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Springe Bühnen-Yoga mit Klappmaul Werner Momsen
Aus der Region Region Hannover Springe Bühnen-Yoga mit Klappmaul Werner Momsen
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18:49 08.02.2019
Die Kunstfigur Werner Momsen und sein schwarzer Begleiter Detlef Wutschik hinterlassen im ausverkauften Saal des Ratskellers glückliche und zufriedene Besucher.  Quelle: Foto
Springe

Ja, wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden: Werner Momsen. Das, was das Hamburger Klappmaul von sich gibt, kann getrost unter paranoider Wahrheit verbucht werden. Was lief da falsch bei Adam und Eva? Was war in dem Apfel? Der muss doch gespritzt gewesen sein!

Puppenspieler Detlef Wutschik zog als schwarzer Begleiter bei seinem jüngsten Auftritt gekonnt vom Leder, sodass die Zuschauer im ausverkauften Saal des Ratskellers vor Lachen nicht zur Ruhe kamen. Warum muss man sich immer erst aufregen, um hinterher glücklich und zufrieden zu sein? Momsen hat da seine eigenen Ansichten. Zum Beispiel seine Philosophie über die Nutzung öffentlicher Toiletten – präzise demonstrierte er die Sitzhaltung, machte sich Gedanken über Papier und Seife sowie Ziehhandtücher und Händetrockner.

„Läufige Hündin“ auf dem Tisch

Leitthema des Abends war stets die Aufregung – ob aufgrund des amerikanischen Präsidenten Donald Trump oder miteinander konkurrierender Verkehrsteilnehmer. Das Klappmaul zeigte außerdem seine athletische Ader und philosophierte über Yoga. Dabei hüpfte er über die Bühne und führte auf einem Tisch einige Übungen wie „Läufige Hündin“ vor – sitzend, liegend, auf allen vieren. Das Publikum johlte.

Auch ging Momsen der Frage nach, ob sich anhand von Vornamen die Herkunft der betreffenden Personen erkennen lässt: Maximilian, der scheint aus gutem Hause zu sein, aber Kevin, das Publikum grölte und wusste, in welche Kategorie der Name von ihm einsortiert werden sollte.

Ein Furz in der Elbphilharmonie

Zweieinhalb Stunden, nur von einer kurzen Pause unterbrochen, ließ Wutschik sein zweites Ich, den Klappmaulkomiker, zu Wort kommen. Zur Sprache kamen dabei Alltagsvorkommnisse wie ein Furz in der Elbphilharmonie, der Satz „Schatz, ich hab’ nichts zum Anziehen“ oder auch der Zweitgebrauch alter Unterhosen.

Momsens Beispiele sind ein Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit. So auch bei Alexa: Das Neueste auf dem Markt der Interaktivitäten macht sich selbstständig und feiert gemeinsam mit Herd, Kühlschrank und Geschirrspüler Partys im Wohnbereich. Wutschik hinterließ mit Momsen einen Saal mit glücklichen und zufriedenen Besuchern, die ihn für seinen Auftritt mit lang anhaltendem Applaus belohnten.

Die Inhaber des Ratskellers, Klaus und Dorothea Nagel, sowie Veranstalter Lutz Rädecker teilten mit, dass für die Vorstellung weit mehr Karten hätten verkauft werden können. Deshalb soll es für Mittwoch, 3. April, einen Zusatztermin geben. 

Von Reinhold Krause