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Sehnde Mopedfreunde knattern nach Fehmarn
Aus der Region Region Hannover Sehnde Mopedfreunde knattern nach Fehmarn
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17:56 25.06.2018
Im Hintergrund ist die Fehmarnsundbrücke zu sehen: Der Ausflug an die Ostsee beschert den Mopedfreunden aus Sehnde unvergessliche Eindrücke. Quelle: privat
Sehnde

Mit ihren Kult-Mopeds wie Kreidler und Zündapp haben sie auf der Ostseeinsel Fehmarn für Aufsehen gesorgt: Dorthin sind Bernd Richter und seine ebenso von Zweitaktern begeisterten Kumpels aus den Sehnder Ortsteilen Rethmar, Evern, Haimar sowie der Gemeinde Algermissen im Nachbarkreis Hildesheim kürzlich geknattert. „Wo auch immer wir auftauchten und unsere Maschinen abstellten, sammelten sich die Menschen“, freut sich Richter, mit 66 Jahren der Oldie des PS-Nostalgiker-Freundeskreises: „Da hätten wer weiß was für Motorräder daneben stehen können, die hätten keinen interessiert.“

Ein Muss: Der Besuch des Gedenksteins, der 1997 zur Erinnerung an den letzten Festival-Auftritt von Jimi Hendrix beim Love-and-Peace-Festival 1970 auf Fehmarn aufgestellt wurde. Quelle: privat

Aus den Worten Richters klingt echter Stolz. Rund 800 Kilometer haben die neun Männer im Alter von 44 bis 66 Jahren während ihrer Ostseetour auf den schmalen Sitzbänken verbracht. Und jede Menge unvergesslicher Eindrücke mitgebracht. So besuchten sie den Gedenkstein, der an den letzten Festival-Auftritt der Gitarrenlegende Jimi Hendrix erinnert: Dieser hatte 1970 bei dem von 25 000 Menschen besuchten Love-and-Peace-Festival am Leuchtturm Flügge auf Fehmarn gespielt.

Kreidler, Zündapp, Hercules und die Simson Schwalbe: Bereits als Jugendliche waren der Rethmarer und seine Freunde der Faszination der Kleinkrafträder mit maximal 50 Kubik erlegen: „Wir sind die damals mit 16 schon selber gefahren“, erinnert sich Richter. „Auch wenn sie ziemlich teuer waren für jemanden, der gerade erst seine Lehre begonnen hatte.“ Irgendwann war das Thema im Männergespräch auf die Zweiräder gekommen. Und da hatte sich herausgestellt, dass doch einige ihre Schätzchen noch besitzen. Seither gebe es regelmäßige gemeinsame Ausfahrten – und einmal im Jahr eine große Tour. Die natürlich mit den Partnerinnen abgesprochen werde, sagt Richter. Im letzten Jahr ging es zum Kyffhäuser, diesmal war die Ostsee das Ziel.

Gruppenbild kurz vor der Heimfahrt: Die Mopeds und ihre Besitzer. Quelle: privat

„Kommt ihr hier aus der Nähe?“, seien sie an der Küste öfter angesprochen worden. Um dann auf ihr „Ja, wir kommen aus Hannover“ ein ungläubiges „Ihr seid doch bekloppt“ zu ernten, berichtet Richter schmunzelnd. In der Tat sei die Tour mit ihren 310 Kilometern von Sehnde nach Fehmarn nicht ganz ohne gewesen. „Auf der Rückreise haben wir alle 40 Kilometer Pause gemacht, weil der Hintern doch ganz schön brannte“, verrät der Kreidler-Besitzer. Doch die Maschinen hätten treu und brav durchgehalten. Der Service-Wagen mit dem Mechaniker mit Spitznamen Molto war nur zum Nachtanken des Zweitakter-Sprits von Nöten.

Auf der Rückfahrt gibt es die eine oder andere Pause mehr. Quelle: privat

Auf der Fehmarnsundbrücke hatte die Gruppe kurz angehalten, um ein Foto zu machen. Aber „mit all den Lastwagen, die da an uns vorbeibrausten“, sei es der Truppe doch schnell mulmig geworden, sagt Richter und kramt tiefer im Anekdoten-Schatzkästlein: „In Lübeck haben wir uns verfahren und sind in einem mautpflichtigen Tunnel gelandet – den haben wir dann auf dem Fahrradweg umfahren.“ Selbst die Polizei, die ihnen just in diesem Moment entgegenkam, habe sie nicht gerügt. Sondern angesichts der sehr speziellen Truppe ein Lächeln auf den Lippen gehabt, beteuert der Moped-Liebhaber.

Von Sandra Köhler

Helfen, wo Menschen Hilfe brauchen: Dafür steht der Civitan Club Sehnde seit 20 Jahren. Egal, ob Sehnder Tafel, Einzelfallhilfe, Prävention gegen sexualisierte Gewalt oder Flüchtlingshilfe.

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