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Springe IGS-Förderverein: Nur sechs Mitglieder kommen zur Hauptversammlung
Aus der Region Region Hannover Springe IGS-Förderverein: Nur sechs Mitglieder kommen zur Hauptversammlung
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00:44 26.04.2018
Ernüchtert, aber noch nicht bereit aufzustecken: Vorsitzende Christine Linde (links) und Schatzmeisterin Bettina Ulrich sprachen gegen eine Auflösung des Fördervereins aus. Quelle: Foto
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Springe

Die Zahl derer, die zur Jahresversammlung des Fördervereins für die Heinrich-Göbel-Realschule und die Integrierte Gesamtschule Springe (IGS) kamen, war sehr überschaubar: Vorsitzende Christine Linde konnte gerade einmal sechs der 120 Mitglieder in der Bibliothek der Realschule begrüßen. Diese Tatsache belebte wieder einmal die Diskussion über eine Auflösung des Fördervereins, die schon im Vorjahr wegen des mangelnden Interesses der Mitglieder entbrannt war. Doch nach längerer Diskussion sprachen sich Vorsitzende Linde und auch Schatzmeisterin Bettina Ulrich gegen eine Auflösung aus.

Zum weiteren Vorstand gehören die stellvertretende Vorsitzende Diana Gerlach und Schriftführerin Susanne Preßler. Alle Mitglieder des Vorstands wollen weitermachen. „Wir geben das Ganze noch nicht auf, aber es ist nicht einfach“, sagte Schatzmeisterin Ulrich. „Einfach würde eine Auflösung auch für den Verein nicht werden“, erklärte Ulrich. Denn ein Drittel der Vereinsmitglieder müsste eine Auflösung beantragen und zwei Drittel der Anwesenden müssten in einer Versammlung dann zudem für die Auflösung stimmen. „Aber so weit ist es noch nicht. Wir machen weiter und werden daran arbeiten, in Zukunft noch mehr präsent zu sein“, sagte Vorsitzende Linde.

Verein finanziert Abschiedsgeschenke

In ihrem Jahresbericht, aus dem sich die Diskussion über eine eventuelle Auflösung entwickelte, ging Linde auch auf die Förderprojekte des Vereins ein. Die Mitglieder finanzieren die Präsente und Blumen, die die Zehntklässler bei ihrem Abschied aus der Schule überreicht bekommen, bezuschussen oder organisieren Vorträge und engagieren Märchenerzähler. Bezahlt wird mit dem Geld der Mitglieder auch die Verschönerung von Klassenräumen sowie die Beschaffung von Preisen bei schulischen Wettbewerben. Selbst bei Sportveranstaltungen der Schule werden Bälle und Torwart-Handschuhe finanziert. Im vergangenen Jahr bezahlten die Mitglieder des Fördervereins auch die Anschaffung von Baumstämmen, die als Sitzgelegenheit auf dem Schulgelände liegen.

Dass das finanzielle Engagement des Vereins noch Jahrzehnte später Dankbarkeit erzeugt, bewies eine Förderung, von der Linde berichtete: „Die Mutter eines Kindes, das vor 40 Jahren in die Heinrich-Göbel-Realschule ging, bedankte sich beim Förderverein.“ Der Verein hatte damals eine Klassenfahrt des Kindes finanziert. Die Mutter spendete dem Verein in diesem Jahr 300 Euro, um ihre Dankbarkeit für die damalige Hilfe zu zeigen, berichtete Linde.

Homepage soll verbessert werden

Der Kassenbericht von Bettina Ulrich fiel sehr positiv aus. „Wir könnten noch so manchen Wunsch erfüllen“, stellte Linde zufrieden fest und kündigte mit Blick in die Zukunft an, die Homepage des Vereins zu verbessern und noch mehr mit den Lehrern zu reden, eben noch aktiver zu werden. „Vielleicht lassen sich so die Wolken der Auflösung vertreiben. Die Lage bleibt ernst, aber nicht hoffnungslos“, schloss die Vorsitzende.

Von Friedhelm Lüdersen

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