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Springe Stadt ist skeptisch bei Krankenhaus-Kita in Springe
Aus der Region Region Hannover Springe Stadt ist skeptisch bei Krankenhaus-Kita in Springe
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18:45 24.10.2018
Eigentlich möchte die Stadt gerne eine Behelfskita im Krankenhaus-Gebäude einrichten. Doch das ist nicht so einfach. Quelle: FOTO: Ralf T. MISCHER
Springe

Eigentlich wünscht man sich nicht, dass Kinder ins Krankenhaus kommen. Und tatsächlich macht es den Eindruck, als würden entsprechende Pläne der Stadt platzen: Die wollte im früheren Klinikgebäude an der Eldagsener Straße eine Kita einrichten – zumindest für den Übergang. „Es sieht momentan danach aus, dass aus der Option nichts wird“, sagt die städtische Fachbereichsleiterin Hanna Kahle.

Lage ist am schwersten

Grund: Das Klinikum Region Hannover als Betreiber habe sich bislang nicht darauf festgelegt, wie es nach der Schließung der Notfallambulanz zum Jahresende mit dem Gebäude weitergehen soll. „Ich hoffe, dass bald etwas verlautbart wird“, sagt Kahle: „Vorher können wir auch nicht weitermachen.“ Damit bleibt die Kernstadt einer der Problembereiche bei der Schaffung neuer Kita-Plätze.

Denn auch beim von der Verwaltung bevorzugten Neubau einer Kindertagesstätte auf dem Festplatz an der Harmsmühlenstraße heißt es warten: Solange die Blindgängeruntersuchungen dort noch nicht abgeschlossen sind, kann auch das Bodengutachten nicht erstellt werden, das zeigen soll, ob an der Stelle überhaupt wie geplant gebaut werden kann. Kahle betont, dass man weiter Alternativen prüfe: „Auf dem Festplatz ginge es aber am schnellsten – es ist unsere beste Alternative.“ Eine Erweiterung der Bison-Kita am Schulzentrum Nord sei „als Plan B möglich“ – der Neubau am Festplatz aber zu bevorzugen: „Wir wollen uns nicht im Klein-Klein verlieren.“

Der Druck ist in jedem Fall da, mehr als 200 Plätze fehlten zuletzt für das Ziel der Stadt, ein möglichst bedarfsgerechtes Betreuungsangebot vorzuhalten.

Genau das fehlt aber nicht nur im Raum Kernstadt/Altenhagen I, sondern auch in Völksen/Alvesrode. „Ein schwieriges Pflaster“, räumt Kahle ein. Das Problem: ein Grundstück zu finden, das nicht nur groß genug ist, sondern auch die strikten Auflagen an Kita-Standorte erfüllt – etwa in Sachen Lärmschutz. „Wir führen momentan Verhandlungen mit mehreren Eigentümern“, sagt Kahle. Dabei gehe es sowohl um bebaute als auch um unbebaute Flächen, die zumindest in Sachen Größe passen. Andere Voraussetzungen prüfe die Stadt parallel zu den Gesprächen.

Etwas entspannter ist für Kahle die Lage im Bereich Bennigsen/Gestorf/Lüdersen: Seit dem 1. Oktober hat die Kita am Gut in ihren neuen Räumen an der Hauptstraße weitere Kinder aufgenommen. Und bei der DRK-Kita Gestorf laufen Gespräche über die geplante bauliche Erweiterung: „Wir warten gerade auf einen Termin mit dem Architekten“, sagt Kahle. In Lüdersen sei man weiter in Kontakt mit der Elterninitiative, die dort einen Waldkindergarten einrichten möchte.

Und für Eldagsen und Umgebung soll der Rat am heutigen Donnerstag endgültig seinen Segen für die neue Kita geben.

Von Christian Zett