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Springe Calenberger Straße: Tempo 30 bleibt das Ziel
Aus der Region Region Hannover Springe Calenberger Straße: Tempo 30 bleibt das Ziel
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18:27 30.12.2018
„Es macht Spaß und wird anerkannt“: Eberhard Brezski hat viel Freude an seinem Ehrenamt als Ortsbürgermeister. Quelle: Foto
Springe

Springe ist mehr als die Kernstadt: Alle Ortsteile haben ihre eigenen Probleme, ihre Projekte und Wünsche. Darüber wissen die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeistern am besten Bescheid. Heute kommt der Gestorfer Eberhard Brezski zu Wort.

 Es ist ein Thema, das Geduld und Spucke braucht: Die Verkehrsberuhigung auf der Calenberger Straße treibt Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) schon seit Jahren um – und eine Lösung ist immer noch nicht in Sicht. „Die Situation ist unbefriedigend, die Anlieger sind gereizt“, sagt der Sozialdemokrat und fügt hinzu: „Hier brauchen wir einen langen Atem.“

Fußgängerampel auf Höhe der Bushaltestelle

Doch Brezski hat Ideen und will nichts unversucht lassen, um mehr Ruhe auf die Verkehrsschlagader durch seinen Ort zu bekommen. Dafür will er auch die SPD-Landtagsabgeordnete Kerstin Liebelt mit ins Boot holen. Bei einem gemeinsamen Termin im Wirtschafts- und Verkehrsministerium soll geklärt werden, welche Möglichkeiten sich ergeben. „Tempo 30 ist dabei eins der großen Themen“, so der Ortsbürgermeister.

Aber auch eine Fußgängerampel auf Höhe der Bushaltestelle, die bei Bedarf geschaltet wird, sei ein Wunsch für die viel befahrene Landesstraße 460. Auch wenn mit der Installierung der Ampeln auf der Kreuzung Calenberger Straße/Harbergstraße in diesem Jahr endlich ein dringendes Anliegen umgesetzt werden konnte, so sei auch hier noch nicht alles perfekt. Die Anwohner berichteten, dass viele Verkehrsteilnehmer trotz eines Rot-Signals noch fahren, erzählt Brezski. Im Zweifel müsse dort noch ein sogenannter Ampelblitzer installiert werden. Und auch ein Spiegel auf Höhe der Einmündung Hannoversche Straße bleibt ein Wunsch des Gestorfer Ortsrats. „Man kann dort den fließenden Verkehr schlecht einsehen, hier müssen wir noch einmal bei der Straßenmeisterei Wennigsen nachhaken“, sagt der Sozialdemokrat.

Attraktives Baugebiet

Positiv sieht es nach Einschätzung von Brezski mit der Bauentwicklung im Harbergort aus. „Mit der Erschließung des Gebietes Voges Garten durch die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) geht es hoffentlich zügig weiter.“ Dieses Gebiet mitten im Ort sei „ein Sahnestück“. Besonders für junge Familien sei es sehr attraktiv, dort zu bauen. Auch, weil Schule und Kindergarten fußläufig schnell und gut zu erreichen seien. Die DRK-Kita soll zudem um eine halbe Kita-Gruppe und Krippenplätze erweitert werden. „Auch wenn es hier nicht ganz so schnell geht wie vielleicht erhofft“, sagt Brezski.

Zufrieden ist der Ortsbürgermeister mit der Infrastruktur von Gestorf trotzdem. „Alles ist im Takt“, sagt er. Es gibt im Ort einen Frischemarkt, einen Arzt und eben die Einrichtungen für die Jüngsten. „Wir sind auf einem guten Weg, unseren Ort zukunftssicher zu gestalten“, ist der Politiker überzeugt.

Vereine überaltern

Für die Dorfgemeinschaft gebe es allerdings das Problem, dass die Vereine überaltern. Viel Lob hat Brezski indes für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und ihr Engagement für die Jugend. „Die Feuerwehr macht einen tollen Job“, betont der Ortsbürgermeister. Aus der Jugendfeuerwehr wechselten regelmäßig Mitglieder zu den Aktiven.

Ihm mache es auch im siebten Jahr seiner Amtszeit Freude, sich für die Belange der Gestorfer einzusetzen. „Es macht Spaß und wird anerkannt.“ Mit den Gestorfern ins Gespräch kommt er dabei nicht nur während seiner Sprechstunden, die er regelmäßig anbietet. Auch wenn er das „Rote Heft“ seiner Partei an die Haushalte verteilt, berichten ihm die Gestorfer, wo vielleicht der Schuh drückt. 

Von Anne Brinkmann-Thies