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Sehnde Grundstein für neue Wahrendorff-Klinik gelegt
Aus der Region Region Hannover Sehnde Grundstein für neue Wahrendorff-Klinik gelegt
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17:39 07.12.2018
Legen den Grundstein: Geschäftsführer Rainer Brase (von links), Architekt Jan Soltau, Geschäftsführer Matthias Wilkening und Sozialministerin Carola Reimann. Quelle: Oliver Kühn
Köthenwald

 Der erste Akt ist vollbracht: Im Beisein von Carola Reimann (SPD), niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, hat das Klinikum Wahrendorff am Freitagnachmittag den Grundstein für seine neue Zentralklinik in Köthenwald gelegt. Auf fast 15.000 Quadratmetern entsteht für 70 Millionen Euro ein Komplex aus fünf Häusern mit 300 Betten und 34 tagesklinischen Plätzen, Therapiebereich, Sporthalle sowie einem Speisesaal. Von den Baukosten in Höhe von rund 70 Millionen Euro übernimmt das Land 48 Millionen. In drei Jahren sollen dort die ersten Patienten behandelt werden.

Das Gelände erstreckt sich über fast 15 000 Quadratmeter. Quelle: Oliver Kühn

Die neue Klinik im Herzen Köthenwalds sei der größte zusammenhängende Psychiatrie-Neubau in Niedersachsen, der mit Landesmitteln gefördert wird, hob Reimann die Dimension der neuen Zentralklinik hervor. Ein „eigenständiges kleines Dorf“, wie es Architekt Jan Soltau nannte.

Derzeit betreibt das Klinikum sein „Fachkrankenhaus für die Seele“, wie sich Wahrendorff selbst nennt, noch in sieben verteilten Gebäuden in Ilten und Köthenwald. 1200 Mitarbeiter werden an dem neuen Standort am Großen Knickweg beschäftigt sein, damit ist Wahrendorff der größte Arbeitgeber in Sehnde. Mit dem Neubau und den Stationen mit Hotel-Charakter biete die Klinik gleichermaßen Teilhabe und Rückzugsmöglichkeiten für seine Patienten, sagte Reimann. Für das Land sei Wahrendorff stets ein erfahrener und verlässlicher Partner gewesen. „Wir haben als Land so viel Geld in die Hand genommen, weil uns das dahinterstehende Konzept überzeugt hat“, lobte die Ministerin. Denn mittlerweile seien psychische Leiden die zweithäufigste Art von Erkrankungen.

So soll der Eingang des Neubaukomplexes aussehen. Quelle: Klinikum Wahrendorff

Die Planungen für den fünfteiligen Neubau mit neun Stationen haben vor vier Jahren begonnen. In dem großen Speisesaal können alle Patienten wie in einem Restaurant gemeinsam essen gehen. Auf den Stationen gibt es nur Ein- und Zweibettzimmer mit privater Atmosphäre, und die Therapien, Arztgespräche sowie Sport und Fitnessangebote finden in eigenen Bereichen wie etwa in der Turnhalle statt, die inmitten des Gebäudekomplexes platziert ist.

Die Klinik solle ein „Ort der Zuflucht“ für Menschen sein, die aus der Norm fallen, betonte Geschäftsführer Matthias Wilkening – so wie es schon Gründer Ferdinand Wahrendorff vor mehr als 150 Jahren als Leitmotiv vorgegeben habe. Man wolle für jeden möglichst eine Spezialtherapie anbieten, ob er sich „wie Napoleon fühle“, depressiv sei oder Platzangst habe.

Städtebaulich werden die fünf Gebäudeteile wie Häuser um einen zentralen Innenhof platziert und auf drei Etagen jeweils durch einen Rundgang, kurz Loop genannt, verbunden. Von dort sind Blicke in den Innenhof, über das Foyer zum Vorplatz oder auf die offene Landschaft möglich. Der Speisesaal ist über eine Terrasse mit der südlich gelegenen Parkanlage verbunden. Beim Übergang zwischen drinnen und draußen, zwischen privat, behütet und öffentlicher Gemeinschaft könnten die Bewohner wieder „Leben üben“ wie es Geschäftsführer Rainer Brase formuliert. Dieser Neubau in seiner Stadt mache ihn stolz und zufrieden, sagte Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke.

Von Oliver Kühn

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