Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sehnde Schau rückt Rethmars Patentamt in den Fokus
Aus der Region Region Hannover Sehnde Schau rückt Rethmars Patentamt in den Fokus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 01.06.2017
"Hier wurde Pionierarbeit geleistet": Reinhard Großkopf (links) lässt sich von Ausstellungsorganisator Bernd Reitemeyer anhand von Infotafeln die Historie des Bundessortenamtes erklären. Quelle: Katja Eggers
Rethmar

"Das Bundessortenamt ist so etwas wie das Patentamt für neue Züchtungen. Die Prüfstelle in Rethmar war von 1945 bis 2015 Zentrum des Saat- und Sortenwesens für Westdeutschland", erklärte Bernd Reitemeyer bei der Ausstellungseröffnung. In Rethmar wurde entschieden, welche Pflanzensorten auf Feldern und in Gärten angebaut werden durften. Im Jahr 2015 wurde die Prüfstelle am Rand von Rethmar jedoch geschlossen, die Zentrale befindet sich weiterhin in Hannover. "Früher wurde das Saatgut mit alten Geräten geprüft, heute passiert das mit dem Computer", berichtete Elmar Pfülb, der die Niederlassung in Rethmar von 1991 bis 2000 geleitet hat und heute im Bundessortenamt Verwaltungsleiter ist.

In der Ausstellung im Regionalmuseum können die Besucher nun jede Menge historische Geräte bestaunen: Mit einem Tenderometer wurden in den Fünfzigerjahren etwa der Reife- und Zartheitsgrad von Gemüse bestimmt. Das Refraktometer ermittelte den Zuckergehalt in Zuckerrüben und Erbsen, und mit dem Beerenkamm wurden Beeren geerntet. Die Geräte stammten aus dem Bundessortenamt. Dies hatte für die Schau zudem etliche Bilder und Nutzpflanzensorten zur Verfügung gestellt, darunter Bohnen- und Erbsensaat aus den Jahren 1953 und 1954.

Reitemeyer hat die Ausstellung in drei große Themengebiete aufgeteilt. Die Geschichte des Bundessortenamtes ist auf Infotafeln zu lesen. Die Schau widmet sich zudem der Geschichte des Saatgutes und Sortenwesens. In dritten Teil geht es um die Vielfalt und den Erhalt alter Sorten. Letzteres liegt Reitemeyer besonders am Herzen. Der Sehnder gehört nicht nur dem Museumsverein an, sondern ist auch leidenschaftlicher Hobbygärtner und baut historische Sorten an, die heute kaum noch bekannt und in Geschäften nicht zu kaufen sind. In der Ausstellung können sich die Besucher daher über alte Sorten wie die Zuckererbse Früher Heinrich, Taschenmelone Königin Anne, Rottenburger Hopfen und die Tomate Roter Heinz informieren.

Die Ausstellung ist noch bis zum 27. August zu sehen. Das Museum auf dem Gutshof in Rethmar öffnet an Sonn- und Feiertagen von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Von Katja Eggers

Einblicke in die Hühnerhaltung haben Besucher am Sonntag auf dem Eierhof Bartels in Bilm bekommen. Der Familienbetrieb feierte sein 50-jähriges Bestehen mit Besichtigungen der mobilen Hühnerställe, Hofführungen und Vorträgen.

31.05.2017

In Rethmar flammt eine politische Diskussion um die Sicherheit der Kinder auf den Schulwegen auf. "Rethmars Schulwege sind sicher", sagt die CDU-Fraktion im Ortsrat und regiert damit auf einen Vorstoß der SPD für einen Weg zur Schule durch ein mögliches Neubaugebiet am Ostrand des Dorfs.

Achim Gückel 31.05.2017

Zufriedene Gesichter sah man am Wochenende bei der Schützengesellschaft Höver. Drei Tage lang hat das Dorf bei warmen Sommerwetter seine neue Majestäten gefeiert. Dabei verlief das Fest nach einem furiosen Auftakt mit den DSDS-Teilnehmern Alex Jahnke und Chanelle am Freitag später in ruhigeren Bahnen.

31.05.2017