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Sehnde Rat soll sich für Klinikum stark machen
Aus der Region Region Hannover Sehnde Rat soll sich für Klinikum stark machen
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14:47 26.10.2018
Der Erhalt des Lehrter Krankenhauses ist nach Ansicht der CDU/FDP-Gruppe auch für die Sehnder Bevölkerung „von hohem Interesse“. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
Sehnde

Die CDU/FDP-Gruppe im Sehnder Rat zeigt sich besorgt über die Diskussion um das Krankenhaus in Lehrte. Der Erhalt des Standortes, insbesondere für die Notfallmedizin, sei auch für die Sehnder Bevölkerung „von hohem Interesse“, sagt der Gruppensprecher und CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Hoffmann. Kurze Wege und gute Erreichbarkeit, auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gewährleisteten eine hohe Akzeptanz. In der Ratssitzung am nächsten Donnerstag will die Gruppe deshalb eine Resolution einbringen, in der die Regionsversammlung und Regionspräsident Hauke Jagau aufgefordert werden, an der Zwei-Standorte-Lösung für das Klinikum im Nordosten Hannovers mit Lehrte und Burgwedel festzuhalten.

„Wir befürchten, dass hier auf Zeit gespielt wird und wollen deshalb den politischen Druck auf die handelnden Personen und Gremien erhöhen“, betont Hoffmann. Damit wolle man deutlich machen, dass Bevölkerung und Kommunalpolitik in Sehnde parteiübergreifend kein Verständnis für die Untätigkeit aufbringen. Dringend erforderliche Investitionen würden nicht getätigt und die Mitarbeiter dadurch dauerhaft verunsichert, was ihre berufliche Zukunft anbetrifft.

Dabei habe die Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) ein tragfähiges medizinisches Konzept erarbeitet, in welchem dem Standort Lehrte eine Schwerpunktaufgabe bei der Altersmedizin (Geriatrie) zukomme, heißt es in der Resolution. Zusammen mit der Inneren Medizin und der Chirurgie werde so eine nachhaltige und wohnortnahe Medizin und Pflege sichergestellt – vor allem für ältere Menschen. „Wir sind verwundert über die Entscheidung des Landes, den Förderantrag des Klinikums für einen Neubau in Großburgwedel und einen Erweiterungsbau in Lehrte abzulehnen“, heißt es weiter.

Denn irgendwann sei ein Punkt erreicht, an dem gesagt werde, dass sich Investitionen in das Krankenhaus nicht mehr lohnten, ergänzt Hoffmanns Fraktionskollege Kai Nussbaum, selbst praktizierender Arzt in Sehnde: „Wir erwarten, dass die Region die Zukunft des Standortes Lehrte nicht an finanziellen Erwägungen scheitern lässt, sondern im Sinne der Bürger ihrer Verantwortung als Träger der medizinischen Versorgung direkt vor Ort gerecht wird.“ Das Krankenhaus in Lehrte versorge ein Einzugsgebiet von rund 120.000 Menschen und sei vor allem in Hinblick auf die Notfallmedizin ein wichtiger Faktor.

Hoffmann geht deshalb davon aus, dass die Ratspolitiker die Resolution in der nächsten Sitzung mit einer breiten Mehrheit verabschieden werden. Denn damit würden KRH und die Region Hannover aufgefordert, die Gespräche mit dem Sozialministerium fortzusetzen. Ziel müsse es sein, das Lehrter Krankenhauses weiterzuentwickeln und in Burgwedel neu zu bauen: „Der Rat erwartet, dass die Region Hannover die Zukunft des Standorts Lehrte nicht an finanziellen Erwägungen scheitern lässt.“

Dabei bestehe nicht nur ein dringender Handlungsbedarf, sondern es herrsche auch Zeitdruck. Ein weiteres Verzögern gefährde letztlich beide Standorte. Man erwarte vom Sozialministerium, dass es sich seiner Verantwortung für das KRH nicht entziehe, sondern das Konzept der Schwerpunktversorgung und Zukunftssicherung der Standorte in Lehrte und Großburgwedel unterstütze.

Der Lehrter Rat hat bereits im Sommer eine ganz ähnliche Resolution verabschiedet, dort hatten sie allerdings SPD, Grüne und Linke eingebracht. Auch dabei wurde gefordert, an der zwei Standorte-Lösung festzuhalten und das Klinikum zukunftssicher auszurichten. Weil dies kein Selbstläufer sei, sei ein klares Bekenntnis nötig, hatte SPD-Fraktionschef Bodo Wiechmann damals an seine Ratskollegen appelliert.

Von Oliver Kühn

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