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Sehnde Helfer putzen die Höverschen Kippen heraus
Aus der Region Region Hannover Sehnde Helfer putzen die Höverschen Kippen heraus
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14:13 31.01.2019
Fleißig schaufeln Elisabeth Stenzel (von links), Isabell Kulla und Christoph Stenzel abgemähte Gräser auf die Planen. Quelle: Laura Beigel
Höver

Laut schallt das Geräusch der Kettensägen über das Gelände der Höverschen Kippen. Der Lärm kommt von einer großen Lichtung, nur wenige Meter entfernt vom Mittellandkanal. Hier ist man an diesem Tag schon in den frühen Morgenstunden fleißig: 15 Freiwillige der ortsansässigen AG Naturschutz des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kümmern sich um die Landschaftspflege der Kippen. Alt und Jung arbeiten Hand in Hand, um die Kalkmergelhügel am östlichen Stadtrand von Hannover instand zu halten. Es wird gesägt, gemäht und gekehrt. Und zwar 15 bis 20 Mal pro Jahr. „Wir kommen bestimmt auf jährlich 500 bis 1000 Arbeitsstunden“, rechnet AG-Mitglied Karsten Poschadel aus.

Ingo Lokotsch bringt mit der Kettensäge die Bäume in Form. Quelle: Laura Beigel

Rund 12 Hektar umfasst das gesamte Gelände, das an diesem Morgen eine Auffrischung erhält. „Wenn wir hier nicht tätig sein würden, wäre später alles zugewachsen“, verdeutlicht Poschadel. Dieser Wuchs würde kleine Pflanzen wie Schlüsselblumen, Enzian oder Veilchen überwuchern, so dass ihnen Sonnenlicht fehle. Um dem entgegenzuwirken, bekommt Poschadel Unterstützung von vielen fleißigen Helfern – sogar aus Großburgwedel, Laatzen und Misburg.

Auch junge Helfer engagieren sich

Darunter sind auch einige sehr junge Naturliebhaber. Der 16-jährige Matthias Kulla etwa hat sich voller Tatendrang den Rasenmäher ausgesucht, den er nun über das unebene Gelände schiebt. „Hier kann ich mich wenigstens bewegen und arbeiten“, sagt Matthias: „Zu Hause würde ich vielleicht nur herumsitzen.“ Auch seine Schwester Isabell packt mit an. Gemeinsam mit Elisabeth und Christoph Stenzel kehrt sie abgemähte Gräser zusammen. „Unseren Garten können wir nicht so umgraben, wie wir das hier machen“, meint Isabell mit einem Lächeln auf den Lippen.

Der 16-jährige Matthias Kulla mäht das Gras auf dem unebenen Gelände. Quelle: Laura Beigel

Besonders schwierig zu bearbeiten sind die teils steilen Hänge. Aber auch dort müssen die Höverschen Kippen herausgeputzt und hochgewachsene Gräser gestutzt werden. Darum kümmert sich Andreas Tangen. Mit einem Rasentrimmer bekämpft er den Wildwuchs. Da es am Vortag geregnet hat, ist bei dem matschigen Waldboden besondere Vorsicht geboten. „Diese Arbeit ist etwas anderes als meine Tätigkeit im Büro“, sagt Tangen, der nach mehreren Metern leicht aus der Puste ist.

Mit dem Rasentrimmer bearbeitet Andreas Tangen die zugewachsenen Hänge. Quelle: Laura Beigel

Und obwohl noch jede Menge Arbeit bevorsteht, lassen sich die Naturliebhaber nicht entmutigen. „Es sind alle mit Feuer und Eifer dabei“, lobt Karsten Poschadel seine Helfer. Auch für Februar sind schon Einsätze geplant. Die sollen dann an jedem Sonntag stattfinden. Wer Lust bekommen hat, sich für die Pflege der Höverschen Kippen zu engagieren, kann sich bei Karsten Poschadel unter Telefon (05132) 6279 melden.

Von Laura Beigel

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