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Springe Rätsel um Kioskeinbruch noch ungelöst
Aus der Region Region Hannover Springe Rätsel um Kioskeinbruch noch ungelöst
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00:36 22.04.2018
Der Einbruch in den Kiosk ist noch nicht geklärt. Quelle: dpa
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Einbruch in einen Springer Kiosk – oder doch ein vorgetäuschter Diebstahl für einen Versicherungsbetrug? Der Prozess, der diese Frage klären muss, geht für einen der beiden Angeklagten nun in die vierte Runde. Denn auch am dritten Verhandlungstag konnte das Gericht nicht klären, ob der junge Mann möglicherweise Tabakwaren als gestohlen gemeldet hatte, obgleich es vielleicht gar keinen Einbruch gegeben hatte. Sein Bruder hingegen, Inhaber des Kiosks, wurde jetzt freigesprochen.

Dass dieser etwas über eine Aufstellung und Meldung an die Versicherung über die möglicherweise gestohlenen Waren wusste, konnte dem jungen Mann im Laufe der Verhandlung nicht nachgewiesen werden. Damit war für ihn der Tatvorwurf des gemeinschaftlichen Betrugs vom Tisch.

Für den Bruder allerdings geht es nun genau darum – hatte er doch unter anderem Shisha-Tabak als gestohlen gemeldet. Ob es diesen Einbruch wirklich gab oder – wie der Polizei beim Einsatz zunächst gemeldet worden war – doch bei einem Versuch blieb, konnte auch ein Polizist nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, der nun als Zeuge vor Gericht gehört wurde.

„Die Eingangstür ging nicht auf, und es gab keine Einbruchsspuren“, berichtete er in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Zwar habe ein defektes Türschloss am Boden gelegen, ein anderes sei aber möglicherweise noch intakt gewesen.

Dass der Angeklagte am vermeintlichen Tatort die Tür einfach mit der Schulter habe öffnen können, diese also tatsächlich aufgebrochen war, daran konnte sich der Zeuge nicht erinnern. In den Kiosk hineingegangen sei er nicht, erklärte der Beamte auf Nachfrage der Strafrichterin. Das sei auch nicht üblich, wenn lediglich ein versuchter Einbruch gemeldet werde.

Die Verhandlung wird Anfang Mai im Amtsgericht fortgesetzt. Dann soll ein weiterer Polizist als Zeuge gehört werden, um den tatsächlichen Ablauf der Geschehnisse rekonstruieren zu können.

Von Anne Brinkmann-Thies

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