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Springe Betriebe erhalten schnelles digitales Netz
Aus der Region Region Hannover Springe Betriebe erhalten schnelles digitales Netz
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18:39 30.12.2018
Hier soll es 2019 schnelleres Internet geben: Laut Stadt sind an der Philipp-Reis-Straße bald 100 M/bit pro Sekunde möglich.  Quelle: FOTO
Springe

Die Stimmung der Unternehmen in Springe und der Region Hannover ist positiv, die Lage stabil – noch. Stefan Noort, Kommunikationschef der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover, weist aber darauf hin, dass auf heimische Unternehmen im neuen Jahr ganz schöne Herausforderungen warten. Die könnten auch die Unternehmen in Springe arg beuteln. Wirtschaftsförderer Daniel Behrens gibt aber zumindest in einem Bereich Entwarnung.

„Der Ausblick ist verhalten – die Erwartung ist aber, dass die gute Lage anhält“, benennt Noort den Eindruck, den ihm die heimischen Betriebe und Unternehmen gegeben haben. Als eine der größten Sorgen der Unternehmenslenker – branchenübergreifend – sieht er den Fachkräftemangel. „Über 60 Prozent der Unternehmen nennen das als größtes Problem“, weiß der IHK-Mann. Der Umstand, dass nicht genug fähiges Personal gefunden wird, drohe, das Wachstum auszubremsen.

Brexit ist für Zulieferer Thema

Ein anderes Thema, das nur auf den ersten Blick weit weg ist, kommt an zweiter Stelle: Der Brexit. „Für Niedersachsen ist Großbritannien der drittgrößte Ländermarkt“, sagt Noort. Infolgedessen könnte eine Einschränkung der Handelsmöglichkeiten immense Folgen nach sich ziehen, nicht nur für die großen Unternehmen, die direkt mit England in Handelsbeziehungen stehen, sondern auch für deren mittelständische Zulieferer und wiederum deren Zulieferer.

Und auch die Sonntagsöffnung sei für den Einzelhandel ein wichtiges Thema, das direkt Einfluss auf Umsatz und Absatz nehme. Noort: „Ich gehe davon aus, dass gegen die aktuelle Regelung wieder geklagt wird.“ Das werde insgesamt zur Verunsicherung der Einzelhandelsbetriebe beitragen und könne die gesamte Branche destabilisieren, so Noort.

Breitbandversorgung ist wichtig

Weiterhin ein Thema bleibe die Breitbandversorgung für Gewerbebetriebe: „Die Möglichkeiten sind da, es ist alles eine Frage des Preises“, sagt der Fachmann. Mittlerweile bewege sich auf dem Markt nicht nur über die Telekom, sondern auch über andere Anbieter einiges. „Aber da sind wir noch lange nicht am Ende“, stellt der IHK-Mann klar.

Zumindest in dieser Hinsicht tut sich in Springe im kommenden Jahr etwas. Das sagt der kommunale Wirtschaftsförderer Daniel Behrens. Er kann berichten, dass sich die Gewerbebetriebe an der Philipp-Reis-Straße 2019 auf eine schnellere Internetverbindung von bis zu 100 M/bit pro Sekunde freuen können. Bislang waren die Unternehmen dort unterversorgt, wie es so schön heißt; sie müssten sich mit deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten abfinden. Die Stadt arbeite an allen Fronten daran, dass schnellere Verbindungen zustande kommen. 

Von Ralf T. Mischer