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Sehnde Straßenbahn-Museum knackt Besucherrekord
Aus der Region Region Hannover Sehnde Straßenbahn-Museum knackt Besucherrekord
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12:25 29.10.2018
Thomas Mende (links) und Frank von Grotthuss nehmen alte Technik ins Visier. Quelle: Michael Schütz
Wehmingen

Im Hannoverschen Straßenbahn-Museum (HSM) in Wehmingen geht die Saison zu Ende. Am vergangenen Wochenende stand der letzte offene Sonntag auf dem Programm, und einmal noch öffnet das Museum am Reformationstag. Mit der Saison ist das Museum äußerst zufrieden. „Wir haben mit rund 13.400 Besuchern einen Rekord erreicht“, freut sich Museumssprecher Bodo Krüger. Besonders großer Andrang herrschte im August bei der diesjährigen Oldtimerschau. „Hier stoßen wir an unsere Grenzen, was die Besucherparkplätze angeht.“ Ebenfalls einen Rekord gab es bei den geführten Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten mit 1572 Besuchern. In der jetzt beginnenden Wintersaison soll die neue Halle 52 weiter fertiggestellt werden. Dort entstehen eine Ausstellungshalle und eine Werkstatt. Außerdem werden die Signalanlage über die Kreisstraße an der Außenstrecke sowie die dortigen Gleise und Oberleitungen gebaut.

Am Oldtimertag im August herrschte der stärkste Besucherandrang. Quelle: Michael Schütz (Archiv)

Auf einer Safari befanden sich am Sonntag Thomas Mende und Frank von Grotthuss. Bewaffnet mit jeweils einer Kamera pirschten sie über das HSM-Gelände, um Fotos zu machen. „Die Details in den Bahnen sind besonders interessant“, befand Mende und nahm einen Halteknopf einer Üstra-Bahn aus den Sechzigerjahren in den Sucher. „Das ist doch pure Kindheit“, benannte der 54-jährige Hannoveraner einen Beweggrund, warum er dieses Detailfoto haben wollte. Ein anderer sei seine Begeisterung für alte Technik. Mende findet das Museum so beachtenswert, weil die Mitglieder diese alte Technik erhalten. „Und das alles sogar in ihrer Freizeit“, pflichtete ihm von Grotthuss bei. Der 59-jährige Hamelner hat einst bei der Üstra das Schlosserhandwerk erlernt. „Es ist schon beeindruckend, was der Verein hier geschaffen hat, wenn man bedenkt, wie klein sie mal angefangen haben.“ Deswegen gehören die beiden auch zu den regelmäßigen Besuchern in Wehmingen.

Ähnliche Nostalgie verspürten Carsten und Sabine Ronge, die sich in einem Triebwagen 181 aus Hannover, Baujahr 1928, über den Rundkurs schaukeln ließen. „Der Wagen stammt aus dem Geburtsjahr meiner Mutter“, sagte Sabine Ronge. „Und ich bin mit so einer Straßenbahn noch zur Schule gefahren“, erinnert sich die Hannoveranerin. Schließlich sei der Wagen noch bis 1976 in Betrieb gewesen.

Die Münchner Schaffner Jean Pierre Erdmann (Zweiter von links, 13) und Daniel Schuhmann kontrollieren die Fahrkarten von Sabine und Carsten Ronge. Quelle: Michael Schütz

Wie damals war auch dieses Mal ein Schaffner mit an Bord, besser gesagt sogar zwei. Daniel Schumann und Jean Pierre Erdmann waren gemeinsam mit Nikolaus Breitner eigens aus München angereist, um im HSM zu helfen. Während Breitner den 181er fuhr, kontrollierte der 13-jährige Jean Pierre die Fahrkarten. „Wir haben hier vor zwei Jahren unsere Modellbahnanlage ausgestellt“, sagte Schumann. „Da sind wir hängengeblieben.“ Seitdem kommen die Bayern regelmäßig für ein Wochenende nach Wehmingen. Inzwischen wisse er schon so viel über das Gelände, dass er den Gästen bei den Fahrten einiges erzählen kann. Und wenn spezielle Fragen kämen, auf die er zunächst keine Antwort wisse, nehme er sich das als Gelegenheit nachzulesen. „Aber besonders, wenn wir mit unseren Münchner Wagen fahren, weiß ich natürlich viel.“

Am Mittwoch, 31. Oktober, öffnet das Museum von 11 bis 17 Uhr. Am Sonntag, 9. Dezember, stehen zudem noch einmal Nikolausfahrten auf dem Programm. Die nächste Sommersaison beginnt im April 2019.

Von Michael Schütz

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