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Sehnde Stadt macht neuen Anlauf für stärkere City
Aus der Region Region Hannover Sehnde Stadt macht neuen Anlauf für stärkere City
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00:20 27.08.2018
Sehndes Zentrum soll aufblühen: Hilft dabei ein Immobilienatlas? Quelle: Archiv
Sehnde

Wenige leere Läden, ein attraktiver Mix der Branchen, lukrative Vermietungen, florierende Geschäfte, zufriedene Kunden: All das macht ein gutes Einkaufsquartier aus. Sehnde will jetzt einen neuen Anlauf in diese Richtung für den Bereich von der Peiner Straße bis zur Nordstraße unternehmen. Stadtmarketingbeauftragte Ines Raulf plant, im kommenden Jahr einen neuartigen Immobilienatlas für das Ortszentrum aufzulegen. Sie nennt das Projekt eine „Bestandsaufnahme im Quartier“. Raulf sagt, dass diese Art der Wirtschaftsförderung bisher einzigartig in der Region Hannover ist. Vom Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat sie bereits Zustimmung für ihr Vorhaben erhalten.

Die Attraktivität des Ortszentrums mit der Mittelstraße und dem Marktplatz als „Herz von Sehnde“ ist schon seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Darum kümmert sich bereits ein Arbeitskreis. Aber es könne deutlich mehr passieren, meint Raulf. Sehnde müsse besser auf Veränderungen in der Geschäftswelt vorbereitet sein, um Leerstände vermeiden zu können und einem möglichen „Trading Down Effect“, also einer Abwärtsspirale in der Geschäftswelt, entgegenzuwirken. Doch dafür brauche man umfassende Informationen, meint Raulf.

„Oft erfahre ich von Veränderungen erst dann, wenn sie schon geschehen sind“, sagt die Stadtmarketingbeauftragte. Regelmäßig werde selbst sie, die gut in der Geschäftswelt vernetzt sei, von Entwicklungen überrascht. Dagegen will sie nun den Immobilienatlas setzen, der zunächst eine ordentliche Fleißaufgabe ist.

Raulf hat vor, alle rund 90 Eigentümer von gewerblichen Immobilien in der Lehrter Innenstadt anzuschreiben und mit möglichst vielen von ihnen auch persönliche Gespräche zu führen. Es gehe um eine Bestandsaufnahme, um Kenntnisse zu Immobilien und über die Wünsche der Eigentümer, aber auch darum zu erfahren, wo Veränderungen anstehen. Daraus soll ein Datensatz entstehen, der fortlaufend zu pflegen ist. Raulf meint, dass sie allein für die Gespräche mit den Eigentümern, die grundsätzlich auf freiwilliger Basis geschehen werden, etwa 125 Stunden Arbeit einkalkulieren muss. Aber der Aufwand lohne sich. „Ich glaube, das ist eine echte Chance für unsere Stadt“, sagt Raulf.

Die Datensammlung könne zum Beispiel dabei helfen, Kontakte zwischen Händlern, die sich in Sehnde niederlassen wollen, und Immobilienbesitzern zu knüpfen, meint sie. Eine Maklerfunktion wolle und dürfe man dabei aber nicht besetzen. Es gehe vielmehr darum, beim Knüpfen von Kontakten helfen zu können. Sie stehe dabei aber auch in enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung und der Wirtschaftsförderung.

Im kommenden Jahr will die Stadtmarketingchefin mit dem Projekt, das sie in einem Lehrgang der Industrie- und Handeslkammer kennengelernt hat, loslegen. Grundsätzliche Unterstützung aus der Politik hat sie bereits erhalten. „Das ist eine gute Sache, aber wir müssen aufpassen, nicht in den Grenzbereich der Maklerei zu geraten“, sagte etwa der unlängst aus der CDU-Fraktion ausgetretene Ratsherr Hartmut Völksen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt. Ausschussvorsitzender Edgar Bäkermann (SPD) gab die Devise aus „einfach mal einen Anfang zu wagen“.

Von Achim Gückel

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