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Sehnde Kita-Anbau darf nur eine Million Euro kosten
Aus der Region Region Hannover Sehnde Kita-Anbau darf nur eine Million Euro kosten
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00:39 30.04.2018
Der Anbau an die Kita Hugo-Remmert-Straße darf nicht mehr als eine Million Euro kosten. Quelle: Michael Schütz
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Sehnde

 Das war ein Paukenschlag: Der Rat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend die von der Stadt angekündigte Kostensteigerung für den Anbau der Kita Hugo-Remmert-Straße in Ilten mit großer Mehrheit abgelehnt. Dabei gab es auch deutliche Kritik an der Verwaltung. Die Steigerung um 142 000 Euro haben die Fraktionen nicht akzeptiert und die Kosten erneut auf die bereits vor Monaten beschlossene Höchstgrenze von 1 Million Euro gedeckelt.

Die Politiker nahmen in der Diskussion kein Blatt vor den Mund. „Wir sind alles andere als begeistert von der Vorlage“, sagte Klaus Hoffmann, Sprecher der Gruppe CDU/FDP. „Nur zu sagen, es wird teurer, ist zu einfach.“ Er lehnte die Kostensteigerung ab und mahnte die Verwaltung, noch einmal „mit spitzem Bleistift“ zu rechnen. Ganz ähnlich argumentierte SPD-Fraktionschef Olaf Kruse. „Die Vorlagen der Gebäudewirtschaft zu Kosten sind oft schon Makulatur, wenn sie auf den Tisch kommen.“ Er forderte, dass die gesetzten Kostengrenzen zumindest in der Planungsphase eingehalten werden – und die Grenze liege  nun einmal bei 1 Million Euro. „Wir werden deshalb nicht zustimmen.“ Er warf dem Fachdienst Gebäudewirtschaft zudem vor, Vorgaben des Rates öfter nicht ernst genug zu nehmen. Nun dränge die Zeit, denn im August 2019 müssten die Kitaplätze zur Verfügung stehen.

Noch einen Schritt weiter ging der Fraktionsvorsitzende der Grünen. Günter Pöser vermutete, dass der beauftragte Architekt, der schon das jetzige Gebäude errichtete, zu selbstverliebt in seine Planungen sei. „Vielleicht sollten Sie einen anderen Architekten suchen“, riet er Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Auch die AfD lehnte den Wunsch nach einer Erhöhung der Investitionskosten ab – aber aus anderen Gründen. „Die Kita in Ilten liegt zu abseits“, gab Fraktionschef Wolfgang Ostermeyer die grundsätzliche Meinung seiner Partei wieder. Denn die Kita sei auch für Kinder in Höver und Bilm zuständig. „Kurze Beine, kurze Wege wäre die richtige Lösung.“ 

Bürgermeister Lehrke verteidigte die Vorlage seiner Verwaltung. „Ich habe immer Bauchschmerzen, wenn Baupreise politisch entschieden werden.“ Das wollte wiederum Edgar Bäkermann (SPD), Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt, so nicht stehen lassen. „Wir entscheiden nicht über Baupreise, sondern geben einen Finanzrahmen vor.“ Er könne nicht nachvollziehen, warum der Architekt nach fünf Monaten die Planungen noch immer nicht auf den vorgegebenen Kostenrahmen korrigiert habe. „Ich erwarte jetzt ein Angebot für 1 Million Euro.“

Ende vergangenen Jahres hatte die Verwaltung noch Kosten von 1,35 Millionen Euro genannt und musste nach dem Ratsvotum neu planen. Jetzt im April hatte sie im Kitaausschuss mitgeteilt, dass der Rahmen von 1 Million Euro nicht eingehalten werden könne. Die Einrichtung soll eine Krippengruppe für 15 Kinder sowie eine Kita-Gruppe für 25 Kindern beherbergen und bis 16 Uhr geöffnet sein – das ist eine Betreuungszeit, die bisher keine der Sehnder Einrichtungen abdeckt.

Von Oliver Kühn

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