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Springe Klinikum treibt Verkauf voran
Aus der Region Region Hannover Springe Klinikum treibt Verkauf voran
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19:10 04.02.2019
Abgesperrt: Die Zufahrt zum ehemaligen Krankenhaus ist halbseitig gesperrt.      Quelle: foto: Ralf T. Mischer
Springe

Investor gesucht: Das Klinikum Region Hannover (KRH) treibt den Verkauf des früheren Springer Krankenhausgeländes voran. Bis zum 19. Februar soll die Regionspolitik einen entsprechenden Beschluss fassen.

Damit sollen dann die Vertreter der Region in der KRH-Gesellschafterversammlung einen entsprechenden Auftrag zur Abstimmung bekommen. Der wiederum gibt die Geschäftsführung grünes Licht, sowohl Gebäude als auch Freifläche an einen Investor zu verkaufen. Voraussetzungen: Der Interessent muss in einem entsprechenden Verfahren nicht nur das höchste Gebot abliefern, sondern auch ein Nachnutzungskonzept für das Gelände mitbringen.

Zum Verkauf steht ein Areal von 30 823 Quadratmetern

Insgesamt geht es um 30 820 Quadratmeter, wie im Springer Grundbuch unter Blatt 3715 angeführt wird. Die Gebäude stehen seit Silvester 2018 weitgehend leer: An diesem Tag schloss die Notfallambulanz, die drei Jahre zuvor als Nachfolger des Krankenhauses eingerichtet worden war. Sie galt als mögliches Pilotprojekt – kam aber nie so recht aus den Startlöchern. Genutzt werden einige Räume nur noch von einer Orthopädiepraxis, die allerdings nicht vom Klinikum, sondern von einem externen Mediziner betrieben wird.

Notbrunnen muss reaktiviert werden können

Das KRH hatte schon im vergangenen Jahr verkündet, den Verkauf noch im ersten Halbjahr 2019 über die Bühne bringen zu wollen. Der Aufsichtsrat hatte bereits am 13. Dezember dem Verkauf zugestimmt. Nun soll die Gesellschafterversammlung nachziehen. Die Region schaltet sich nun an einer Stelle in das Verfahren ein: Der neue Besitzer muss demnach gewährleisten, dass der auf dem Krankenhausgelände angelegte Notbrunnen erhalten bleibt und bei Bedarf reaktiviert werden kann, um die Wasserversorgung der Stadt Springe sicherstellen zu können.

Verkaufsobjekt am Kleinen Deister in „reizvoller Lage“

Das Verkaufsobjekt selbst wird in dem Beschluss schon mal in den höchsten Tönen angepriesen: Es liege „in landschaftlich reizvoller Lage am Nordosthang des Kleinen Deisters“. Und verfüge über eine „parkartige Anlage mit umfangreichem Baumbestand und weitläufigen Grünflächen“. Das frühere Krankenhaus selbst wird beschrieben als „unregelmäßiger Gebäudekomplex“, erbaut Anfang der 1960er-Jahre, erweitert 1982, umgebaut 1992. Es sei in einem „baujahrestypischen Zustand mit Instandhaltungs- und Modernisierungsstau“. 

Von Christian Zett