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Springe So gut arbeitet die Kita Eldagsen mit Tagesmüttern zusammen
Aus der Region Region Hannover Springe So gut arbeitet die Kita Eldagsen mit Tagesmüttern zusammen
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00:33 19.05.2018
Nicole Schwarz (v.l.), Astrid Wendt, Anja Kahlert, Katharina Kohlmeyer und Nicole Flügel gemeinsam mit der Koordinatorin Karola Hoppe und Kita-Leiterin Marion Heppner-Waldeck über ihren Alltag. Quelle: Foto: Helmbrecht
Eldagsen

Seit zehn Jahren arbeitet die Kita Hermann Haertel in Eldagsen mit mehreren Tagesmüttern eng zusammen. Das Ziel: Auf direktem Weg eine Kinderbetreuung zu vermitteln. „Nicht nur einmal waren die Tagesmütter die Retterinnen in bestimmten Situationen", weiß Kita-Leiterin Marion Heppner-Waldeck. Während in den anderen Stadtteilen die Kooperation eingeschlafen sei, habe nur noch Eldagsen die Zusammenarbeit aufrecht erhalten. „Wir sind die einzigen, die das so noch anbieten.“

Vernetzung fördert Austausch

Dass sich die Vernetzung aber durchaus lohne, hätten die vergangenen zehn Jahre gezeigt. „Wir können hier direkt den Kontakt zu Eltern und Kindern vermitteln, über Probleme sprechen oder uns über neue Richtlinien informieren", sagt Heppner-Waldeck. Gerade wenn neue Familien außerhalb der Anmeldephase für die Kitas nach Eldagsen ziehen, konnte für sie schnell eine Tagesbetreuung vermittelt werden, berichtet die Leiterin.

Für Vertretungen ist gesorgt

Einmal jährlich lädt das Team der Kita zu einem gemeinsamen Austausch in die Kita ein. Wie viele Kinder betreuen die Mütter derzeit? Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit unter den Frauen und wie ist eine Vertretung geregelt? Denn Tagesmütter dürfen eigentlich nicht krank werden, sind sich die Frauen einig. Umso wichtiger sei es, dass sie untereinander für Vertretung sorgen, um so den Alltag der Familie am Laufen zu halten. Nicht immer sei das gut geregelt, in Eldagsen aber könne das über die Vernetzung schnell geklärt werden. Zudem könnten sich die Teilnehmerinnen über pädagogische Fragen austauschen oder auch Literaturtipps zu bestimmten Themen geben.

Die Nachfrage sei hoch

Die Nachfrage nach der Betreuung sei immens. Fast alle Frauen könnten kaum noch neue Kinder aufnehmen – kommt eines ihrer Schützlinge in die Kita, stehe bereits ein Nachfolger in den Startlöchern.

Noch sei aber Kapazität vorhanden, sagt Heppner-Waldeck und berichtet den Betreuungskräften von einer Familie, die ab Februar dringend eine Tagesmutter benötigt. Problem angesprochen – Problem gelöst: Auch für diese Eltern konnte direkt eine Betreuung für ihr Kind vermittelt werden. Zudem können die Jüngsten dank der Kooperation immer mal wieder in den Kita-Alltag reinschnuppern und die Erzieher kennenlernen.

Gleichzeitig nutzen die Tagesmütter die Möglichkeit, um auf Probleme aufmerksam zu machen. So ging es um die einmonatige Schließung des Familienbüros der Stadt, aber auch um umfangreiche Ausbauqualifizierungen, die für die Frauen Pflicht wird, die nur eine Grundausbildung absolviert haben. Einen großen Teil der Kosten würde die Stadt übernehmen.

Von Saskia Helmbrecht