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Sehnde Scheunenbrand Rethmar: 700.000 Euro Schaden
Aus der Region Region Hannover Sehnde Scheunenbrand Rethmar: 700.000 Euro Schaden
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12:44 01.07.2018
In Rethmar hat Sonnabendmorgen eine Scheune gebrannt. Quelle: privat
Rethmar

Ein Großbrand in Rethmar hat am Sonnabendvormittag 165 Einsatzkräfte auf Trab gehalten. In der Straße An der Kirche ist eine Scheune in Flammen aufgegangen. Von dem Backsteingebäude mit Ziegeldach stehen nur noch die Grundmauern. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Nachmittag hinein. Die Brandursache ist noch unklar, den Schaden schätzt die Polizei auf rund 700.000 Euro.

„Die Situation war am Anfang sehr kritisch, weil die Häuser dort so dicht stehen“, erklärte Rethmars ehemaliger Ortsbrandmeister Diethelm Huch. Die Feuerwehr war daher vor allem bemüht, dass die Flammen nicht auf das benachbarte Wohnhaus übergreifen. „Zum Glück kam der Wind aus östlicher Richtung, bei Westwind hätte die Sache anders ausgesehen“, betonte Huch. Das Wohnhaus habe daher gerettet werden können. Durch die starke Hitzeentwicklung seien lediglich ein paar Fensterscheiben gesprungen. Die Scheune ist laut Huch hingegen „ein Totalschaden“. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Huch war nach der Alarmierung um 9.48 Uhr einer der ersten vor Ort gewesen. „Ich wohne nur ein paar hundert Meter weiter und als ich vor die Tür trat, stand die Scheune bereits komplett in Flammen“, berichtete er. 165 Einsatzkräfte bekämpften den Brand, sie kamen vor allem aus zwölf von 14 Sehnder Ortsfeuerwehren. Allein 45 von ihnen gehörten zur Feuerwehr Rethmar. Weil die Feuerwache gerade einmal 250 Meter vom Brandort entfernt ist, waren die Helfer in Windeseile vor Ort und konnten Schlimmeres verhindern.

Hilfe von anderen Feuerwehren

Unterstützung kam unter anderem von der Feuerwehr Immensen, die mit einem speziellen Logistikfahrzeug und vielen Schläuchen anrückte. Die waren nötig, weil es Probleme mit der Wasserversorgung gab. Weil der Wasserdruck im Osten Sehndes relativ niedrig ist, musste die Feuerwehr den mehr als einen Kilometer entfernten Mittellandkanal anzapfen und von dort eine lange Wasserleitung legen.

Aus Sehnde war die große Drehleiter im Einsatz. Weil sämtliche Feuerwehrfahrezuge aus dem Stadtgebiet benötigt wurden, musste eine für den Vormittag geplant Ferienpass-Aktion kurzfristig abgesagt werden. „Eigentlich hatte für die Kinder eine Sternfahrt mit mehreren Feuerwehrautos zu verschiedenen Feuerwehrhäusern auf dem Programm gestanden“, erklärte Huch. In Ilten sollte es ein gemeinsames Mittagessen geben. „Die Verpflegung mit Nudeln und Bologneses0ße haben wir dann für unsere Einsatzkräfte genutzt“, berichtete Huch.

Anwohner wurden bei dem schweren Feuer nicht verletzt. Drei Feuerwehrleute mussten sich jedoch in ärztliche Behandlung begeben. Ein Helfer aus Dolgen hatte sich bei dem Einsatz auf dem Scheunendach leicht am Bein verletzt, ein Feuerwehrmann aus Rethmar erlitt aufgrund der Hitze einen Kreislaufkollaps, ein weiterer war mit dem Fuß umgeknickt.

Polizei sperrt Ruine ab

Für die 79-jährige Bewohnerin des benachbarten Hauses war der Brand ein Schock. „Meine Mutter hat in ihrer Kindheit erlebt, wie ihr Hof abgebrannt ist, da kamen jetzt Erinnerungen wieder hoch“, sagte Sohn Heiner Hüsich. Wie es zu dem Feuer gekommen sein könnte, kann er sich nicht erklären. Die Scheune sei schon lange nicht mehr landwirtschaftlich genutzt worden, sondern habe als eine Hobbywerkstatt zum Reparieren alter Autos gedient. Die Fahrzeuge und weitere Gerätschaften sind nach Angaben der Polizei ebenfalls vollständig zerstört worden.

Die Polizei hat die Ruine inzwischen abgesperrt, ein Giebel wurde aus Sicherheitsgründen abgerissen. Am Montag kommen die Brandermittler. Im Dorf hatte der Großbrand für viel Aufregung gesorgt. „Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen, so was habe ich noch nie erlebt“, sagte etwa Monika Geffers vom örtlichen Blumengeschäft.

Von Katja Eggers

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