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Sehnde SPD nominiert Kruse als Bürgermeisterkandidat
Aus der Region Region Hannover Sehnde SPD nominiert Kruse als Bürgermeisterkandidat
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13:44 03.11.2018
Die SPD schickt Olaf Kruse (Mitte) ins Rennen ums Rathaus, hier flankiert von der Ortsvereinsvorsitzenden Silke Lesemann und ihrem Stellvertreter Max Digwa. Quelle: Michael Schütz
Sehnde

Mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden und Wehminger Ortsbürgermeister Olaf Kruse schickt die SPD ein kommunalpolitisches Schwergewicht ins Rennen um das Rathaus. Am 26. Mai 2019 können die Sehnder nicht nur über das Europaparlament abstimmen, sondern auch darüber, wer in den nächsten Jahren den Posten des Bürgermeisters in der Stadt bekleidet. Die CDU hatte vor einiger Zeit bereits den jetzigen Amtsinhaber Carl Jürgen Lehrke benannt. Jetzt hat der Ortsverein der Sozialdemokraten Kruse bei einer Enthaltung einstimmig auf den Kandidatenschild gehoben. Einen Gegenkandidaten gab es bei der Versammlung im Gutshof Rethmar nicht.

Der 56-jährige Wehminger hat seit 2001 sowohl im Stadtrat als auch im Ortsrat Wehmingen einen Sitz. Er ist seit fünf Jahren Fraktionsvorsitzender im Rat und seit 2016 Ortsbürgermeister. Aufgewachsen ist Kruse in Bolzum. 1996 ist er nach Wehmingen gezogen und engagiert sich dort neben der Kommunalpolitik auch ehrenamtlich in der Ortsfeuerwehr. Der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte und diplomierte Verwaltungswirt arbeitet seit 1984 bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) in Hannover und hat dort bundesweit Projekte aufgebaut und betreut. Kruse ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder.

Die berufliche Tätigkeit Kruses bringe es mit sich, dass er über viel Verwaltungserfahrung verfüge, sagte die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Silke Lesemann. „Er kann ein Rathaus führen.“ Das sei ein entscheidendes Kriterium für die Wahl gewesen. Im Rathaus selbst sieht der frischgekürte Kandidat auch eines seiner Betätigungsfelder als Bürgermeister. Die Arbeit an der Nordstraße soll näher am Bürger sein, etwa indem die Sehnder vieles online erledigen können. „Auf die Digitalisierung müssen die Mitarbeiter vorbereitet werden“, sagt der Kandidat. Zusätzlich müsse auch neues Personal gefunden werden. Hierzu habe die SPD auch ein Personalentwicklungskonzept erarbeitet.

Die Weiterentwicklung der Stadt liege ihm am Herzen, sagt Kruse. In den vergangenen Jahren sei in Sachen Zuzug zu wenig geschehen. „Erst mit dem Baugebiet Kleines Öhr tut sich wieder was.“ Er wolle die Stadtentwicklung fördern, gleichzeitig aber darauf achten, dass die Infrastruktur mit dem Zuzug neuer Bürger wächst. Derzeit sei eine Kitabedarfsplanung schon fast wieder überholt, wenn sie beschlossen werde. „Da müssen wir konzeptionell besser rangehen.“ Gleiches gelte für Einkaufsmöglichkeiten in der Kernstadt und auf den Dörfern. Ebenfalls müsse die Möglichkeit für ältere Menschen geschaffen werden, aus zu groß gewordenen Häusern in kleinere Wohnungen vor Ort zu ziehen. Eine Lückenbebauung, aber auch ein Ankauf freier Flächen für Wohngebäude, könnte helfen.

Die Wirtschaft in Sehnde stagniere derzeit, findet Kruse. „In den letzten Jahren hat es keine nennenswerte Firmenansiedlung gegeben.“ Als Anreiz dafür müsste beispielsweise die Fläche an der kommunalen Entlastungsstraße zügig umgesetzt werden. Ein Sorgenkind sieht Kruse in der Mittelstraße, wo es Leerstände und wenig Publikumsverkehr gibt. „Diese Straße ist auch für die Ortsteile ganz wichtig.“ Ein fertiges Konzept zur Belebung habe er zwar auch noch nicht, aber das Thema müsse groß angegangen werden: „10.000 Euro reichen da nicht.“

Schwer gefallen sei es ihm nicht, zur Kandidatur anzutreten, sagte Kruse. Damit kritisierte er auch Lehrke, der nach eigenen Angaben lange überlegt habe, noch einmal anzutreten. „Entweder man will weitermachen oder nicht“, äußerte er Unverständnis. „Wir sind es leid, nur reagieren zu können“, meinte der Sozialdemokrat. „Wir wollen Dinge angehen.“ Dazu will er im Frühjahr intensiven Wahlkampf an Ständen und bei regelmäßigen Sprechstunden machen. Außerdem werde er an vielen Sehnder Türen klingeln, um mit den Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen.

Von Michael Schütz

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