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Sehnde Bolzum: AWO feiert Richtfest für Senioren-Servicehaus
Aus der Region Region Hannover Sehnde Bolzum: AWO feiert Richtfest für Senioren-Servicehaus
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00:18 11.02.2019
Beim Richtfest der AWO in Bolzum hören die Gäste den Richtspruch von Zimmermann Andreas Erdmann, der dafür auf dem Gerüst steht. Quelle: Katja Eggers
Bolzum

Großer Bahnhof im kleinen Bolzum: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover hat am Freitag Richtfest für ihr Servicehaus für Senioren am Meffertweg/Ecke Marktstraße gefeiert. Auf der Baustelle versammelten sich zahlreiche Gäste aus Politik, Rat und Verwaltung sowie Handwerker, Architekten und Nachbarn, um sich über den Baufortschritt zu informieren, den Rohbau zu besichtigen und den Richtspruch von Zimmermann Andreas Erdmann zu hören.

Auch Birgit Honé, Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung, spricht ein Grußwort. Quelle: Katja Eggers

Unter den Gästen war zudem keine Geringere als Birgit Honé, Niedersachsens Ministerin für Europaangelegenheiten und regionale Entwicklung. Die Politikerin hatte allerdings keinen weiten Weg - sie wohnt direkt um die Ecke. Von dem neuen Bauprojekt mit seinen drei Säulen Wohnen, Tagespflege und Pflegewohngemeinschaft war sie äußerst begeistert. „Das ist auch eine Investition in meine persönliche Zukunft“, sagte Honé augenzwinkernd in ihrem Grußwort, schließlich würde auch sie immer älter werden.

Leben im Alter attraktiv gestalten

Das Servicehaus für Senioren greife das Thema demografischer Wandel, ein Kernthema ihres Ministeriums, auf und zeige, wie Leben und Wohnen im Alter heute attraktiv gestaltet werden könnten. Gerade im ländlichen Raum sei es viel schwieriger alt zu werden als in der Stadt. „Denken Sie nur an Einkaufen, Ärzte oder Teilhabe am kulturellen Leben“, sagte die Ministerin. Pflegebedürftige Menschen müssten oft zwangsläufig umziehen. Ein Einrichtung wie das neue Servicehaus biete da die nötige Unterstützung.

Richtspruch in luftiger Höhe: Zimmermann Andreas Erdmann erhebt auf dem Gerüst das Glas auf den Neubau. Quelle: Katja Eggers

„Im Servicehaus in Bolzum können Menschen nun dort alt werden, wo sie es möchten und wo sie ihre Wurzeln haben“, betonte auch Sehndes Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Andrea Hanke, Sozialdezernentin der Region Hannover, erklärte, dass Bolzum beim altersgerechten Wohnen „ganz weit vorn“ sei und das neue Bauprojekt der AWO den Älteren Möglichkeiten biete, sich im Ort mit Vereinen und Verbänden zu vernetzen. „Ältere sind hier nicht an den Rand gedrängt“, betonte Hanke. Bolzums Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann, die gleichzeitig auch AWO-Vorsitzende in der Region Hannover ist, freute sich, dass das Servicehaus das Dorf aufwerte und belebe – der Neubau entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Bolzumer Stuben, die jahrelang leer gestanden hat.

Wohnungen im Obergeschoss, Tagespflege im Erdgeschoss

Auf dem rund 2100 Quadratmeter großen Grundstück wird seit August 2018 eine Wohnanlage mit elf seniorengerechten barrierefreien Wohnungen im Obergeschoss gebaut, eine der Wohnungen ist speziell für Rollstuhlfahrer konstruiert. Die Wohnungen sind zwischen 52 und 65 Quadratmetern groß. Zwei 45 Quadratmeter große Wohneinheiten werden von der Region Hannover besonders gefördert. Im Erdgeschoss wird derweil eine Tagespflege für 15 Personen errichtet. Der Gruppenraum kann abends auch von der Hausgemeinschaft genutzt werden.

Dirk von der Osten, Geschäftsführer der AWO Jugend- und Sozialdienste, begrüßt die zahlreich erschienenen Gäste im künftigen Gruppenraum der neuen Einrichtung. Quelle: Katja Eggers

Darüber hinaus wird das Servicehaus eine ambulant betreute Pflegewohngemeinschaft für zwölf Bewohner beheimaten. Die AWO kooperiert dabei mit dem Pflegeteam Sehnde. „Pflegebedürftige können so in ihrem angestammten Dorf wohnen bleiben und müssen nicht weiter weg in ein Heim ziehen“, betonte Dirk von der Osten, Geschäftsführer der AWO Jugend- und Sozialdienste.

Von Katja Eggers

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