort zu wohnen, ist schon etwas ganz Besonderes“, sagt Janko Sturm, der neue Eigentümer der ungewöhnlichen Immobilie. Schon beim ersten Besichtigungstermin haben er und seine Frau Tanja Bösche-Sturm sich in das Gebäude verliebt. „Die Kaufentscheidung fiel sehr spontan“, berichtet Sturm.

Reizvoll findet der neue Eigentümer vor allem die offene Bauweise der Räumlichkeiten und die Möglichkeit der individuellen Mitgestaltung. Derzeit wohnt das Paar noch in einem Reihenhaus in Ilten, Fesser hat die Immobilie aber bereits verkauft. „Wir tauschen unser Reihenhaus jetzt gegen eine Kirche“, sagt Sturm und lacht. Zusammen mit Fesser hat er eine umfangreiche Sanierung geplant. Einiges ist bereits geschafft, vieles steht noch aus. „Bis auf das Dach, das nach einem Sturm eh neu gedeckt wurde, fassen wir eigentlich alles an“, sagt Fesser.

In der einstigen Kapelle sind die Bauarbeiten schon recht fortgeschritten. Quelle: Katja Eggers

Er hat das Gebäude zunächst komplett entkernen lassen. Die beiden Emporen über dem Altarraum und über dem Eingang sowie die gesamte Decke und der alte Fußboden wurden entfernt. Die Heizanstriche der Carbonheizung sind derweil bereits an den Wänden angebracht. „Geheizt wird hier künftig mit Infrarot und zusätzlicher Fußbodenheizung“, erklärt Fesser. Als nächstes sollen die Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser verlegt werden.

Das einstige Gotteshaus wird zudem dunkles Parkett bekommen. Für viel Licht sollen bodentiefe Fenster zum Garten hin und große Dachfenster sorgen. Die beiden Emporen lässt Fesser neu bauen. Die Sturms möchten dort künftig ein Arbeitszimmer und ihr Schlafzimmer einrichten. Im Erdgeschoss lassen sie den Eingang verlegen und Innenwände ziehen. Dort sollen der große offene Wohnbereich, ein Hauswirtschaftsraum, das Gäste-WC, ein Bade- und ein Ankleidezimmer entstehen. Janko Sturm hat sich zudem für ein Smarthome-System entschieden.

Die Fassade des ehemaligen Gotteshaus soll später in Weiß gestaltet werden. Quelle: Katja Eggers

Im Außenbereich haben mittlerweile die Erdarbeiten begonnen. Die Fassade soll künftig in Weiß erstrahlen. Geplant sind auf dem rund 1000 Quadratmeter großen Grundstück zudem ein Doppelcarport und zwei Parkplätze.

Zur Erinnerung: Sakrales bleibt erhalten

Die einstige Magdalenenkapelle in Evern wird derzeit zwar komplett umgebaut. Wenn Janko Sturm und seine Frau Tanja Bösche-Sturm dort im Frühjahr 2019 einziehen, sollen sakrale Elemente des seit 2010 profanierten Gotteshauses jedoch erhalten bleiben. So wird etwa der frühere Wandaltar, der nur noch teilweise besteht, wieder hergerichtet. Um ihn herum lassen die neuen Eigentümer eine Wohnküche entstehen. Immobilienmakler und Bauträger Sebastian Fesser hat bei Aufräumarbeiten zudem eine Flasche Messwein von 1997 gefunden. „Die soll später in den Altar integriert werden“, verrät er. Zwei Weihwasserschalen wollen die Sturms nach dem Umbau ebenfalls wieder installieren.

Mit dem Erhalt der kirchlichen Elemente zollen die neuen Eigentümer dem einstigen Gotteshaus Respekt. „Das ist eine Remineszenz an das Alte“, betont Sturm. Die Jesusfigur des Altars und die historischen Kirchenfenster hat laut Fesser jedoch die katholische Kirche mitgenommen. Auch das Kreuz, das einst das Kapellendach zierte, ist nicht mehr da. Gefunden hat Fesser stattdessen alte Ährenzweige im Dachstuhl. „Die wurden 1954 nach altem Zimmermannsbrauch wohl beim Bau eingefügt und sollten Glück bringen“, meint Fesser – und will die Ähren auch wieder ins neue Dach integrieren.

Von Katja Eggers

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